Pete Rock – NYs Finest

Zu Pete Rock muss ja nicht mehr allzu viel gesagt werden. Jeder kennt das New Yorker HipHop-Urgestein, ob bewusst oder unbewusst, jeder Fan amerikanischer Rapmusik kam früher oder später in Berührung mit Pete Rocks  Produktionen, sei es durch eines seiner Alben die er seit 1998 regelmäßig ohne CL Smooth veröffentlichte oder Remixe für jeden erdenklichen New Yorker Rapper und darüber hinaus. Seit Ende der 80er hat er von A wie AZ, B wie Brand Nubian, E wie EPMD, alle Größen des Genres mit seiner Musik verfeinert und mit seinem unverkennbar souligen und jazzigen Style erst den richtigen Charakter verpasst. So wundert es auch nicht, dass nach vier Jahren sein erstes Studioalbum “NY’s Finest“ ausschließlich bekannte Featuregäste beherbergt. Jim Jones, Max B, Sheek Louch, Redman, Little Brother, The Lords Of  The Underground, Raekwon, Masta Killa, Papoose, Namen die die Szene schon seit langem bereichern oder diejenigen, die innerhalb dieser gerade wieder Staub aufgewirbelt haben.

“I’m one of New York’s finest producers”, sagt Pete Rock selbstbewußt auf die Titelwahl seines Albums angesprochen, so simpel ist es also.

Nun habe ich “NY’s Finest“ schon diverse Male durchgehört, und obwohl ich mich sehr auf dieses Release gefreut habe, bleibt bis dato der gewünschte Aha-Effekt aus. Da der gute Mann bereits seit etwa 20 Jahren dem Rapgame angehört, muss man leider sagen, dass es sich eben genau so anhört. Was heißt “leider“, für die einen ist es vielleicht genau das was ihr Herz zum Hüpfen bringt, ich habe allerdings gehofft, dass Pete Rock sich in den letzten vier Jahren um Innovationen bemüht hat.

Nun gut. Nichts desto trotz sind die 15 Tracks natürlich super produziert und eben Pete Rock-mäßig professionell! Die erste Singleauskopplung “914“ mit Styles P und Sheek Louch ist auf dem gesamten Album auch derjenige Track, der am meisten nach vorne geht, erinnert ein wenig an gute alte Wu-Tang Zeiten und lässt einen auf jeden Fall mithoppen. Deepshit, bis hin zu gediegenen Roots-Reggae (“Ready Fe War“). Auch “Don’t Be Mad“, von DJ Green Lantern produziert, ist einer dieser Mitnickmotoren gegen die man sich schwer wehren kann, genauso  bei  “The Best Secret“ mit den Lords Of The Underground. Schmusimusi mit R’nB Hook darf nicht fehlen (“Thats’s What I Am Talking About“).  Man hat das Gefühl sich auf einer Zeitreise zu befinden, auf einer abwechslungsreichen, diverse Styleepochen abgrasend. Vielfältig ist “NY’s Finest“ ganz bestimmt, wer allerdings neue, innovative Schritte der New Yorker Legende erwartet, wird enttäuscht sein, die weniger anspruchsvollen, die von Pete Rock das erwarten was er schon immer gemacht hat, werden mit NY’s Finest ganz bestimmt auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Ein bisschen enttäuscht, dass Neuerungen wohl nicht so gerne gesehen sind in New York, ein bisschen beruhigt darüber, dass alles so ist wie es schon immer war.

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