Nintendo – Die Wii mit Kororinpa

Kororinpa

Die Wii bietet sich an, um neuartige Steuerungsmöglichkeiten einfach umzusetzen. Diesmal scheucht ihr kleine Bälle über einen schwebende Ebene und sammelt Rubine ein. Klingt langweilig? Ist es aber nicht!

Zugegeben, es erinnert an die Mutter aller Spiele mit rollenden Bällen, Super Monkey Ball, aber es entwickelt im Verlauf des Spiels seinen ganz eigenen Charme. Ziel ist es in jedem Level, die Ebenen zu überqueren und zum Ziel zu gelangen.

Doch bevor dieses geöffnet ist, müsst ihr alle vorhandenen Kristalle einsammeln. Besondere grüne Kristalle schalten besondere neue Inhalte frei. Mehr müsst ihr nicht beachten. Nun ist eure ruhige Hand gefragt, denn nach kurzen Aufwärmlevels wird es richtig hart. Ihr müsst die Ebenen in den  Levels teilweise auch über Kopf drehen, um so die Strecke zu meistern. Gut die Hälfte der 50 Level hat dabei keinen Checkpoint, was frustriert. In späteren Abschnitten wünscht man sich Gummihandgelenke, da die Strecken wirklich absurde Formen annehmen. Nach den 50 Levels könnt ihr alle nochmals spiegelverkehrt spielen, was dann aber nicht mehr so unterhaltsam ist. Der Solomodus ist also nach einem ruhigen Nachmittag erledigt, weiter im Multiplayermodus. Im Splitscreen könnt ihr gegeneinander auf Zeit spielen. Ihr seht euren Kontrahenten zwar dann auf eurer Strecke, könnt ihn aber nicht berühren, was überhaupt keinen Sinn macht. Trotzdem gefällt es und bringt den einen oder anderen Ausraster hervor.

Besonders die Wahl der Bälle macht Kororinpa interessant. Es stehen euch verschiedene Bälle mit verschiedenen Eigenschaften zur Wahl, die ihr mit neuen Levels freischalten könnt. Hier könnt ihr im Multiplayermodus ein wenig Taktik reinbringen, wenn man es auf die Spitze treibt. So einfach wie das Spiel ist auch die Optik. Aber keine Panik, die Grafik spielt bei dem Titel kaum eine Rolle. Alles wirkt sehr putzig, aber irgendwie auch lieblos. Der Sound nervt recht schnell, ist aber auch nicht so wichtig. Die Steuerung funktioniert nämlich sehr gut. Sehr präzise hetzt ihr euren Ball über knifflige Passagen und nahe an Abgründen vorbei – eine ruhige Hand vorausgesetzt.

Mir gefällt Kororinpa. Es ist zwar nicht besonders lange motivierend, aber die Multiplayerduelle reizen auch nach Wochen noch enorm. Wer auf spannende Knobelspiele steht, sollte sich mit Kororinpa anfreunden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Wii nicht nur für solche Art von Spielen genutzt wird, sondern auch andere Konzepte ihren Weg auf die schönste Konsole im Universum finden.

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