Money Boys Diplomarbeit aufgetaucht: Alles andere als dumm

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Dass Money Boy den Magister in Publizistik und Kommunikationswissenschaft besitzt, ist kein Geheimnis. Auch dass seine Magisterarbeit das Thema Gangsta-Rap behandelt, ist problemlos auf Wikipedia nachzulesen. Diese Tatsache sorgt seit jeher für wilde Theorien – die Kunstfigur Money Boy sei lediglich ein wissenschaftliches Projekt, so die HipHop-Verschwörungstheoretiker. Nun wurde im Rahmen des Projekts #Moneyboyleaks Money Boys Abschlussarbeit zu Tage gefördert und ein Interview mit Prof. Dr. Peter Vitouch, der die Diplomarbeit betreute, geführt. Besonders letzteres ist aufschlussreich.

So stellt Vitouch, der mit dem extravaganten Schaffen seines ehemaligen Schützlings durchaus vertraut ist, klar: „Ich möchte vorab sagen, dass ich Moneyboy für alles andere als dumm halte. Das darf man ihm nicht unterstellen, auch wenn seine Produktionen da gerne einen anderen Eindruck vermitteln.“ Gut, dass diese für jeden Auskenner ohnehin offensichtliche Erkenntnis damit nun auch wissenschaftlich anerkannt und bestätigt wird. Der Herr Professor hält Money Boys Output übrigens für „eine bemerkenswerte publizistische Leistung“.

Der Akademiker beschreibt Money Boy weiter als „schon immer eine, nennen wir es spezielle, Person.“ und erinnert sich besonders an dessen „sehr interessante Kappen„. Zur Magisterarbeit, die den Titel „Gangsta-Rap in Deutschland – Die Rezeption aggressiver und sexistischer Songtexte und deren Effekte auf jugendliche Hörer“ trägt, merkt Vitouch an: „Ich möchte aber festhalten, dass mein Betreuungsaufwand bei dieser Arbeit nicht besonders hoch war“ auch habe er schnell festgestellt „dass hier ein seriöses Forschungsinteresse auf eine persönliche Begeisterung traf.“. Laut eigenen Aussagen habe Money Boy übrigens ein „Sehr gut“ für die Arbeit erhalten. Streber.

Die Arbeit selbst wird nicht sonderlich unterhaltsam sein, da es sich um eine korrekt angefertigte wissenschaftliche Arbeit handelt, die akademischen Standards folgt –  und natürlich in korrektem Deutsch statt im charakteristischen Money Boy-Sprech verfasst ist. Wer aber noch immer der Meinung ist, Money Boys Schaffen sei ein Experiment des Wissenschaftlers Sebastian Meisinger, der sollte sich diesen aufschlussreichen Tweet des Wieners zu Gemüte führen: „ich habe meine Diplomarbeit geschreiben um Diplomarbeiten satirisch zu hinterfragen und schwule studenten zu verarschen“ (sic!). So. Jetzt ist es also raus.

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