J Dilla – The Shining

An dem Tag an dem Jay Dilla starb, hörte ich die News zunächst im Radio, bevor mich zahlreiche Freunde und Bekannte anriefen und mir vom Tod des Meisters mit Entsetzten erzählten. Wer sich nun fragt, was diese Einleitung soll, sie soll zeigen, wie treu die Fans des Detroiter Masterminds waren- und hoffentlich auch weiterhin sind. Denn das neue Album ist draußen und beim anhören, schmerzt es noch mehr, dass einer der großartigsten Produzenten der Gegenwart nicht mehr ist…

Einige Monate nach seinem Tod, erscheint nun Dillas letztes Werk, „The Shining“. Zweifelsohne das Album, welches sich jeder HipHop-Fan im Jahre 06 kaufen muss.
Tracks wie „Love“ feat. den wieder erstarkten Pharaoahe Monch oder mein persönlicher Favorite „Baby“ feat. Madlib & Guilty Simmons beweisen zweifelsohne welches Genie der HipHop Welt verloren ging. Die Art wie es bei Dilla groovt ist nicht nur unverwechselbar, sondern war und ist gleichfalls universell. Sowohl im Club dürfte sich der ein oder andere Track spielen lassen, wie auch im heimischen Wohnzimmer.

Weiter über jeden einzelnen der 12 Tracks großartig etwas sagen zu wollen, erübrigt sich nach meinem Ermessen. Jeder, der sich auch nur im geringsten jemals für Dilla interessiert hat, wird an diesem überdurchschnittlichen Album des Meisters, nicht vorbei kommen.

Dilla hat die Beast verrückt geflippt wie eh und jeh, den Funk nicht vergessen und mancher Beat strotzt nur von minimalistischer Genialität.
Leider ist dieses Album mit am Ende leider nur 12 Tracks zu kurz, aber damit ist seine letzte Veröffentlichung gewissermaßen eine Parallele zu Dillas Lebenslauf (auch wenn dieser Vergleich dem ein oder anderen etwas an den Haaren herbei gezogen scheint).

Ebenfalls etwas traurig ist der Kurzauftritt Bustah Rhymes, der auf Dillas letztem Album eben jenem zweiten Teil seines Namens kaum gerecht wird: er gibt im Intro nur den Einpeitscher. Aber dafür sind neben den zuvor erwähnten Künstlern noch Common, Med, Black Thought, J Rocc oder auch das Goldkelchen Dwelle mit von der Abschiedspartie. Klasse Line Up fällt mir da nur ein!

Auch ohne den tragischen Hintergrund ist "The Shining"  ein großartiges Album und verdient es oft gehört zu werden

Da bleibt nur eines und auch wenn’s ausgelutscht ist: Jay Dee Rest In Peace.

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