Public Enemy is Back

Der Staatsfeind Nummer 1 ist zurück, so sozialkritisch und parolenfreudig wie eh und je. Zurückgerufen wurden Public Enemy durch Katrina und ihre verheerenden Folgen für die Afro-Amerikanische Bevölkerung. "New Whirl Odor" heisst die Peitsche für die  Regierung Amerikas – erneut nichts für sensible Gemüter.

Während andere Hiphopper mit 45 Jahren auf dem Buckel bereits die 10. Villa zur Pension ersteigert oder das Zeitliche gesegnet haben, bringen die Mitvierziger Chuck D und Flavor Flav mit "New Whirl Odor" ihr 15. Album auf den Markt.

Mit dabei sind u.a. auch  Moby, der einen Hammertrack produziert hat: "MKLVFKWR" (Make Love Fuck War) so die mahnende Aufforderung! Außerdem sehr dick, die Old School-haften Tracks "Bring That Beat Back", "As Long as the People Got Something to Say" und der Schlussmarathon "Superman’s Black in the Building". Letzteres dürfte den einen odere anderen Hörer herausfordern infolge der unkonventionellen Struktur und Länge des Stücks. 12 Minuten dauert das faszinierende Rock-Electro-Rapexperiment – ziemlich überwältigend, wenn man seit Jahren von Rap-Warmduschern wie 50 Cent verweichlicht wird.

Aber für die simpler gestrickten Seelen unter uns gibt es ja noch die angefügte DVD mit einer Bandgallerie samt Making-of-Videos, zahlreichen Hintergrundinfos und Konzert-Ausschnitten. Gerade die Konzerteinspielungen zeigen eindrücklich, mit welch geballter Ladung Energie die Band immer noch auftritt.

Eine neue Weltordunung dürften Public Enemy mit New Whirl Odor nicht herstellen, denn die Meilensteine "It Takes a Nation of Millions to Hold us Back" und "Fear of a Black Planet" sind nachwievor die unangetasteten Bestseller der Mannen um Chuck D. Nichtsdestotrotz beweisen sie einmal mehr, dass sie auch nach Jahrzehnten mit Abstand zu den Besten ihres Fachs gehören.

Power to the people, cause the people want peace!

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