Prodigy ist wieder frei

Dreieinhalb Jahre war er hinter schwedischen Gardinen, doch nun ist Prodigy, die eine Hälfte des legendären New Yorker Hip-Hop-Duos Mobb Deep, wieder in Freiheit. Albert Johnson ist am gestrigen Montag aus seiner Haft in der "Mid-State Correctional Facility“ in New Jersey entlassen worden.

Ein Gericht hatte den 36-Jährigen 2007 zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt. Der bereits vorbestrafte Prodigy war von der Polizei im Oktober 2006 mit einer geladenen Handfeuerwaffe im Auto erwischt worden, als er zusammen mit Produzent The Alchemist in New York unterwegs war.

Nun ist der Rapper jedoch wieder draußen und will sich gleich in die Arbeit stürzen. Mobb-Deep-Kollege Havoc lud ein Bild auf seinen Twitter-Account hoch, das ihn, Prodigy und Alchemist gemeinsam im Studio zeigt. Ein neues Mobb-Deep-Album dürfte also nicht allzu lange auf sich warten lassen:
 

Darüberhinaus wird Prodigy am 19. April seine Autobiographie namens "My Infamous Life: The Autobiography Of Mobb Deep’s Prodigy auf den Markt bringen. Darin spricht der Rapper über seine Kindheit im New Yorker Stadtteil Queensbridge, die Anfänge mit Mobb Deep, seine Streitereien mit Tupac Shakur sowie über seine Zeit im Gefängnis.

Prodigys Freunde aus dem HipHop-Geschäft nahmen seine Freilassung mit Freude auf. "my man Prodigy is free! […] #WelcomeBackP”, teilte 50 Cent via Twitter mit. Auch Bandkollege Havoc ließ seiner Freude auf dem Mikroblogging-Dienst freien Lauf: "Prodigy is released!!!! […] time to bring that mobb deep music back!“ Ein Satz, den wohl jeder Rap-Fan gerne liest.

Während Prodigy also endlich raus kann, muss Young Buck jedoch einfahren, zumindest allem Anschein nach. Das Ex-G-Unit-Mitglied ist am gestrigen Montag wegen illegalen Waffenbesitzes angeklagt worden. Als die US-Finanzbehörde im August 2010 persönliche Wertsachen im Haus des Rappers wegen Steuerschulden konfisziert hatte (wir berichteten), fanden die Beamten auch eine Handfeuerwaffe sowie die dazugehörige Munition. Da Young Buck jedoch vorbestraft ist, nachdem er 2004 einen Mann auf den VIBE Awards abgestochen hatte, darf er keine Waffen mehr besitzen.

Aufgrund seiner Vorstrafen drohen dem 29-Jährigen nun bis zu zehn Jahre Gefängnis. Bucks Anwalt plädierte bei der ersten Verhandlung am gestrigen Montag jedoch auf "nicht schuldig". Sein Mandant sei sehr überrascht von den Anschuldigungen, so der Verteidiger. Young Buck, der mit bürgerlichem Namen David Brown heißt, ist momentan gegen Kaution auf freiem Fuß.
 

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