BpjM vs. Label-Website

Zwar sind Indizierungen innerhalb der Hip Hop Szene weder neu noch außergewöhnlich, eine Raplabelwebsite fiel der BpjM bisher aber wohl noch nie so unangenehm auf, dass ein Indizierungsantrag eingereicht wurde. Ruffiction Productions ist aber genau das passiert, Grund des Anstoßes ist die Tatsache, dass Musik zum freien Download angeboten würde, deren Texte "Darstellungen physischer Gewalt" präsentieren.

Laut der BpjM stellen die expliziten Formulierungen von sexuellen und Gewalt beinhaltenden Handlungen zwar "ein für dieses Musikgenre typisches Stilmittel der Überzeichnung dar. Durch die subjektive Schilderung und die jugendaffine Präsentationsform" sei jedoch "insbesondere für gefährdungsgeneigte Jugendliche unter 18 Jahren ein Problempotential zu erkennen." Zeilen wie "Ich belohne sie dafür mit Entjungferung/Doch nicht von meim‘ großen Penis, sondern von meim‘ Schäferhund" würden Sexualität unmittelbar mit Gewalt verknüpfen und den Sexualpartner als reines Objekt darstellen.

Der Aspekt der Kunstfreiheit sei bei den angeführten Liedern nicht zu berücksichtigen, da dieser hier eindeutig hinter dem Jugendschutz zurück zu stehen habe. Als Reaktion auf das Schreiben schalteten Ruffiction ihre Website für einige Stunden offline und nahmen die beklagten Songs von der Seite. Außerdem wurde das Video zu dem Crystal F. Track "Kunst Des Todes", sowie sämtliche Verlinkungen dazu entfernt.

Von Labelseite aus distanziert man sich von allen Vorwürfen, die zensierte Version des Indizierungsantrags könnt ihr hier(bitte klicken) einsehen.

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