DMX: Doch keine Drogen

Wer kennt sie nicht, die gelben Rauchervierecke an Bahnhöfen? Und auch die zickigen Blicke mancher Nichtraucher, wenn der man sich ausserhalb des Nikotinabhängigen-Schutzreservates seinen Glimmstängel ansteckt. Und genau darum, und eben nicht  um einen positven Drogentest, ging es, als man sich im Arizona Departement of Correction dazu entschied, sich doch nicht so schnell von DMX trennen zu wollen (wir berichteten).
 
Nach Ansicht eines Gefängnisaufsehers habe DMX nämlich lediglich außerhalb des Raucherbereichs gequalmt, woraus sich ein kleinerer Konflikt ergab: “As far as him smoking in jail, there is an area where inmates are allowed to smoke. A guard felt that DMX was smoking outside of a designated lined area in the smoking court and started harassing him, which resulted in the charge", sagte ein Vertreter des Rappers gegenüber allhiphop.com. Das Ganze ist übrigens schon eine ganze Weile her, und von härteren Drogen kann gar nicht die  Rede sein: “DMX never snuck anything into the prison”, so der DMX-Vertraute weiter. Nächste Woche kommt der Rapper nun endgültig frei.

Wie man sich nach längeren Knastaufenthalten zu verhalten hat, kann er sich ja von Gucci Mane erklären lassen, der weiß nämlich, wie das geht und hat es gegenüber hiphopdx.com auch bereitwillig erklärt. Punkt Eins: "First thing I did, I just got my feet planted on the ground". Also ab ins Studio und fünf Tracks "bangen", halt diesen "new hits that people need to wait on". Zum Beispiel für das angekündigte Ferrari Boyz-Album mit Sportsfreund Wacka Flocka Flame, das wir gespannt erwarten. Und das wichtigste: Niemals planen. Auch große Kunst wie Goochs Eistütentattoo sei schließlich – locker weg – an einem ganz normalen Tag entstanden, quasi aus einer Laune heraus: "No different than a normal day. I ain’t put too much planning into it at all.”. 
Übrigens: Bevor wir das Thema Gefängnis abschließen: Der wegen Drogenbesitzes inhaftierte T.I. wird nach fast 11 Monaten Haft im September freikommen. Diese Ansage macht er in einem offenen Brief an seine Fans, der ebenfalls auf hiphopdx.com veröffentlicht wurde.

Fehlmeldungen wie der vom DMX’schen Drogentest kommen leider nunmal vor – als Appell an den kritischen Blick, zitieren abschließend Nicki Minaj, die sich offensichtlich intensiv mit dem Thema Medienkritik ausseinandergesetzt haben muss: "The media could pee on ur leg & tell u its raining. You’d believe it", twitterte sie. Woher diese Wut? Das US-amerikansiche Klatschmagazin TMZ.com berichtete, laut Nicki fälschlicherweise, dass ihr Kumpel Safaree Samuels ihr gegenüber handgreiflich geworden sei, sie sogar mit einem Handkoffer geschlagen haben soll. Aber wer, so fragte sie auf Twitter, würde ernsthaft glauben, dass ein Mann sie schlagen könne, ohne dass sie ihm danach umgehend die Eier langziehen würde? Handfestes Argument. Ob es auch handfester ist, als der auf hiphopdx.com zitierte Polizeibericht, davon muss sich jeder selber ein Bild machen: Laut diesem sollen nämlich einige Officers die Handgreiflichkeiten tatsächlich beobachtet haben.

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