„Einer muss es ja machen!“

Nicht jeder kann ein Rockstar sein. Es muss auch Finanzbeamte geben, Menschen in Doppelhaushälften, die Delphine und Bryan Adams mögen. Manchmal tut es doch gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die es einem abnehmen, das Leben eines Rockstars leben zu müssen. Einer dieser Menschen ist Kanye West. Der war entrüstet über die Kritik, die ihm die Tierschutzorganisation PETA entgegen schleuderte und wehrte sich gegen Menschen, die seinen Verdienst für die Gesellschaft einfach nicht zu schätzen wissen. In einem MySpace-Blog sagte er, dass es hart sei, ein Rockstar zu sein und den Druck zu kompensieren, der jeden Tag auf einer "echten Ikone“ lastet. 

"I’M BRIEFLY SADDENED BY NEGATIVE COMMENTS, BUT I HAVE TO REMEMBER THOSE PEOPLE ARE SCARED, INCAPABLE OR JUST PLAIN IDIOTS. WE ARE THE FUCKING ROCK STARS BABY,” schrieb er im beliebten Großbuchstaben-Format. "NO COCAINE, JUST LIFE MY NIGGAS!! WE LIVE IT MAN. FCK THAT, WE LIVE IT!!! WE LIVE IT SO HARD PEOPLE LIVE THROUGH US! WE REPRESENT YOUR INNER SPIRIT!! IMAGINE THE PRESSURE OF BEING A TRUE ICON. VERY FEW HUMAN BEINGS ARE STRONG ENOUGH TO TAKE CONSTANT HATE!!! I CAN HEAR YOU SCREAMING ‚COLOR INSIDE THE LINES!!!‘ WELL FCK YOUR COLORING BOOK, COLOR BY NUMBERS APPROACH TO LIFE."

Außerdem fragte er sich, wen er denn durch seinen Lebensstil verletzen würde. Er wunderte sich über eine neue Generation von Schwarzen, die nichts mehr von Pelzmänteln, von rotem Leder und Fried Chicken hält.

"AT THE END OF THE DAY WHO ARE WE HURTING??? OH "THE NEW BLACK???" SINCE BARACK IS PRESIDENT BLACKS DON’T LIKE FUR COATS, RED LEATHER, AND FRIED CHICKEN ANY MORE?! LET THE BALL PLAYERS DANCE AFTER THEY SCORE! IT’S LIFE MY N*GGAS, IT’S LIFE! REMEMBER CLOTHING IS A CHOICE. WE WERE BORN NAKED!!! FRESH IS AN OPINION, LOVE IS OBJECTIVE, TASTE IS SELECTIVE, AND EXPRESSION IS MY FAVORITE ELECTIVE. NO MORE POLITICS OR APOLOGIES!!!" 
 
Einer der Druckpunkte, die unbarmherzig auf Kanyes sensibler Seele lasteten, waren die Klagen wegen Raub, Vandalismus und Körperverletzung, die er sich vor einem Jahr auf dem Airport von L.A. einfing. Damals hatte Kanye, gemeinsam mit seinem Manager, einem Fotografen die Kamera entrissen, sie zu Boden geschleudert und den Fotografen geschlagen.
Der Rapper wurde zu 50 Sozialstunden beim Roten Kreuz und einer Aggressionstherapie verdonnert. Diese hat er nun brav abgeleistet, woraufhin die Klagen fallen gelassen wurde. Der Knast-Aufenthalt, der das Rockstarleben mitunter komplettiert, muss nun also noch warten.

 

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