Wiz Khalifa

Wiz Khalifa hat es tatsächlich geschafft – und damit ist an dieser Stelle ausnahmsweise mal nicht seine Gold-Auszeichnung für "Rolling Papers" gemeint, zu der rap.de natürlich auch herzlich gratuliert. Nein, mal ganz abgesehen vom monetären Erfolg hat Wiz es geschafft, sich aus den Fängen des unsäglichen Hipster-Rap inklusive schlimmem Eurodance-Sample ("Say Yeah", 2008) zu befreien und nicht zuletzt dank des heilsamen Einflusses seines Kumpels Curren$ys, seine wahre Berufung als Kiffer-Rapper zu erkennen. Ironischerweise ist Khalifa inzwischen weit erfolgreicher und bekannter als der Hot Spitta Curren$y. So blieb es auch dem 23jährigen aus Pittsburgh vorbehalten, ein ausverkauftes Konzert in Berlin zu spielen. Am Tag darauf stand er uns Rede und Antwort.

rap.de: Gestern Abend, das war Dein erstes Konzert in Deutschland, oder?

Wiz Khalifa: Ja, es war ziemlich super. Da war viel Energie, die Fans haben mir viel Liebe entgegengebracht und es war einfach eine Verbindung da zwischen uns.

rap.de: Gibt es Unterschiede zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Publikum?

Wiz Khalifa: Mir sind da nicht wirklich Unterschiede aufgefallen. Ich habe Fans weltweit und die wissen immer, was gerade los ist. Die sind immer auf dem neuesten Stand.

rap.de: Was für Leute kommen denn zu Deinen Konzerten? Abgesehen von den typischen Rapfans hören ja auch viele Hipster Deine Musik.

Wiz Khalifa: Ja, auf jeden Fall. Viele Leute sagen, dass sie an mir insbesondere meinen alternativen Sound mögen. Die Hardcore-Rapfans mögen mich wegen meiner Texte und den tiefen Bässen, aber es hören eben auch Rock– und Popfans meine Musik. Die haben einfach Spaß und möchten dann bei den Konzerten ein Teil davon sein und dann ist es egal, welche Musik die ansonsten hören.

rap.de:  Du hörst dann wahrscheinlich auch nicht nur Sachen aus einer Musikrichtung.

Wiz Khalifa: Genau, ich höre sehr unterschiedliche Sachen. Sting und The Police, Prince, Camp Lo, Big Daddy Kane – alles mögliche. Ich lege mich da nicht fest. Ältere Sachen mag ich auch deshalb so gerne, weil mein Vater mir das immer vorgespielt hat und das erinnert mich an ihn. Das war auch die einzige Musik, die ich kannte, als ich jünger war.

rap.de: Warum bist du dann den ausgerechnet Rapper und nicht… Sänger einer Rockband oder so geworden?

Wiz Khalifa: Ich versuche das alles miteinander zu mischen. Das ist ein bisschen so, als würde man verschiedene Sprachen sprechen. Das was ich wirklich kann, ist dieses ganze Rap-Ding, aber ich glaube auch, dass ich ein Händchen für Melodien habe. Ich bin jetzt aber kein Künstler, der auch Beats produziert oder so. Ich finde es sehr interessant, wie man Songs arrangiert und wie solche Sachen entstehen.

rap.de: Spielst du ein Instrument?

Wiz Khalifa: Noch nicht, aber ich werde es lernen. Sobald ich Zeit habe, setze ich mich hin und mache das. Gitarre und Schlagzeug. Schlagzeug kann ich schon ein bisschen, aber ich will das richtig lernen, damit ich auch mal einen Beat oder so selbst spielen kann.

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