Kanye bestreitet Suges Vorwürfe

Ein berühmter Mann besucht eine Promi Party in einem bekannten Club. Er feiert und denkt sich nichts böses. Die Stunden vergehen, der Alkohol fließt in Strömen, er hat Spaß. Plötzlich stürmen bewaffnete Männer die Party und er wird niedergeschossen. Sein Oberschenkel ist zertrümmert. Die Arztkosten belaufen sich auf 200.000$, außerdem wurde ihm teurer Schmuck gestohlen.  Wer ist nun Schuld an der Misere?Normalerweise würde man wohl dem Clubbetreiber vorwerfen, nicht genügend Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben.  Schließlich muss es doch bei so einer Gästeliste, auf der unter anderem Jessica Alba und Eddie Murphy standen, extrem aufwendige Kontrollen geben, die jedwede Form von Waffen im Club unterbinden.
Dies dachte sich wohl auch Suge Knight, der Opfer des oben beschriebenen Überfalls wurde. Allerdings verklagte dieser nicht den Clubbesitzer, sondern den Host der Party gleich noch mit.  Hierbei handelt es sich um Kanye West der als Gastgeber und Moderator des Abends, schließlich eine riesige Mitschuld an dem ganzen Vorfall trage und deshalb auch gefälligst für Knights Schaden von über einer Millionen Dollar aufkommen soll.

Im Frühjahr diesen Jahres berichteten wir bereits ausführlich über den Vorfall aus dem Jahr 2005 und die Verhandlungen die nun anstehen. Letzten Freitag trafen sich die beiden Streithähne samt Anwälten nun hinter verschlossenen Türen zu einer Vernehmung in New York.
Dabei herausgekommen ist allerdings nicht viel. Der New York Post berichtete Marc Brumer, Anwalt von Suge Knight, Mr. West hätte 6 Stunden lang nichts gesagt. Offenbar hätte der Rapstar, obwohl er doch der Host der Party gewesen sei, von nichts gewusst„He basically put his hands over his head and didn’t say anything for six hours. He evidently doesn’t know anything about anything, despite the fact that he hosted the party.“
Kanye
erklärte allerdings, er sei in die Planung der Sicherheitsvorkehrungen definitiv in keinster Weise involviert gewesen.

So viel Schweigsamkeit von Seiten des gerichtlichen Kontrahenten enttäuschte Suge Knight. Der Death Row Mitbegründer sagte gegenüber der Assosiated Press, er hätte gehofft den ganzen Streit vielleicht beilegen zu können, um endlich wieder Zeit für positive Dinge zu haben. Er wolle  doch mitnichten jemanden um jeden Preis hinter Gitter bringen. „I figured I could sit him down, man to man, and get this resolved. I’m disappointed. […] My whole thing is: I’m not here to put nobody behind bars. It’s time for more positive now,“

Ein Rechtstsreit in dem ebenfalls ein Rapper und ein Club verwickelt sind, ist jener zwischen Jay-Z und dem Boston Red Sox Spieler David Ortiz. Zweiterer gründete nämlich einen Nachtclub in der Dominikanischen Republik namens 40/40. Diesen Namen trägt allerdings schon die Clubkette von Jay-Z, weshalb dieser den Sportler kurzer Hand verklagte. (wir berichteten)

Im Gegensatz zu Kanye, zeigt der Angeklagte hier aber Einsicht, wie die New York Post am  Freitag vermeldete. So habe sich Ortiz öffentlich per Anwalt einverstanden erklärt, seinen Laden umzubenennen, die zugehörige Website aus dem Netz zu nehmen und sogar die 5 Millionen Dollar für die Urheberrechtsverletzung und den dadurch entstandenen materiellen Schaden zu bezahlen.

Ein solcher Zugewinn liegt für den, Gerüchten zufolge insolventen Suge Knight wohl in weiter Ferne, was das alte Sprichwort bestätigt: Wer hat, dem wird gegeben.

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