Überraschendes Aus für Bravo HipHop

Das kommt überraschend: Der HipHop-Ableger der Jugendzeitschrift Bravo gibt nach sieben Jahren auf. Wie die Bauer Media Group ankündigte, wird die „Bravo HipHop Special“ ab sofort eingestellt.

Man soll die Party immer verlassen, wenn es am schönsten ist„, verkündet die Publikation auf ihrer Facebook-Seite. „Nach sieben ereignisreichen Jahren (…) haben wir uns entschlossen, das Heft ab sofort einzustellen. Ausgabe 4/2012 war somit die letzte Ausgabe.

Die Sonderausgabe der Bravo, die sich vor allem auf Beef- und andere Sensationsmeldungen konzentrierte, war in ihrer stärksten Phase 2008 bis 2010 sogar monatlich erschienen und erreichte laut IVW zeitweise eine Auflage von über 65.000 verkauften Exemplaren. Ab 2011 wurde die Erscheinungsweise dann auf zweimonatlich umgestellt, die verkaufte Auflage im ersten Quartal 2012 lag laut IVW nur noch bei 36.783 Exemplaren.

Interessant ist die Begründung, die die Bauer Media Group angibt: „Die große Zeit des deutschen HipHops mit großen, in der jungen Zielgruppe stark angesagten Akteuren wie Bushido, Sido usw. ist nach fünf Jahren vorbei„, so der Verlag in einer Erklärung. Die Fans der aktuellen deutschen Rapper seien zudem „extrem zersplittert oder sogar untereinander verfeindet“ – böse Zungen könnten einwenden, dass gerade auch die BHHS daran einen nicht unerheblichen Anteil hatte…

Wegen ihrer Berichterstattung war das Magazin öfter in die Kritik geraten. So wurden beispielsweise Alben besprochen, die die Redakteure laut Aussage des Labels gar nicht zu hören bekommen hatten. Auch die sehr plakative Art und Weise, Konflikte zwischen Rappern zu thematisieren, wurde häufig kritisiert.

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