K.I.Z. ersetzen Pete Doherty

Künstler im Zuchthaus statt Künstler im Zuchthaus – ein Wortspiel so naheliegend wie die Ostsee von Berlin aus, aber trotzdem trifft es den Nagel auf den Kopf. Da sich der britische Rocksänger und Kokainist Pete Doherty zur Zeit wieder einmal im Knast befindet und deshalb nicht auf dem Rock im Park/ Rock am Ring Festival an diesem Wochenende spielen kann, springen nun die Berliner K.I.Z. (was neben Kannibalen in Zivil und Klosterschüler im Zöllibat bekanntlich auch für Künstler im Zuchthaus stehen kann) für ihn ein.
Auch wenn die Musiker abgesehen davon recht wenig miteinander verbindet (so haben K.I.Z. auf ihrem am Freitag erscheinenden Album den programmatischen Track "Koksen ist scheiße“ am Start) die Fans dürfte es nicht weiter stören, sind die Berliner ja mittlerweile auch bei Rockfans akzeptiert und erklären – ebenfalls auf ihrem neuen Album: "Hip Hop ist tot und wir haben ihn ausgestopft.

Der Berliner Zeitung gegenüber gab Maxim von K.I.Z. ein kurzes Interview in dem auch darauf eingegangen wird, dass sich K.I.Z. an der Schwäche anderer, wie eben jetzt an der Haftstrafe Dohertys, bereichern würden. Auf den Vorwurf, dass es doch reichlich gemein sei, schamlos die Stelle des englischen Rockers einzunehmen, entgegnete Maxim staatsmännisch: "Wir retten doch nur Dohertys Arsch, wir füllen eine Lücke, die er hinterlässt, dieses schreckliche Vakuum. Es könnte Ausschreitungen geben. Das wollen wir nicht. K.I.Z. steht für Frieden und Sicherheit.

Auf die Frage, was die Kreuzberger vom britischen Enfant Terrible unterscheidet, antwortete der Rapper: "Wir haben keine untergewichtigen Freundinnen, wir waren vor ihm in Kreuzberg und wir können auch mehr Liegestütze als er.“ Ansonsten hoffe er, dass die Doherty Fans K.I.Z. mit Spritzen bewerfen werden. Aus diesem Grund würden sie sich auch Dartscheiben auf den Bauch malen, erklärte Maxim gegenüber dem Hauptstadtblatt.   

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