Lady Ray bei Maischberger

Wer gestern Abend noch etwas länger auf war, konnte einem denkwürdiges Schauspiel in der ARD beiwohnen. Dort nämlich saß Lady Bitch Ray zusammen mit anderen Gästen bei Sandra Maischberger und diskutierte über das Thema „Keuschheit statt Porno – brauchen wir eine neue Sexualmoral?“. Wie immer in schillerndem Outfit und stolz geschwellter „Brust“ versuchte sie, den „Vagina Style“ zu vertreten, zu erklären und es entwickelte sich eine interessante Diskussion. Als „Gegenspieler“ hatte sie es zum Beispiel mit einem gewissen Nathaniel Liminski zu tun, der den Standpunkt vertrat, man solle keinen Sex vor der Ehe haben. Beherzt ging die Diskussion vonstatten und schlagfertig wie immer erwehrte sich Lady Ray einiger Attacken (die natürlich auch vorhersehbar waren) und beschwerte sich beispielsweise, dass Liminski eine viel zu weite Hose trage und sie seinen Arsch gar nicht sehen könne.

Interessant wurde es, als später Wolfgang Bürschner, Sprecher des Berliner Kinderhilfswerks „Die Arche“, hinzukam und von 12-, 13-jährigen Mädchen erzählte, die durch Pornorapper wie Orgi oder Frauenarzt in so jungen Jahren schon eine fatale und besorgniserregende Sicht auf die Sexualität entwickelt haben. „Diesen Schuh will ich mir jetzt nicht anziehen, dass wir Rapper daran Schuld sein sollen,“ wehrte sie sich und wies darauf hin, dass sie sich von diesen Rappern unterscheide und distanziere, da ihre Hörer größtenteils über 18 seien (angeblich nachweisbar auf Myspace) und sie ihren weiblichen Fans auch ausdrücklich sage, sie sollen ihre Ausbildung machen und selbstständig werden. Auf den Vorwurf, sie gehe nach ihren Auftritten in ihr Bildungsbürgertum zurück, was diese Kinder nicht könnten, verwies sie auf ihren Immigranten-Background und, dass sie sich hochgearbeitet habe. Insgesamt also eine unterhaltsame Runde, die sich zum Schluss sogar fast einig war, dass man eine Medienerziehung in puncto Sexualität bräuchte. Na bitte!

Übrigens: Ab Freitag gibt es bei uns ein Exklusivinterview mit Lady Bitch Ray, in voller Länge, also dranbleiben, es bleibt unterhaltsam!

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