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Gothic III –  Mittelalter und Fabelwelt pur…

Gut ausgestattet mit Pfeil und Bogen sowie breitem Bogenschwert beginnt deine Reise und die  deiner Begleitern. Ein Dorf, das gerade von Orks überfallen wird, fällt euch direkt nach Ankunft vor die Füße. Auf in die Schlacht…

Gothic III knüpft an die Vorgänger 1 & 2 direkt an und schickt dich von der Knastinsel Khorinis direkt nach Myrtana, wo  deine Aufgabe klar wird, die Befreiung.    

Die Orks haben das Königreich von Rhobars II besiegt und versklaven nun die Menschen. Nur noch wenige Menschen sind im kalten Norden und in der Wüste anzutreffen, die hier und da Widerstand gegen die Orks leisten. Einige haben sich sogar als Söldner anheuern lassen und arbeiten für die Orks.

Die Welt vom Königreich Myrtana liegt in der Third-Person-View vor dir, mit zahllosen Details und Weiten, die kein Ende zu nehmen scheinen. Mit einer Vielzahl an Figuren sowie an die 50 bis 60 Tier- und Pflanzenarten, mit 20 Städten und Dörfer kommt bei der Erkundung keine Langeweile auf, zumal deine Wege stets von interessanten wie merkwürdigen Gestalten überquert werden, ob rastende Krieger, die mit einem Plausch dir so manchen Tipp geben, Stellungen der Orks, um die du dich herum schleichen oder auch zum Kampfe auffordern kannst, oder auch nur die kleinen Plagegeister wie Goblins oder fliegende Blutsauger, die erst einmal mit einem kräftigen Schlag ihres Weges verwiesen werden. Jene von ihnen, die dir Böses auf deinen Weg bescheren wollen, kannst du mit rund 100 Waffen und mehreren Flüchen von dir halten…

Welchen Weg du hierbei einschlägst ist dir überlassen, ob du gut oder böse bist, das entscheidest du selbst, denn du hast freien Handlungslauf in Myrtana. Dein Spiel beeinflusst deinen Ruf, so machst du dir in Myrtana einen Namen des guten oder des bösen namenlosen Unbekannten….  Rufpunkte werden sogar für Aufgaben benötigt, so ist es nicht schlecht, dass dein Ruf nicht gleich in ganz Myrtana bekannt wird.

Der Namenlose Charakter wird im Verlauf des Spiels entweder nach Erfahrungspunkten aus dem Quests oder aus der Kampferfahrung in seinen Geschicken besser, so werden Lebenskraft, Mana, Stärke und Ausdauer, Jagd und Alchemie stetig besser. Ihr könnt euren Geschicken mit einen kleinen finanziellen Einsatz bei einem Ausbilder noch eins drauf setzen und euch so zügiger verbessern und lernen.

Gothic III verlangt nach einem leidenschaftlichen Rollenspieler, denn es besitzt eine Spielwelt, die so umfangreich ist, dass es Anfangs schwer ist, sich zurecht zu finden, ganz dem Motto „Wo geht’s lang ? –  laufen wir erst mal los…“. Die Hinweise sind Anfangs sehr spärlich und verlangen Einiges vom Spieler ab, damit nicht die Lust am Spiel vergeht. Durch die Quests, die massenhaft auftreten, verschaffst du dir die nötige Orientierung. Die Quests, die aus Dialogen mit deinen Questgebern bestehen, geben dir die Hinweise, nicht aber etwa die einzelnen Dialogzeilen, sondern das Gespräch mit deinem Gastgeber. So ist es für den Spieler notwendig, die Dialoge genau zu verfolgen, um zu wissen, was zu tun ist, was nicht jedem gefallen könnte.  

Es gibt sehr viele „Non-Player-Characters“ (NPCs), die durchs Gelände laufen, die dich schnell in einen Gespräch fesseln können und dich von deiner eigentlichen Absicht abbringen können, da spontan auf Grund des Gesprächs ein anderer Weg eingeschlagen wird. Abwechslung ist somit stets gegeben.

An meisten hat mich der Sound beeindruckt, der eigens für das Spiel von Kai Rosenkranz komponiert wurde. Er passt sich stets deiner Situation an. Ob im Kampf mit dramatischen Klängen oder der gemütliche Weg durch die Gothic III-Landschaft mit sehr feinen Klängen. So ist es nicht verwunderlich, dass dieser Soundtrack in der 2 Disc Edition mit DVD erschienen ist. Hinzu kommt, dass die Sprachausgabe klar und gut gefasst ist, nur bei unwesentlichen NPC´s gibt es Gesprächsüberlagerungen, so dass es schwer ist herauszuhören, was gerade von wem gesprochen wurde.

Die Grafik ist überzeugend und mehr als auf der Höhe der Zeit und in keinen bisherigen Rollenspiel ist mir eine derartige Spielwelt auf den Monitor gekommen. Gothic III ist mächtig! Lebendig wie kein anderes bisher: Hasen, die im Gras umherziehen, kleine Schlangen, die hier und dort an dir vorbeiziehen, eine Vegetation in allen Facetten, hier und da ein Wolf, ein Wildschwein und und und… Wenn auch hin und wieder Texturflimmern aufkommt oder fehlerhafte Animationen den Gesamteindruck schmälern, ist die Gothic III-Landschaft bemerkenswert und zur Zeit in der Referenzklasse. Die Steuerung erfolgt über Maus und Tastatur und ist individuell einstellbar.

Wer Gothic III flüssig und im Detailreichtum auf seinen PC laufen lassen will, sollte eine 3 Ghz CPU, eine Grafikkarte jüngerer Generation mit 256 MB Grafikspeicher und mindestens 1 GB Arbeitsspeicher haben.

Für Interessierte ist es wichtig, sich das aktuelle Patch zum Spiel zu ziehen. Damit werden alle bekannten Bugs beseitigt, das Patch findet Ihr auf der Gothic III-Website. Das Patch beseitigt die zum Release des Spiels aufgekommenen Kritiken. Für mich ist Gothic III eine Klasse für sich, das bei Fans des Rollenspiel-Genre nicht im Regal fehlen sollte.

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