Elec und Funky – Elec und Funky

Um ehrlich zu sein: Ich weiß tatsächlich nicht allzu viel über die beiden, die sich da Elec und Funky nennen. Um ganz ehrlich zu sein, weiß ich tatsächlich nur, dass sich die Herren im Berliner Game tummeln und kürzlich den Release der im Folgenden vorzustellenden EP zu feiern gedachten. Ich erhielt zur EP – von der ich wirklich und wahrhaftig auch keinen Namen zu nennen weiß – auch keinen Promo-Beipackzettel und selbst die Web-Page der beiden verrät nicht viel. Demnach weiß ich auch nichts über Elec zu sagen, sehr wohl aber über den Begriff funky, der sich selbst erklärt. Funky steht zunächst für die Verniedlichung und das Abfeiern des Musik-Stils Funk, wird aber auch immer wieder bei Gesprächen dieser Art verwendet:Er so: „Wie würdest du den Sound beschreiben wollen?“ Und sie so: „Hm…schwer zu sagen. Ein bisschen HipHop, aber irgendwie auch elektronisch. So Booty-Bass- mäßig, ging auf jeden Fall in die Beine…irgendwie funky.“Aber zurück zu Elec und (irgendwie) Funky. In erster Linie sei erwähnt, dass die fünf präsentierten Tracks dieser EP so überhaupt nicht nach Berlin klingen wollen, dafür versprechen die beiden Herren fette Beats und dicken Style. Und obgleich mich an ein paar Stellen das Gefühl beschleicht, dass bei den Produktionen bei ein paar amerikanischen Vorbildern XY abgeguckt wurde, kann man getrost festhalten, dass den Beats eine gewisse Fatness nicht abzusprechen ist. Ein permanent vorherrschender, dicker bis furztrockner Bass fordert ordentliche Boxen und Volume auf Maximum. Nicht ganz meinem Geschmack entsprechen die etwas aufdringlichen Pop-Refrains der teilweise dafür hinzugezogenen Lady im Background. Am Ende mag es aber genau das sein, was die Sache irgendwie funky macht. Keine Ahnung, welchem Anspruch dies zu Grunde lag. An den getexteten Arbeiten ist generell nichts auszusetzen. Offensiv gedisst wird nicht wirklich, eher wird darauf hingewiesen, dass hier zwei Dons rude am Werk sind und den Shit rocken – „…mal slow, mal hektisch…“. Ab und an darf geschmunzelt werden, was ja generell so auch nicht schaden kann, wenn man in der Lage ist, vom hiphopschen Bierernst nur einen Moment lang abzusehen. Nur der Rein-Flow scheint etwas festgefahren. Das merkt man nicht direkt bei Lied Nummer eins oder zwei, jedoch kann es im folgenden passieren, dass der Hörer eventuell festzustellen meint, dass er den laufenden Track gerade eben schon mal gehört hat, was nur durch den wörtlichen Unterschied widerlegt wird.Weil der Output von Elec und Funky aber durchaus einen gedanklichen Ansatz von „da geht noch was“ hinterlässt, zittert mein Daumen zu Beendigung der Scheibe eher nach oben als nach unten. Und sie so: „…irgendwie funky.“

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