Rasul – Opium Volume 2

Rasul ist zurück: Neun Monate nach seinem letzten Album ist er mit dem Nachfolger-Mixtape  "Opium Vol.  2" am Start. Rasul, ein Ex-Rapper der Münchener HipHop-Gruppe "Square One", legt uns hier ein gut produziertes, nachdenkliches und vor allem gut strukturiertes Album vor, dass eine runde Geschichte darstellt.

Und die beginnt mit dem ersten Lied (nach dem Intro): "Life that I Know". Die erste Singleauskopplung hat einen guten, aber sehr positiv-feierlichen Beat, der das Lied perfekt unterstreicht. Durch "It`s the life that I know, in the hood…, it ain’t easy with the life that I know". wird man in sein Leben eingeführt, quasi der Opener in sein Leben. Durch einen fließenden Übergang gelangt man zu seinem harten Leben: "It’s about 2 go down", dem nächsten Highlight der Platte, das sich durch einen passend harten Beat auszeichnet. Nach dem passablen "Throw em up" und einem Interlude, die im Übrigen sehr zahlreich, aber mitunter lustig sind, gelangt man zu einem ambivalenten Track: "Wargames". Kann ja textlich ein guter Rückblick auf sein Leben sein ("Remember the times, when we were kids, playing wargames in your yard…"), hat eine wunderschöne Melodie, stimmlich finde ich den Refrain aber einfach nur anstrengend. Es klingt nach einer trance-mäßigen-schlecht-gemachten Music-Instructor-Stimme. Textlich gut, aber der Refrain ist leider nur nervig. Nach dem guten "Hard Times" kommt dann das melancholische "Insane", das von der Laune erzählt, die sicher jeder Mal hat, wenn er sich abgenutzt fühlt. Auf einen Klatsch-Beat rappt Rasul die traurige Hook: "And now, I don’t mean to complain, I’m just tired of constantly eating the pain…, i’m just saying I`m going insane". Danach folgt das romantisch-melodische "Love of my life", was ich als Liebeserklärung an die Musik sehe, aber auch an eine Frau gedacht sein kann. "You are the love my life, never reach to far, i`m holding you tight". Dass man noch mehr von ihm erwarten kann, kündigt er mit dem darauf folgenden harmonischen "Trilogy" an. Nach mehreren guten ("Beirut", "It ain’t easy" "Thank U") und eher langweiligen Liedern ("Aha" und "Slave"), folgen dann die beiden letzten Highlights der Platte und gleichzeitig die beiden letzten Tracks der CD. Zuerst featueret das traurige Liebeslied "Bottom of my soul"  "Kaled Ibrahim". Eingeschlossen von sehr schnell gerappten Strophen Rasuls singt Kaled mit einer wunderbar souligen Stimme die Hook. Als letztes Lied folgt dann der für mich gelungene Abschluss der Geschichte: "Kings & Crookz", sein Label. Guter Beat, guter Flow und vor allem eine tanzbare Hook. "Everybody say Kings & Crookz", mich eingeschlossen.

Insgesamt ist es ein sehr gut durchstrukturiertes Album, bei dem die Lieder miteinander harmonieren und abwechslungsreich sind. Als besonders gut sticht die Musik hervor, die das Album alleine hörenswert macht. Ein großes Lob geht hier an Rasuls Produktionsteam bei Kings & Crookz, a.k.a Sashliq, Monroe und Crada. Ein gelungenes Album: nachdenklich, musikalisch unterhaltsam und ein guter Flow. Diese Geschichte hat Spaß gemacht. Danke!

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