Jay-Z erklärt Klassiker

Während sich so mancher Rap-Head fragt, wann er denn nun den letzten wirklich zeitlosen Klassiker zu Ohr bekommen hat, erhielt Uns Hova gerade mit vier seiner Songs Einzug in die Top-500 der besten Songs aller Zeiten. Die höchste Platzierung in der vom Rolling-Stone-Magazin aufgestellten Liste belegt dabei das Duett mit seiner Angetrauten, "Crazy In Love", auf Position 118. Dahinter folgen "99 Problems" (172), sein Feature mit Rihanna, "Umbrella" (412) sowie die Collabo mit U.G.K., "Big Pimpin" (467).

Jay nutzte die Gelegenheit, um gleich noch zum Besten zu geben, was denn aus seiner Sicht einen echten Klassiker ausmache: Neben den Schlüsselelementen wie Melodie, Emotion, einem starken Statement und großartiger Produktion, dürfe keine Kalkulation hinter einem Song stecken und er müsse immer wieder die Gefühle heraufbeschwören können, die man beim ersten Kontakt mit dem Lied hatte: "When you hear a great song, you can think of where you were when you first heard it, the sounds, the smells. It takes the emotions of a moment and holds it for years to come. It transcends time. A great song has all the key elements — melody; emotion; a strong statement that becomes part of the lexicon; and great production."

Sich dieser Zutaten für große Tracks bewußt, könnte man die Frage aufwerfen, wieso der Meister auf seinem letzten Album bis auf eine Ausnahme ("Empire State Of Mind") so sehr damit gegeizt hat.
Er selber hält  "Can I Live" von seiner Debut-LP "Reasonable Doubt" für eines seiner stärksten Stücke; wie überhaupt viele seiner besten Songs nicht zu den bekanntesten bzw. den erfolgreichsten zählen würden.

Derweil hat sich sein früherer Partner und Labelkollege Beanie Sigel öffentlich für die Angriffe auf Jay entschuligt. Erst kürzlich hatte er das Thema mit ein paar Anekdoten wieder aufgewärmt (wir berichteten).
"Gangstas fuck up, too!", so sein Kommentar zu den verschiedenen Disses und Anfeindungen, die er seit etwa 2009 in Richtung Jigga losgelassen hat. Es gebe sogar ein ganzes Album mit Diss-Songs gegen den Roc-A-Fella-Boss und seine Gefolgschaft, allerdings würden diese niemals veröffentlicht werden und wären nur seinen engsten Freunden bekannt: “I was airing shit out. Just the homies could listen to that when they come into the studio. I couldn’t put that out. It wouldn’t sit right with me.”

Nun betont Sigel aber die großen Verdienste seitens des Jiggamanns ihm gegenüber und zeigt sich reumütig:
"Dude gave me an opportunity. A lot of people don’t get opportunities. He gave me that. That outweighs everything. I need that in black and white. I got caught in the moment and put my feelings out there. I should have never done that.”

Hört man in diesem Zusammenhang nochmal den Song "What You Talkin‘ Bout?" , fragt man sich schon, was bei Beans diesen plötzlichen Sinneswandel hervorgerufen haben könnte.

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