Delta Force Extreme

Mit „Delta Force Extreme“ bringt Novalogic eine Neuauflage des 1999 erschienen „Delta Force“ heraus, dessen Name Freunden von Taktik-Shootern ein Begriff sein dürfte. Aus diesem Blickwinkel sollte man „Delta Force Extreme“ auch betrachten. Eher als ein Remake als einen Spieltitel mit eigener „Persönlichkeit“. Grafisch präsentiert sich DFE natürlich in neuem Gewand. Die ehemalige Voxelengine ist der Engine aus „Delta Force Blackhawkdown“ gewichen. DFE stellt sich somit optisch deutlich verbessert da; gemessen an heutigen Maßstäben kann es sich das Prädikat „zeitgemäß“ allerdings nicht verdienen. Lediglich einzelne Effekte so wie das Flimmern einer Wärmequelle oder Wettereffekte sprich Schnee- und Regenfall, wissen zu überzeugen. Beim Spielprinzip ist man bei Altbewährtem geblieben. 21 Missionen, die auf jeweils 3 Kampagnen verteilt sind, in denen man sich von Waypoint zu Waypoint bewegt und Aufträge ausführt, wie bspw. das Begleiten eines Konvois oder die Hochnahme eines Drogenhauptquartiers. Vor jeder Mission hat man die Möglichkeit 2 verschiedene Waffen auszuwählen wobei das Waffenangebot in DFE etwas zu knapp geraten ist. Der Problematik, dass in vielen Ego-Shootern der Sniper zu stark ist hat man sich auch in DFE nicht angenommen. Ein Heal- bzw. Repair-character fehlt gänzlich.
Für ein wenig Abwechslung sorgt die Möglichkeit sich von Zeit zu Zeit auf ein Motorrad oder in einen Buggy zu schwingen allerdings mit der Einschränkung, dass in einzelnen Missionen Fahrzeuge nur von einem Waypoint zum anderen nutzbar sind und man daraufhin gezwungen ist unnötig große Strecken zu Fuß zurück zu legen. So richtiges Shooter-Feeling mag sich aber nicht wirklich einstellen. Das liegt zum einen an der haarsträubenden Intelligenz der KI (sowohl der Gegner als auch der eigenen Teammates) sowie dem eigenen quasi nicht vorhandenen „Aiming“. Grobes Anvisieren reicht aus um Gegner schon aus weiter Entfernung unschädlich zu machen. Auch die eigentliche Aufmachung des Spiels kommt recht lieblos daher. Videos, Animationen oder evtl. sogar so etwas wie ein Tutorial sucht man vergebens. Eine kontinuierliche spannende Story baut sich nicht auf; viel mehr reiht sich eine Mission an die andere. Das Spiel selber ist komplett auf Englisch. Einzig und allein das Handbuch ist auf Deutsch. Ein wenig ausführlicher hätte das Handbuch allerdings schon sein können.Aufgrund des mangelnden Spielspaßes, der einfach aus der fehlenden Herausforderung im Singleplayer-Modus resultiert lässt sich DFE nur wirklich eingefleischten Shooter-Fans ans Herz legen oder solchen, die multiplayermäßig mal wieder etwas anderes sehen wollen bzw. alte Zeiten in neuem Look erleben wollen. Wobei man an dieser Stelle lobend erwähnen sollte, dass Novalogic zum einen verlässliche schnelle Verbindungen zu Verfügung stellt und zum anderen die Server immer gut besucht sind, so dass man nie lange suchen muss um irgendwo direkt mitmischen zu können.

Scene-Shot
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