Rap gegen Assad

Die Weltöffentlichkeit hat sich zwar größtenteils abgewandt, dennoch geht der Volksaufstand in Syrien unvermindert weiter. Das Regime reagiert auf die anhaltenden Protest und die Forderungen nach einer Demokratisierung mit brutaler Repression. Wieviele Demonstranten bisher getötet wurden, ist unklar, Augenzeugenberichte legen allerdings nahe, dass es um mehrere hundert Tote geht.

Wie schon bei der tunesischen Revolution im Januar kommt Rap erneut eine tragende Rolle zu, wenn es darum geht, den Protest zu verbalisieren. Syrische Regimegegner haben sich unter dem Namen Dear Leaders Of The Free World (deutsch etwa: An die Führer der freien Welt) zusammengeschlossen und ein Rap-Video bei YouTube veröffentlicht, in dem sie alle demokatisch gewählten Staatenlenker auffordern, der Oppostion zu helfen und den syrischen Diktator Bashar Assad am Töten zu hindern. Namentlich genannt wird neben US-Präsident Obama und dem kleinen Franzosen Sarkozy auch der deutsche Bundespräsident Christian Wulff.
 

Falls sich jemand fragt, woher die Dear Leaders Of The Free World das geile Sample für ihren Beat haben – unterlegt ist der Assad-Diss der etwas anderen Art mit der syrischen Nationalhymne. Richtig geiler Rap ist das ganze natürlich eher nicht – aber darum geht es hier auch gar nicht. Dass die syrischen Regimegegner sich für Rap als Ausdrucksform entschieden haben, zeigt jedenfalls, wieviel revolutionäres Potential in unserer Lieblingsmusik immer noch steckt. Faust hoch!
 

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