Yelawolf wettert gegen Hacker

Wie dank der Bemühungen einiger Hacker bekannt, ist Shady-Records-MC Yelawolf ein "Gangster of Love" – so der Name des von Unbekannten geleakten Tracks.

Das Album "Radioactive" des Rappers aus Alabama,  soll zwar erst am 27. September erscheinen, der Song wurde aber schon am vergangenen Wochenende ins Internet gestellt, weshalb Yelawolf für die Hacker alles andere als Liebe übrig hat. Vielmehr wettet er auf deren schwanzlutschende Mutter, dass sich die "Internet goons" niemals vor sein leibhaftiges Antlitz trauen würden: "Hey to who ever leaked Gangster of Love … I BET ON YOURE cock sucking mother You won’t show you’re face round HERE !!! Say somethin?", twitterte er am Sonntag. Die Wette dürfte der Rapper dank seines einladenden Tonfalls vermutlich gewonnen haben.

Aber passiert ist passiert, und lässt sich auch nicht mehr rückgängig machen. Den von dem Youtube-Account FoolDuke hochgeladenen Yelawolf-Song wollen wir euch daher auch nicht vorenthalten:
 

Die Wut des Musikers ist durchaus nachvollziehbar: Nicht nur, dass das Downloaden von Musikalben aus dem Internet mittlerweile bei großen Teilen der Hörerschaft gang und gäbe ist – wenn nun schon Monate vor geplantem Releasedate Stücke des Albums im Netz kursieren, hat das sicher eine extrem demotivierende Wirkung auf Musikschaffende.

Auch Rapper aus dem deutschsprachigen Raum, wie zum Beispiel der Österreicher Nazar, äußern sich immer wieder kritisch bezüglich dieser Art der Musikbeschaffung. In einem kürzlich geführten Interview mit rap.de sprach er sogar davon, seinen weiteren musikalsichen Werdegang aufgrund dieser Entwiclungen in Zweifel zu ziehen: "Es geht dabei nicht nur um das Finanzielle, aber wenn es schlussendlich so aussieht, dass man nur noch für die Internetwelt Musik macht – dass man zwar sieht, dass man eine riesengroße Fanbase hat, aber es da absolut keine ehrlichen Käufer mehr gibt, dann fühlt man sich natürlich extrem verarscht."

rap.de meint allerdings, dass die Musiker anstatt herumzujammern und alten, vergangenen Zeiten nachzutrauern, lieber nach vorne schauen und neue Vermarktungswege für ihre Kunst erschließen sollten. Neben dem reinen Erlös aus den Plattenverkäufen gibt es auch noch andere Einnahmequellen: Zum einen die Liveauftritte — den eingangs erwähnten Yelawolf dürfen wir zum Beispiel kommendes Wochenende auf dem splash! bestaunen. Noch fortschrittlichere Künstler können aber zum Beispiel auch damit Geld verdienen, sich selbst als Werbeobjekt zu vermarkten, wie etwa  RAF 3.0 in folgendem Clip für einen Energy Drink:
 

Bevor jetzt mit Rucksäcken geschmissen und dazu "SellOut!" gebrüllt wird: Alben kaufen gegen SellOut. Oder nicht so viel herumbrüllen. Sucht’s euch aus.
 

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