Angie Stone – Stone Love

Für Angie Stone einen Superlativ zu finden ist weitestgehend unnötig – Angie Stone ist der Superlativ!Miss Stone, die sich in den frühen Tagen ihrer mindestens zwei Jahrzehnte umfassenden Karriere noch Angie B. nannte, machte sich zunächst vor allem auch als Songwriterin für Leute wie D´Angelo, Mary J. Blige oder Erykah Badu einen Namen, wenn sie nicht gerade im Background von Meister Kravitz sang. Der definitive internationale Durchbruch gelang ihr jedoch mit dem platin-veredelten Album „Black Diamond“, an das dessen Nachfolger „Mahogany Soul“ mühelos anknüpfte. Die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte liegt nun vor, und ich schmelze bei jedem einzelnen Titel des aktuellen Albums „Stone Love“ dahin. Mehr Soul in einer Person ist wohl kaum schaffbar. Auch wenn Angie uns damit mehr oder weniger gibt, was wir erwartet haben, ist sie zugleich immer noch für Überraschungen gut. So gibt sich zur Einleitung der Platte beispielsweise Snoop „Nigga that ´s the shit“ Dogg in „I Wanna Thank Ya“ die Ehre, einem Titel, der trotzdem eher funky als hardcore wurde. Oder – um es in den Worten Snoops zu sagen: „a jazzyfizzle-productshizzle“. Noch Fragen? Die übrige Feature-Liste liest sich wie ein Who Is Who der geschmackvollen Entertainment-Spitze. Vertreten sind u.a. Betty Wright, Floetry und Anthony Hamilton. Nicht minder geschmackvoll sind die von Angie gepickten Samples. So wurde z.B. für den Titel „I Wanna Thank Ya“ das großartige „Come Into My Life“ von Joyce Sims verwendet, für „Lovers´ Ghetto“ hat man die Stücke „Adventures In The Land Of Music“ Dynasty aus dem Jahre 1980 (einigen vielleicht auch bekannt durch Camp Lo´s „Lucini“) – und „Lady In My Life“ des Jazz-Musikers Rod Temperton verarbeitet. Ich für meinen Teil bin sprachlos – „Stone Love“ besticht durch Klasse! Und wem es nun partout noch um einen Superlativ gehen muss: Angie Stone ist die Queen der Black & Blue–Royalties. Absolut und unumstößlich!

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