Timbaland sagt Hip Hop goodbye

Spätestens seit der Zusammenarbeit mit Justin Timberlake oder Nelly Furtado hat sich der einst als Hip Hop Produzent gefeierte Timbaland hörbar von seinen ursprünglichen musikalischen Wurzeln entfernt. Mit Produktionen, die an frühere Arbeiten, wie die von Missy Eliot oder Nas anknüpfen, können wir in Zukunft, zumindest von Timbo wohl nicht mehr rechnen. Er hat sich nun, im Zuge seines neuen Albums "Shock Value II", endgültig und ganz offiziell vom Hip Hop distanziert.

Er habe schon vor langer Zeit mit Hip Hop abgeschlossen und es gäbe aus seiner Generation kaum noch würdige Vertreter des Hip Hop Genres, erklärte der Künstler in einem interview gegenüber MTV. Höchstens Jay-Z, Kanye West und ein bisschen auch Lil Wayne seien noch akzeptable Künstler. "I was done with hip-hop a long time ago. Once my generation left, I left. There’s nobody from my generation besides Jay-Z who’s doing it. I look at Lil Wayne as being from my generation. Some people are still acceptable. Kanye West is acceptable from my generation. It’s just not the same.”

Weiter ließ er verlautbaren, dass er sich intensiver von den Sounds der 80er inspirieren lasse und zumindest mit J.T. und Nelly Furtado einen Weg gefunden habe, die Klänge von früher, neu zu interpretieren. „I love ’80s music. So how do I infuse ’80s with modern-day music? You Timbo the King, you gotta figure it out. I figured it out a couple of years ago with Nelly Furtado and Justin Timberlake and myself."

Jede Menge Unterstützung hat er sich auch für sein neues Album geholt und hofft damit, den Erfolg des Vorgängers zu übertreffen. "My overall vision for Shock Value 2 was to make it better than the first one if I could," so Timbo bei You Tube. "And it was a blessing, I got most of the artists I wanted to work with.”

Ausschnitte des Interviews gibt es hier zu sehen:
 

Im Gegensatz zu Timbaland, der auf die Anerkennung seitens der Hip Hop Vertreter also keinen Wert mehr legt, fühlt sich Rick Ross vernachlässigt und nicht ausreichend anerkannt.
Sein letztes Album “Deeper Than Rap” wurde nämlich nicht für den Grammy Award nominiert und Ross scheint sauer darüber zu sein.
Zumindest machte der Baus of Da Souf nun einen Remix zu Beyonces Track “Video Phone”, in dem er seinem Frust freien Lauf lässt. Die Veranstalter der Grammys seien alle Hater, so Ross im Remix und er sei sowieso der beste von allen: “What I think bout the Grammys? I think they all haters/ What they all think bout the album?/ They think it’s amazing/ What I think about the album?/ I think I’m the greatest.”

Doch wie so oft im Leben ist es auch hier wieder so, dass man das, was was man sich  am meisten wünscht, nicht bekommt.
Demzufolge müsste ja jetzt Timbo wiederum, endlose Liebe von denjenigen bekommen, von denen er sich gerade zu distanzieren versucht. Verdrehte Welt.
 
Bis wir das erfahren, könnt ihr euch hier auch das Remix von Rick Ross anhören.