Detroits HipHop Summit: Ein Riesenerfolg

Der HipHop Summit in Detroit war mit 17.000 Teilnehmern ein Riesenerfolg und das mit Abstand bestbesuchte der vier bisher abgehaltenen Treffen. Unter Leitung von unter anderem Eminem und Detroits 32jährigen Bürgermeister, Kwame Kilpatrick, berieten Vertreter aus Musikindustrie, Politik und Wirtschaft, wie die HipHop Community ihr wirtschaftliches und politisches Potential in Zukunft ausschöpfen und bündeln kann.

„Es war so groß und so viel besser als der Summit in New York“, wusste der Vorsitzende des HipHop Summit Action Networks, Russell Simmons, zu berichten, „Kwame Kilpatrick, der halbe Kongress-Ausschuss, sogar Mitglieder des Senats und natürlich die ganzen Rapper, sie alle haben uns heute großartig unterstützt.“

Die von MC Serch (Ex-3rd Bass) und HSAN-Präsident Benjamin Mohammed geleiteten Diskussionsrunden, bei denen die prominenten Teilnehmer auch Fragen aus dem Publikum beantworteten, waren aber keinesfalls die einzigen Veranstaltungen des Wochenendes: Bereits am Freitag lud Bürgermeister Kilpatrick zu einem von Shady Records gesponserten Empfang ein, bei dem unter anderem D12, Obie Trice und Eminem zugegen waren. Die Einnahmen von den 500-Dollar-teuren Karten gingen an karitative Einrichtungen.

Nicht weit entfernt nahm Russell Simmons den Startschuss für sein jüngstes Unternehmen zum Anlass, um die „Phat Farm Footwear Launch Party“ steigen zu lassen. Um die Musik kümmerte sich übrigens ein Sohn Detroits, DJ Fingers.

Die lokalen Acts auf der Suche nach Verträgen, die sich das ganze Wochenende nicht über einen Mangel an Aufmerksamkeit seitens der Medien beschweren konnten, erhielten am Samstag Abend beim großen Rap/Poetry Slam Battle noch einmal die Gelegenheit, sich vor großem Publikum auszuzeichnen. Noch am selben Abend fand ein Konzert statt, bei dem neben den Headlinern, Redman und Method Man, auch Detroits Obie Trice, Rockbottom Ent. und die Chedda Boys die Bühne rockten.

Eine der interessantesten Ergebnisse des Wochenendes war die Entwicklung des „HipHop Team Vote“-Programms, mit dessen Hilfe in den kommenden fünf Jahren 20 Millionen Wähler/innen zwischen 18 und 30 Jahren registriert und organisiert werden sollen.

„Wir werden mit jedem Summit stärker“, blickte Benjamin Mohammed optimistisch in die Zukunft, „Detroit war einfach unglaublich. Wir werden 20 Millionen junge Wahlberechtigte organisieren, um einen Machtwechsel in Amerika herbeizuführen.“

Viel Glück bei diesem Vorhaben, Mr. Mohammed!

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