Da Beatminerz – Fully Loaded With Static

Nachdem es in der Vergangenheit ja ziemlich ruhig um das Black Moon-Camp geworden ist, meldet sich nun Produzent und DJ Evil Dee mit seinem Beatschmiede-Partner Mr. Walt zurück aus der Abstinenz. Da Beatminerz ziehen im Jahre 2005 ein weiteres Mal hinaus in die farbenprächtige Welt des HipHop und bieten dem Zuhörer einen Hörgenuss der besonderen Art. Das Duo zeichnete sich ja schon von Anbeginn seiner Karriere durch die Affinität zum Sampling aus, und man möge versichert sein – sie sind ihrem Stil treu geblieben!Wiedereinmal konnten Da Beatminerz einen Großteil der Heroen des Undergrounds dazu bewegen, ihr Producer-Album mit ihrem poetischen Gedankengut zu bereichern. Sogar einem leicht in Vergessenheit geratenen KRS One konnten die Herren mit ihrem Beat zu „Let’s Go“ eine Höchstleistung abringen. Weiter geht’s mit Wordsworth und Last Emperor, die „It Ain’t Enough“ mit ihrer guten Zusammenarbeit zu einem Kopfnick-Banger machen. Zwischen J-Lives „O“ und dem Dilated Peoples -featurenden „Live From Master Control“, das ihnen wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint, befindet sich ein kleiner gesanglicher Exkurs „Woman / Lady“, ein schokoladiges Stück Soul.Dann eine 180-Grad-Wendung, denn der Track „HipHop“ ist in keinster Weise eine Hommage an die Kopfnicker-Fraktion, sondern wird mit Sicherheit auch motorische Bewegungen unterhalb der Leiste verursachen. Sha Lumie berappt hierauf seine Liebe zur Kultur. Auch dem jamaikanischen Reggae-Volk huldigen Da Beatminerz mit ihrer Version von sonnigen Vibes zu „Mafia Don“, das von Last Emperor berappt wurde. Natürlich durfte auch die überragende Jean Grae nicht fehlen, die „U..Me..All ov us!“ mit ihrem nicen Flow zu einem weiteren Highlight des Albums macht.„Check One, Two“ kommt mit seinem, auf ein Drum-Solo reduzierten, Beat ziemlich roh daher und bietet den hierauf gefeatureten MC’s Larry Thomas, Poison Pen, Karnegie & J-Zone eine hervorragende Plattform, ihre Skillz unter Beweis zu stellen. Das von Mystic berappte „Pull Your Card“ sportet eine sehr eingängige Melodie, die es dem Zuhörer unmöglich macht, sich der von ihr ausgehenden Magie zu entziehen. Danach darf noch einmal ein Sänger an den Start. David Banks besingt „That’z Y“ und bekommt von mir hierfür die Höchstnote. Hier geht’s nicht um Frauengeschichten, sondern um das alltägliche Leben und Probleme finanzieller und familiärer Natur. Das Schlusslicht bildet ein weiteres Mal der überragende Wordsworth. Auf „Came To Do“ gibt er einige Lebensweisheiten zu Protokoll und offeriert dem Zuhörer einen enormen Spaß-Faktor.Da Beatminerz haben mit diesem Projekt ein atmosphärisch extrem dichtes Werk geschaffen und steigen mit „Fully Loaded With Static“ im HipHop-Olymp eindeutig um einige Stufen hinauf.

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