Beenie Man-Freund und Black Roses Crew-Member erschossen

Für die jamaikanische Musikszene beginnt das Jahr 2005 mit ähnlichem Trouble wie auch letztes Jahr. Ende letzter Woche fiel Gerald „Bogle“ Levy, Tänzer und Urheber etlicher Dances (zuletzt „Row Like A Boat“ passend zu Beenie Mans gleichnamigen Hit) einem Mordanschlag zum Opfer. Wie aus Berichten zu erfahren war, wurde fünfmal auf ihn geschossen, vier weitere Personen wurden schwer verletzt – einer von ihnen ist inzwischen ebenfalls verstorben. Gerüchten zur Folge soll an diesem Anschlag ein weiteres öffentliches Gesicht der Dancehall-Szene – John Hype – beteiligt gewesen sein, denn zwischen ihm und Bogle soll es schon seit längerem heftige Auseinandersetzungen gegeben haben. Kurze Zeit nach dem Anschlag auf Bogle galt vermutlich wiederum ihm ein Anschlag: Hypes Haus wurde durch Molotow-Cocktails in Brand gesetzt. Dancehall-Entertainer Beenie Man, ein enger Freund der Black Roses Crew, welcher Bogle angehörte und deren Leader Willie Haggart bereits vor vier Jahren getötet wurde, hat inzwischen ein hohes Kopfgeld auf Bogle´s Mörder ausgesetzt. Beenie Man hatte auch im letzten Jahr einen schweren Verlust eines Freundes hinnehmen müssen, als dessen Roadmanager und Shocking Vibes-Mitarbeiter und Roadmanager Paul Tyrell erschossen wurde (rap.de berichtete). Der neuerliche Anschlag auf Bogle fand übrigens nach einem Regular-Dance in der Area des Stone Love-Soundsystems statt, welches sich ebenfalls im letzten Jahr mit mehreren Anschlägen auf die eigenen Mitglieder auseinandersetzen musste (wir berichteten). Im Übrigen ist bereits zu diesem Zeitpunkt von mindestens neunzig Todesfällen ähnlicher Art auf Jamaika die Rede. Keine guten Nachricht vom „NO PROBLEM“-Island…

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