Firefly – Stronghold Legends

Keine Angst vor Vampiren und Drachen…

…sollte man haben, wenn man die neueste Entwicklung von Firefly und 2K begutachtet. Schon das Hauptmenü lehrt einen das Fürchten, denn wo ein Drache unvermittelt den Monitor zum Beben bringt, kann man nur hoffen. Firefly und 2K haben sich mit dem Schritt weg von detaillierter Burgensimulation und hin zu Fabelwesen schon im Vorfeld nicht viele Freunde unter den Burglebauern gemacht, aber dennoch ist  ihnen Stonghold Legends bestens gelungen.

 
Das Erste, was einem nach dem Auspacken auffällt, ist das dicke –  im übrigen komplett in Deutsch gehaltene –  Handbuch, das gute Grundinformationen, viele Tabellen und vor allem für Modder & Mapper eine genaue Erklärung des Editors zur Erstellung von eigenen Gefechts- und Kampagnen-Karten. Der Editor hat neuen Funktionsumfang erhalten und bietet nun z.B. Ruinen, Werwolfgruben, Drachennester usw., mußte aber auch Einbußen erfahren  wie bei den Tieren (Wolf, Krähen und  Möwen sind nur noch vorhanden).

Viele Einstellmöglichkeiten zum eigenen Avatar wie auch ein eigenes Wappenlogo, welches im Spiel auf vielen Einheiten angezeigt wird,  sind neu dazu gekommen. Desweiteren wird auch ein Profil erstellt,  das alle Spielstunden und Erfolge speichert –  und das für alle einzelnen Profile. Die Optionen sind auch um zwei neue Features reicher geworden. Man hat nun die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche während des Spiels kleiner oder größer zu machen, was vor allem Spielern mit großen Monitoren zugutekommt,  desweiteren kann man nun auch den „freien Blick“ nutzen, so ist es jetzt möglich über einen Shortcut (Alt-mittlere Maustaste) einen Rundumblick zu machen, was gegenüber der altbewährten Vogelperspektive einen entscheidenden Vorteil bietet.

Das Gameplay und der Multiplayer-Modus wurden überarbeitet und scheinen stabiler geworden zu sein, das Ruckeln ab und an taucht leider immer noch auf, Spielabstürze oder längere Wartepausen  hingegen bemerkten meine LAN-Gruppe und ich  jedoch nicht. Der Spielfluss wurde verbessert, beispielsweise muss man nicht mehr so oft klicken, um Einheiten oder Waren zu kaufen. Ein neues Feature ist auch der automatisierte Einkauf auf dem Markt, wodurch einem mehr Zeit für die Planung der Verteidigung oder eines Angriffs zum Vorteil wird.

Die Einheiten lassen sich jetzt in Formation bringen, welche auch beim Vormarsch beibehalten wird. So kann man jetzt effektiver Gebiete verteidigen. Ruhm und Ehre müssen nun getrennt erlangt werden, aber um an Ruhm zu kommen, müssen sich die Einheiten im Nahkampf gegenüber stehen. Der so erlangte Ruhm wird gesammelt und man kann ihn später z.B. für eine Statue nutzen, die wiederum die Ehre erhöht. Viele Gebäude wurden anders gestaltet und die Produktionsketten optimiert, so wird z.B. Fleisch nicht mehr gejagt, sondern gezüchtet und die Unterkunft nicht mehr mit einem Truppensammelplatz ausgestattet. Kauf und Verkauf sind jetzt in allen Produktionsgebäuden möglich.

Die Grafik insgesamt wurde runter gedreht, was sich aber positiv bei Spielern ohne Highend Grafik-Karte bemerkbar macht, und jedem auffallen sollte, der ein Spiel zu Ende spielen kann, ohne  Softwareprobleme durch eine überforderte Graphik-Karte zu haben. Am Sound wurde auch gearbeitet, nur leider teilweise so, dass er entweder stottert oder ganz ausfällt. Hier wird es bestimmt noch eine Patchlösung geben. Die Sounds der Einheiten sind abwechslungsreicher geworden und bringen den einen oder anderen Lacher. Dieser Effekt hält leider nicht lange an, wenn man den gleichen Spruch zum 100. Mal hören muss.

Fazit:. Mit Stronghold Legends ist Firefly und 2K ein Spiel gelungen, das mit guter Grafik und gutem Sound überzeugen kann, besonders der Multiplayer-Modus wartet mit vielen neuen Einstellungsmöglichkeiten und vor allem spielerischen Neuerungen auf, die das Mehrspieler- Vergnügen wieder zu dem machen, was man sich auch darunter vorstellt. Insgesamt kann man Stronghold Legends also den Titel eines Spieles und nicht den eines Add-ons geben, der vor allem Burglebauern ans Herz gelegt sein soll.

System: PC
Genre: Strategie
Spieler: 1-4 via LAN oder Internet

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