„Verdammte Black Eyed Peas!“

Amerikanischer Rap soll wieder Ghetto werden, doch der Fifty weiß nicht wie. Nachdem der kugelsichere New Yorker sich in letzter Zeit schon des Öfteren über den Ausverkauf von Hip Hop und die verloren gegangene Kreativität im Rap-Business (wir berichteten) äußerte, scheint er nun endlich ein diesbezügliches Feindbild gefunden zu haben. "Wie soll ich einem Künstler seinen Sound vorhalten, wenn die verdammten Black Eyed Peas mit ‚Boom Boom Pow‚ auf Platz 1 sitzen?", äußerte der Rapper gegenüber einem US-Magazin. Ihn selbst würde es schon seit geraumer Zeit ärgern, mit seiner Musik ein bestimmtes Zielpublikum ansprechen zu müssen, obwohl er doch viel lieber harte Straßennummern machen würde:

"Wenn du keine Songs machst, die für eine bestimmte Art von Publikum sind, dann bekommst du vom Label nicht die Kohle die du brauchst, um so erfolgreich zu sein wie ich.", so der Vollzeitmusiker und Teilzeitschauspieler. Er selbst habe in seiner Karriere bereits genug authentische Sachen von und für die Straße gemacht, allerdings erst mit "In Da Club" seinen Durchbruch geschafft. Das scheint dem Rap-Multimillionär sauer aufzustoßen: "Wann hat es zum letzten Mal eine Hip Hop Nummer in die Top 10 geschafft, die keine R’n’B Hookline hatte?" In einem  MTV-Interview lobte er dann allerdings den US-Produzenten Timbaland, der wohl der Inbegriff der kommerziell erfolgreichen Hip Hop Nummer mit R’n’B Hookline ist.

Leicht widersprüchliche Äußerungen also von Curtis Jackson. Auch gegen die Black Eyed Peas scheint er nur temporär etwas zu haben, vor kurzem entstand nämlich ein gemeinsamer Remix namens "Let The Beat Rock". Das besagte MTV-Interview zeigen wir euch trotzdem. Bitteschön.

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