Burnout 3 – Takedown (XBOX)

Der lang ersehnte dritte Teil der beliebten Burnout-Serie ist da. Das Rennspiel sorgte wegen seiner hohen Geschwindigkeit bereits 2001 für Furore. Teil zwei der Serie führte das absichtliche ‚Crashen‘ der Fahrzeuge als eigenständiges Spielelement ein, welches mit dem restlichen Gameplay aber nichts am Hut hatte.
In Burnout 3 – Takedown warten erneut diverse aufgemotzte Boliden auf euch, mit denen es gilt, viele Punkte zu sammeln und dabei gut auszusehen. Ob der dritte Teil also weiterhin für Aufsehen sorgen kann, wird der Test zeigen.

Gib Gummi!
Nach Acclaims bedauernswertem Abgang der Videospielindustrie ist nun der dritte Teil in der Hand von Electronic Arts, wird aber stets von der britischen Softwarefirma Criterion Studios entwickelt.Die Burnout-Serie erfreute sich großer Beliebtheit nicht zuletzt auf Grund innovativer Spielkonzepte. Diese Tradition wird auch im dritten Teil weitergeführt. Erneut setzt ihr euch hinter das Steuer von 72 aufgemotzten Karren und führt halsbrecherische Manöver aus, um so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Die Königsdisziplin ist dabei, den Gegner von der Piste zu verdrängen und sich selbst elegant aus der Affäre zu ziehen.

Der ‚Crash-Modus‘ dürfte wohl der beliebteste Modus in Burnout sein. Es geht erneut darum, einen möglichst hohen Schaden zu verursachen. Auf 100 verschiedenen Straßenabschnitten könnt ihr die sprichwörtliche Sau rauslassen. Die toll inszenierten Kollisionen werden indes nicht so schnell langweilig, da sich die einzelnen Crash-Situationen im Schwierigkeitsgrad ebenso wie in den vorhandenen Möglichkeiten immer weiter steigern. Im Verlaufe der Crash-Events muss man sich schon einiges einfallen lassen, um eine Chance auf die Goldmedaille zu haben.

Neben dem beliebten Crash-Modus ist der Burnout 3 World-Tour-Modus der Dreh- und Angelpunkt in Teil drei. Dieser beinhaltet eine Reihe verschiedenster Events. Erfreulicherweise sind wir nicht gezwungen, linear vorgegebene Rennen austragen zu müssen, sondern haben praktisch immer die Wahl aus mehreren Herausforderungen.
Für jedes erfolgreich bestandene Rennen oder jeden erfolgreich absolvierten Crash werden weitere Events freigeschaltet. Nach wie vor bereiten alle Events einen gigantischen Spaß. Es ist noch keinem Rennspiel derart brillant gelungen, den Geschwindigkeitsrausch und das Schadensmodell der deformierten Vehikel so gut darzustellen – aber auch die neuen Features wie ‚Impact Time‘ und ‚Takedown‘ sorgen für jede Menge Unterhaltung.

Im Falle eines Crashs können wir das eben genannte Feature (‚Impact Time‘) gleich auf die Probe stellen. Ab dem Zeitpunkt des Unfalls läuft das gesamte Geschehen in Zeitlupe ab. Während also unser virtueller Schrotthaufen durch die Luft segelt, hat man die Möglichkeit, die Flugrichtung des Wracks noch zu beeinflussen. Auf diese Weise kann man versuchen, noch weitere Fahrzeuge in den Unfall zu involvieren. Diesbezüglich bieten sich vorzugsweise gegnerische Fahrer oder große Fahrzeuge wie LKWs oder Busse an. Vor allem die großen Boliden können eine Menge Schaden anrichten, insofern sie sich quer stellen und die ganze Straße blockieren.

Der Fokus bei den Rennen liegt auf dem Beseitigen der anderen Rivalen und nicht auf dem Kollidieren im Straßenverkehr. Dieses beschränkt sich eher auf den Crash-Modus.
Ganz gleich, welchen Modus ihr gerade spielt, ein wichtiges Element darf in Burnout nicht fehlen, nämlich der Turbo. Die Turbo-Leiste füllt sich nach wie vor auf, indem ihr an anderen Autos nahe vorbeifahrt.

Um der Langeweile Einhalt zu gebieten, haben sich die britischen Boys von Criterion Studios insgesamt neun verschiedene Rennarten einfallen lassen. Die diversen Rennarten haben unterschiedliche Endziele.
Während ihr beispielsweise bei ‚Race‘ Erster werden müsst, besteht eure Aufgabe in ‚Road Rage‘ darin, alle Gegner auszuschalten, und in ‚Eliminator‘, mächtig aufs Gas zu drücken, denn der jeweils langsamste Fahrer fliegt raus.

Zähe und hartgesottene Rennspiel-Freaks sollten sich trotz der riesigen Palette an Events und der etwas gewöhnungsbedürftigen und ausbaufähigen Steuerung nicht aus dem Konzept bringen lassen, denn bei Burnout 3 – Takedown, wird man mit jede Menge Extras wie Trophäen, neuen Fahrzeugen und neuen Spezial-Events belohnt. Haltet euch ran, es lohnt sich!

Blendend!!

Die Grafik bei Burnout 3 – Takedown (XBOX) ist schlichtweg ein Meisterwerk! Trotz der nicht allzu hohen Polygonzahl der Auto-Modelle dürfte die Grafik so ziemlich das Beste sein, was man bis dato in diesem Genre vor die Linse bekommen hat. Die realistischen Spiegelungen, die tollen Lichteffekte sowie der unvergleichbare Geschwindigkeitsrausch sind brillant in Szene gesetzt und vermitteln ein unglaublich dynamisches Fahrgefühl.
Aufgrund des hohen Geschwindigkeitseindrucks bekommt man bedauerlicherweise die gesamte Detailflut nur selten wirklich bewusst mit. Die Kollisionen sind ebenfalls ein Augenfänger und das Schadensmodell vom Feinsten. Überall sieht man etwas Blech und Glas splittern – alles absolut naturgetreu gehalten.
Action-Einlagen wie spektakuläre Sprünge und wagemutige Stunts sind ebenfalls sehr schön anzusehen.

Sound-Inferno!

Nicht nur die Optik sondern auch die Soundkulisse ist dem britischen Entwickler-Team besonders gut gelungen. Mittels Dolby Digital kommen alle XBOX-Besitzer in den Genuss eines extrem satten, basslastigen Surround-Sounds.
Besonders schön vernehmbar sind das Schaltgetriebe und der Turbolader, aber auch der Klang von splitterndem Glas und sich verbeulendem Blech kommen sehr authentisch daher.
Kurzer Rede langer Sinn, mit einer vernünftigen Surround Anlage: das reinste Fest für die Ohren! Wer nicht viel übrig für Rock-Tunes hat, dem bietet Criterion die Möglichkeit, den eigenen Soundtrack auf der XBOX aufzufahren.
Sehr angenehm ist der Fakt, dass ihr selber darüber entscheiden könnt, welche der Musikstücke gespielt werden. Nervt euch ein Song, deaktiviert ihr diesen einfach.
Doch nicht nur die Songs lassen sich deaktivieren, sondern auch der Sprecher. Hier werden sich die Geister scheiden, denn im Gegensatz zu der englischen Sprachfassung tritt dieser in der deutschen Sprachfassung außerordentlich nervtötend in Erscheinung.

Fazit
Mit Burnout 3 – Takedown präsentiert uns EA ein rasantes, bahnbrechendes Rennspiel. Das Spiel besticht durch seine beeindruckende Optik und einen tollen Sound.
Die Steuerung weist einige Mängel auf. So steuern sich einige Fahrzeuge etwas unrealistisch. Die Auswahl an Modi ist grandios, die Streckenauswahl abwechslungsreich Die Spieltiefe ermöglicht eine enorm lange Spieldauer und hebt die Motivation.
Besonders erfreulich ist die heutzutage schon fast unverzichtbare Online-Kompatibilität. Sehr vorbildlich ist die Implikation eines 60Hz-Modus und einer 16:9 Breitbild-Option.

Zusammenfassend ist Burnout 3 – Takedown ein Pflichtkauf für alle Renspiel-Fans mit Hang zum Action-Gameplay. Alle anderen Liebhaber des Rennsports mit Hang zur Simulation sollten sich eher das heißbegehrte Gran Turismo 4 zulegen.

Pro
– bombastische Grafik
– famose Soundkulisse
– lange Spieldauer
– prächtiger Geschwindigkeitsrausch
– Online-Unterstützung

Contra
– nerviger DJ
– keine englische Sprachfassung

Entwickler: Criterion Games
Hersteller: EA
USK: ab 12 Jahren
Spieler: 1-8
System: XBOX

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