Tech über das Independent-Dasein

Tech N9ne aus Kansas City, offiziell bester Rapper der Welt,  hat mit seinem Independent-Label Strange Music das Kunststück fertig gebracht, auf Platz 4 der Billboard-Charts einzusteigen und innerhalb von vier Wochen über 100.000 Einheiten seines aktuellen Albums "All 6’s And 7’s" abzusetzen. Im Interview mit AOL’s The Boombox erläuterte er nun die Vor -und Nachteile seines Independent Daseins. Während er mittlerweile von etablierten Major-Artists wie Lil‘ Wayne, Busta Rhymes oder Nas Respekt und Unterstützung erfahre, machten es ihm die Radio-und Fernsehstationen nach wie vor schwer:
"I had no idea that Nas and Damian had respect for me. Nas would be like, ‚Come out on stage, Tech. Rock with me.‘ That’s crazy to me. […] The cons are that you will have no videos on TV and no songs on the radio. The radio game cost a lot of money, man. I would rather put my money into tour buses, merchandising and shows."

Gerade wurde sein vor Kreativität überbordendes Video "He’s A Mental Giant" vom Sender BET (Black Entertainment Television) mit der Begründung abgelehnt, es würde nunmal nicht in ihr Format passen.  Aufgrund seiner Gesichtsbemalung, der teilweisen sehr verrückten Texte und der loyalen, teils fanatischen Fanbase sei der Eindruck entstanden, er wäre eine Art Sektenführer oder gar ein Teufelsanbeter: "They were talking about me being a cult leader. Can you imagine being in a place early on where outside of Strangeland everybody calls you a devil worshiper or a cult leader and your own people — black people — are not even coming to your shows?"

Dies zu ändern und in Zukunft mehr schwarze Fans für sich zu gewinnen, sei nun eines seiner Hauptanliegen. Finanziell gehe es Strange Music dagegen blendend, was Tech aber gar nicht an die große Glocke hängen möchte: "I don’t want my picture up on a billboard saying that I won $15 million [laughs]. I didn’t want that to get out. But it’s out there now. It’s a real fuckin‘ number and I hate it."

Man kann’s mit der Bescheidenheit dann aber auch übertreiben.

 

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