J Dillas Privatbesitz wandert über die Ladentheke

Für manche Vinylfreunde und HipHop-Liebhaber ist der sensationelle Fund eines Michiganer Plattenverkäufers damit vergleichbar, als hätte man plötzlich das mythenumwobene Elfenbeinzimmer oder die versunkene Stadt Atlantis entdeckt – Jeff Bubeck, Inhaber des Plattenladens UHF in Royal Oak, stieß zufällig auf eine mehrere tausend Exponate beinhaltende Schallplattensammlung, die vermutlich aus dem privaten Besitz des 2006 verstorbenen J Dilla stammt.

Letzten Monat erwarb der Geschäftsmann die 7.000 bis 8.000 Stücke bei einer Lager-Auflösung in Clinton Township. Zunächst habe auch erst einmal gar nichts bei ihm geklingelt, als er eine Box mit Kassetten inspizierte, auf der in schwarzen Filzstift-Lettern "Jaydee Beats" prangte.

"Is it even possible?" – nach erfolgreichem Befragen einschlägiger Suchmaschinen und dem Zusammenzählen von eins und eins sei er schließlich wie vom Donner gerührt gewesen: Bubeck wurde klar, dass sich in diesen unscheinbaren Kisten Schallplatten, Kassetten, Magazine – vermutlich aus Dillas Privatbesitz – sogar Textbücher und Briefe an James Dewitt Yancey und seine Familie befinden.

"It was pretty shocking! I was like, 'Are you kidding me?'"

Sogleich hätte er versucht, sich mit dem Label Stones Throw, auf dem J Dilla jahrelang gesignt war sowie dessen Mutter Maureen "Ma Dukes" Yancey in Verbindung zu setzen – allerdings ohne Erfolg. Bubeck wolle nun einen Teil der Verkaufserlöse an die J Dilla Foundation spenden. Derzeit ist man noch am Sichten der Exponate und diese werden nun nach und nach im UHF-Store über die Ladentheke wandern.

"A lot of people were saying, 'I just want one record that was his'. They just want to own something that once belonged to Dilla" – Die Verkäufe laufen seit vergangenem Samstag bereits prächtig, denn etwas, das sich mal im Besitz des großen Jay Dee befand, zieht die Fans magisch an. Viele seien ganz aufgeregt und überaus kauffreudig. Wer also noch einen klitzekleinen Teil des Dillaschen Privatbesitzes sein Eigen nennen möchte, sollte sich nun ranhalten und dem besagten Plattenladen auf der anderen Seite des großen Teichs mal schleunigst einen Besuch abstatten.

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