Fiddy findet Jay-Z zu subtil

50 Cent ist ein nicht besonders subtiler Typ. Während seiner Streitigkeiten mit Officer Rick Ross griff er zu eher brachialen Methoden, um der Weltöffentlichkeit zu beweisen, wie wenig er dem Miami-Rapper zugetan ist und auch sonst gilt er nicht gerade als ein Mann, der seine Antipathie geschickt zwischen den Zeilen versteckt.
Aus diesem Grund konnte sich Fiddy auch noch nie besonders für die Art begeistern, mit der Jay-Z auf Diss-Attacken reagiert: Meistens nämlich gar nicht. Außer während des legendären Nas/Jay-Z-Disputs kam es zu keinen besonders nennenswerten Aktion/Reaktionen des Jiggaman.

Fifty sagte nun in einem Interview, er könne diese "sanfte Art“ nicht wirklich nachvollziehen und betonte, dass dies auch dem kompetitiven charakter der Kunstform Rap widersprechen würde:"It’s the competitive nature of the art form", sagte Fifty “It’s still there, he still competes too. He just does it so subliminal that people don’t read it. To me, it’s a softer way to do it. A safer way to do it because no one directly feels offended by it…Why not just say it? I don’t feel the disses.“

Er würde die Disses einfach nicht verstehen, sagte Fifty. Und das sei doch nicht Sinn der Sache! Außerdem gab er in dem Interview zu verstehen, dass so ein Streit auch eine durchaus reinigende Wirkung haben könnte und man nach den Streitigkeiten zu einer Art Supervision übergehen könnte.

"You gotta at least let the diss be noticeable. A guy that’s that subtle, how do you really take offense to those activities? You know, I get really disrespectful, I don’t mind. And then it’s like, we can go to the other space and it can really go down."
 


 
Und Jay-Z? Der schweigt, allerdings auch nur im Fall Fifty. Denn wie der Produzent Swizz Beats auf seiner Twitter-Seite verlauten ließ, arbeitet Jigga an einem Song für Haiti. Und natürlich tut er das nicht alleine, der Grandseigneur der Wohltätigkeit, Bono von der Band U2 hilft ihm dabei.

Die drei saßen bereits im Studio, wie Swizz verriet. "Me, Bono, Hova have something to say about Haiti,” twitterte Swizz“Stay tuned. I told you I was working on something amazing for Haiti They need us!!"

Der Sänger, der laut Brian Eno in England gehasst wird, weil er den Briten “zu wohltätig” sei, und der Rapper hatten bereit bei den EMAs in Berlin einen gemeinsamen Auftritt, dort performten sie ein Lied am Brandenburger Tor.

Und während Jay-Z seinen Mund für Haiti aufmacht, grummelt Fiddy weiter vor sich hin. Über dessen Hilfe für den gebeutelten Karibik-Staat ist übrigens noch nichts bekannt.

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