Capcom – Lost Planet: Extreme Condition

Endlich ist der Winter auch in Deutschland angekommen. Das passende Spiel dazu liefert Capcom für 360. Lost Planet ist ein klassischer Shooter, der euch ganz schnell die kalten Temperaturen vergessen lässt.

Lost Planet ist einer der Titel, die mich in letzter Zeit wirklich überrascht haben. Eines der wenigen Exemplare an spielbarer Unterhaltung, das auch wirklich dem Hype vorher gerecht wird. Die Geschichte findet auf einem Eisplaneten statt. Zu Beginn spielt ihr das Intro und bekommt so einen noch tieferen Einblick in die gute und packende Geschichte. Nachdem ein Rieseninsekt euren Vater in einem packenden Kampf erledigte, seid ihr unterwegs, um ihn zu rächen. Dabei habt ihr Luka, Rick und Yuri, die euch bei diesem Vorhaben unterstützen. Um aber dieses persönliche Ziel zu erreichen, müsst ihr die drei Freunde bei der Säuberung des Eisplaneten unterstützen. Dieser ist mit den Akriden überschwemmt und will wieder bewohnbar gemacht werden. Es ist einer der wenigen Actiontitel, bei dem die Geschichte wirklich spannend ist. Im Laufe der Zeit bekommt ihr immer wieder Hinweise bezüglich der Geschichte, die das Weiterkommen noch spannender machen. Um das Abenteuer zu bestehen, macht ihr euch als Wayne auf. Das Spielgeschehen beobachtet ihr dabei aus einer ähnlichen Position wie bei Resident Evil 4, leicht über der Schulter des virtuellen Protagonisten. Um in der Eiswüste zu überleben, müsst ihr permanent Energie aufnehmen, die Thermalenergie. Dies bringt neben den actiongeladenen Kampfpassagen noch ein strategisches Element in das Spielprinzip. Die Fortbewegung könnt ihr per pedes oder Virtual Suits (VS) bewältigen. VS ist ein Kampfroboter, mit speziellen Eigenschaften. Ihr habt zum Beispiel mehr Schusskraft, könnt fliegen und euch stehen andere Waffen zur Verfügung. Wenn ihr zu Fuß unterwegs seid, habt ihr noch einen Greifhaken, der euch hilft, Gräben und Mauern zu überwinden.

Die Steuerung des Spiels ist kinderleicht und geht Genrefans sofort gut von der Hand. Auch die Specials wie der Greifhaken und die VS sind gut zu steuern. Die Tastenbelegung ist äußerst sinnvoll gewählt und sehr leicht einprägbar. Somit habt ihr Zeit für die bombastische Optik. Es ist das schönste 360-Spiel bisher und das in allen Bereichen. Die Spiegelungen sind perfekt und die Weitsicht atemberaubend. Die Gegner, Szenarien und Zwischensequenzen sind so hervorragend animiert, dass man meint, Pixar hätte seine Finger im Spiel gehabt. Jede Explosion und jeder Schritt durch den Schnee macht mit dieser Optik Spass, vor allem, da es bisher nie geruckelt hat. Das Spiel läuft konstant und untermalt dies noch mit einem großartigen Sound. Mein Verstärker ist bei Lost Planet wirklich gefordert und die Boxen freuen sich über ein wenig Arbeit.

Lost Planet ist das absolute Highlight zum Frühjahr 2007! Die Grafik ist stimmig und wunderschön, während der Sound böse und gewaltig im Wohnzimmer erstrahlt. Die Präsentation ist kinoreif und das Handling ein Traum. Schade nur, dass ihr nach ungefähr elf Stunden den Abspann seht. Dann könnt ihr euch aber noch stundenlang mit den Onlinemodi beschäftigen. Es läuft prima, die Server sind voll und im Multiplayer entfacht das Ganze noch einen anderen Reiz. Bisher das beste Spiel auf der XBox 360.

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