Lakmann prophezeit baldiges Ende der „Deutschrap-Blase“

Lakmann hat bereits den ersten großen Deutschrap-Hype miterlebt – und dessen Zerfall. Nun schwimmt Lakmann zwar nicht unbedingt auf der momentanen, ungleich größeren, Welle mit, prophezeit aber deren baldiges Ende. In der neuen Ausgabe des Juice Magazins prognostiziert der Wittener: „Ich sehe jetzt schon, wie die Blase platzt. Die Leute meckern ja immer erst, wenn es schon zu spät ist. Aber wenn Veranstaltungen wie die Tapefabrik und Tanz in den Mai in Kassel abgesagt werden, und auch das HipHop Open dich macht, dann sind das erste Anzeichen dafür. Es wurde wieder zu schnell gemacht. Und das wird nun auf dem Rücken der Kultur ausgetragen.

Eine Beobachtung, die durchaus mit Sorge wahrzunehmen ist. Weiter schildert er auch: „Keiner hat mehr Bock, sich Blogs  und Videos […] anzuschauen.“ woraus resultiere: „In ein, zwei Jahren müssen Labels wieder durch eine Dürreperiode gehen, viele Leute werden abspringen und Rapper wieder gedroppt.“ – er selber sei aber vorbereitet. „Ich habe mit Eartouch meine kleine, gemütliche Indie-Heimat und hoffe, dass die paar tausend Leute mich weiter supporten – unabhängig von Tälern, Hypes und Blasen.

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3 KOMMENTARE

  1. Ohne selber ein Schwarzseher zu sein, glaube ich dass er da Recht haben könnte. Die krassen Hypes der meisten großen Rapper gehen langsam vorbei, viele enttäuschen mit ihren neuen Alben (siehe alleine mal das gesamte Selfmade-Lager…) und so viel Potenzial in neuen Talenten sehe ich aktuell nicht. Klar es gibt schon einige (Karate Andi oder gerade im Bereich Straßenrap, z.B. Nimo oder KALAШ) aber insgesamt sieht es nicht so rosig aus. Kaum Künstler können sich so lange im Game halten wie z.B. ein Bushido ohne ihren Stil komplett umzukrempeln oder nur noch gehatet zu werden. Mal schauen was Cla$$ic, ZHT4 und die SSIO-LP bringen, ich glaube aber nur von SSIO, dass es überragend werden könnte.

  2. Das ganze ist meiner Meinung nach nicht nur eine Frage des Business und wie schnell da irgendetwas gemacht wurde. Meiner Meinung nach muss der aktuelle Deutschraphype einfach enden, weil Rap nicht mehr originell ist. Rap ist Meterware geworden. Im Moment sehe ich auch keinen Ausweg. Da wo Rap im Moment steht kommt er nicht weiter, aber in die Vergangenheit kann sich Rap auch nicht bewegen. Mitlerweile gibt es die Rapper, die wie die Rapper rappen, die früher so gerappt haben wie die von ganz früher gerappt haben, weil früher alles besser war. Also versteht mich nicht falsch. Auch ich mag den Rap von früher. Aber man kann ihn heute nicht mehr nachmachen. Das war Ausdruck eines Zeitgeistes.
    Was Rap bräuchte wäre eine echte Innovation. Doch machen echte Innovative Menschen heutzutage noch Rap? Draußen auf der Straße hört irgendjemand Kurdo… ich glaub ich muss brechen.

  3. ist doch gut, wenn zynische machos uns enttäuschen. ent-täuschen! es gibt genug gute rapper! dieses gefasel vom untergang ist so lächerlich –

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