Start Blog Seite 807

Homezone #12: Von KaDeWe bis Halensee mit Kulturerbe Achim

0

Homezone ist ein Interview-Format unseres Autors Alexander Barbian. Er trifft und begleitet aufstrebende wie etablierte Künstler aus den Gefilden des deutschen Sprechgesangs durch deren Kieze, in deren Lieblingskneipen und zu deren Stammspäties. In der zwölften Ausgabe ist er Kulturerbe Achim über den Kurfürstendamm flaniert …

Ein früher Montagabend am Wittenbergplatz, einer der letzten Haltestellen auf der U-Bahn-Linie 1, zu der es mich zugegebenermaßen nicht besonders oft verschlägt. Geradezu kann ich von hier das Kaufhaus des Westens sehen, die wohl prominenteste Tummelstelle für die Reichen, Schönen und Maßlosen der Hauptstadt. Hier ist der Kunde noch König und das wird auch schon vor den Pforten der altehrwürdigen Mall deutlich. Die untergehende Sonne über der weitläufigen Freifläche, die den Platz in Richtung des Kurfürstendamms öffnet, hat gerade ihren theatralischsten Punkt erreicht, als sich Kulturerbe Achim samt Hündin Izzy aus der Ferne nähert. Fast könnte man meinen, man hätte uns allesamt in einen kitschigen Gangsterfilm über das Miami der Neunzigerjahre gebeamt.

Ich überlege kurz, ob ich Achim jemals am helllichten Tag gesehen habe. Dieser Gedankengang ist insofern paradox, weil ich ihn im letzten Jahr geschätzte fünfundvierzig Mal nachts traf. Ungelogen. Es ist Fakt: Wer sich in Berlin auf Veranstaltungen mit Rap-Bezug herumtreibt, kommt schwer an ihm vorbei. Man trifft ihn bei SXTN-Releasepartys, im Vorprogramm eines gewissen Frauenarztes, bei Feature-Performances mit Haitiy, im Trio mit seinen beiden engen Homies Hugo Nameless und Fruchtmax oder gar beim Abriss der 102 Boyz auf dem „splash!“-Festival. Eigentlich überall.

Und jetzt eben zu besagter Hunderunde, die uns einmal straight über den Kurfürstendamm führen wird. Achim ist ein echter Macher, hat neben dem alltäglichen Hustle in letzter Zeit vermehrt seinem musikalischen Tatendrang Folge geleistet und vor wenigen Tagen seine zweite EP veröffentlicht. Beste Bedingungen, um in dieser Trasse voller Edelkarossen zwischen teuren Boutiquen und Glasvitrinen voller unbezahlbarer Schmuckstücke, die er seine Homezone nennt, endlich über seine Entwicklungen, Visionen und Einflüsse zu quatschen …

Du bist Urberliner und lebst seit deiner Geburt in Wilmersdorf. Schlüssigerweise treffen wir uns heute auf dem Kurfürstendamm, dem Herzstück deines Kiezes …

Ja, gerade der Ku‘damm spielt eine zentrale Rolle für alle meine Lebensphasen. Ganz davon abgesehen, dass er eine wirklich belebte Geschichte hat, habe ich mit meinen Leuten wirklich viel Zeit hier verbracht. Schon als wir klein waren war das ja schon allein immer unser Weg nach Schöneberg. Und später, als wir so sechzehn waren und anfingen, abends auf Partys zu gehen sind wir logischerweise ins Qdorf gegangen … Zehn Jahre später bin ich immer noch hier und drehe meine Hunderunde (schmunzelt).

Die meisten dürften dich im weitesten Sinne durch den Hype um das Projekt „Wie kann man sich nur so hart gönnen“ kennen. Verrückterweise hat dich dieser Track mit berühmt gemacht, obwohl du gar nicht direkt beteiligt warst.

Ja, genau. Der ursprüngliche Song war einer unter mehreren auf dem ersten Tape von meinen Homies Fruchtmax und Hugo Nameless. In einem anderen Song hatte ich zwar auch einen Part, aber auf „Wie kann man sich nur so hart gönnen“ war ich gar nicht zu hören. Dass im Sommer 2016 dieser Hype losbrach hat uns alle überrascht. Das ging alles ziemlich schnell und hat jeden von uns sicherlich nachhaltig gepusht.

Empfindest du den Rummel um diesen einen Track knappe eineinhalb Jahre später für dich eher als lähmenden Fluch oder immer noch als Segen?

Man muss ja schon zugeben, dass der Hype um den Song in seiner Dimension nicht mit einem Miami Yassin-Hit vergleichbar ist. Vielleicht ist das auch gut, weil sonst wirklich die One-Hit-Wonder-Gefahr gegeben gewesen wäre … Aber so hat der Trubel nur dazu beigetragen, dass ich und vor allem die Jungs bekannter geworden sind. Der Track hat uns zum „splash!“ und allgemein auf viele Bühnen im ganzen Land gebracht. Sprüher haben ganze Trains mit dem Liedtext vollgemullert, irgendwelche anderen Verrückten haben sich „WKMSNSHG“-Tattoos stechen lassen. Das war alles total abgefahren. Aber warum sollte das ein Fluch sein? Dadurch, dass ich selbst gar nicht auf dem Song bin, sondern nur im Video und bei den Live-Shows, wo der Track performt wird rumspringe, kann man mich ja nicht einmal auf ihn reduzieren (lacht).

Für Außenstehende mag es komische klingen, wenn sie hören, dass man dich gelegentlich als „Twitter-Rapper“ bezeichnet. Allerdings kommt diese Betitelung ja auch nicht von ungefähr … Beschreibe mal die Bedeutung, die Twitter für deine und eure Musik spielt oder gespielt hat!

Dinge wie die Parole „Wie kann man sich nur so hart gönnen“ entspringen ja im Ursprung der Deutschrap-Twitter-Community. Insofern kommt der Stempel des „Twitter-Rappers“ wirklich nicht willkürlich. Davon abgesehen habe ich tatsächlich die meiste Reichweite über meinen Twitter-Kanal und habe durch dieses Medium die Möglichkeit bekommen, mich wesentlich weiter im deutschen Rap zu connecten. Auch wenn ich nicht konkret über Twitter rappe, wäre ich ohne diese Plattform nicht da, wo ich bin. Es stört mich also nicht, wenn Leute mich „Twitter-Rappers“, das können sie ruhig machen …

Kommen wir zum Style deiner Mucke. Sie ist kurz gesagt ziemlich aggressiv, stressig und schnell und im Vergleich zu vielen deiner deutschen Newschool-Artgenossen wenig cloudy. Gibt man deinen Namen bei Google ein, bekommt man direkt zu lesen, dass du die Sparte des „Southern Rap“ bespielst. Bist du mit dieser Definition einverstanden?

Das wundert mich ehrlich gesagt auch immer (lacht). Ich habe wirklich nur eine vage Ahnung, was mit diesem „Southern“-Film gemeint ist. Bei iTunes falle ich ja auch in die Kategorie „Dirty South“ … Wahrscheinlich habe ich irgendwelche amerikanischen Rapper gebytet ohne es zu wissen (lacht). Aber mit dem „dirty“ kann ich mich an sich anfreunden.

Nach der Geschäftsmann EP im letzten Jahr hast du vor wenigen Tagen nun dein zweites Solo-Projekt veröffentlicht, die Großunternehmer EP. Hast du diesmal anders gearbeitet?

Ja, auf jeden Fall! Das erste Tape war ja wirklich eher aus der schlichten Idee entstanden, mal eine EP rauszuhauen. Einfach aus Bock. Dementsprechend zügig und unprofessionell hatte ich die damals auch zusammengezimmert. Dieses mal bin ich schon ein ganzes Stück bedachter ran gegangen … In jeglicher Hinsicht: Wir haben mehr am Sound geschraubt und ich habe mir mehr Zeit gelassen, weswegen ich mich auch technisch gesteigert habe. Das höre ich auch selber. „Großunternehmer“ ist weniger larifari, aber dafür sind deutlich fettere Club-Banger drauf.

Shadow030 veröffentlicht Snippet von „Schwarzer Hoody“

0

Shadow030 hat das Snippet zu seinem Album „Schwarzer Hoody“ veröffentlicht, welches am 13. Oktober erscheint.

Nachdem der junge Berliner bereits fünf Singles ausgekoppelt hat, bekommt der Hörer nun einen Vorgeschmack auf das gesamte Werk.

In seinem Snippet gibt Shadow030 einen kleinen Einblick, was er kann und warum er von großen Künstlern wie beispielsweise Sido supportet wird.

Letztes Jahr wurde der Rapper aus dem Märkischen Viertel durch sein Mixtape „Identität“ in der Szene bekannt und will nun beweisen, dass er auch auf Albumlänge ein gutes Produkt abliefern kann.

[amazon box=“B071KHQ4V4″]

Shadow030: Kiezspaziergang durch das Märkische Viertel

Shadow030 – Ganglove feat. Sido (prod. Hijackers) [Video]

Montez – Delirium (prod. ThankYouKid) [Video]

0

Montez veröffentlicht die Visualisierung zu seinem Track „Delirium“ von seinem Album „So macht die Sonne das auch“, das am 6. Oktober erschienen ist.

Im Delirium, das den Zustand beschreibt, in dem „der Verstand eingeschränkt und das Bewusstsein nicht klar ist“ scheint sich Montez ganz wohl zu fühlen. Trotz der Tatsache, dass er sich durch die Liebe und das Leben in diesem diffusen Zustand befindet, glaubt er immer noch an eine gemeinsame Zukunft mit der Angebeteten.

„Ich lass dich nie mehr los / In meinem Delirium fühle ich mich wohl“

Montez – Die Winde drehen sich (prod. ThankYouKid) [Video]

Ich brauch keine sieben Stellen vor dem Komma

Posted in Sound und Video | Tagged , , , | Leave a comment

Montez feat. Kool Savas – Robin Hood (prod. ThankYouKid) [Audio]

Montez aka Robin Hood

Posted in Sound und Video | Tagged , , , , | Leave a comment

Mach mit beim Bacardi Sound of Rum DJ Contest

0

BACARDÍ veranstaltet den Sound of Rum DJ Contest. Dabei geht es um deine Eigenkreationen in Sachen Sound of Rum. Und was ist der Sound of Rum? Eine Musikbewegung, bei der die Grenzen von Reggae, Dancehall, Soca, Hip-Hop und elektronischer Musik verschmelzen und Anhänger verschiedener Musikrichtungen zusammengebracht werden. Durch seine Herkunft Kuba ist BACARDÍ ein Verfechter dieses weltumspannenden Sounds und von unverwechselbaren Insel-Vibes mit modernem Einschlag.

Daher passt es gut, dass BACARDÍ und das US-amerikanische DJ- und Produzententrio Major Lazer, die ebenfalls einen karibischen Ursprung haben, seit Anfang des Jahres eine Partnerschaft eingegangen sind. Die ersten Früchte dieser Partnerschaft werden bald präsentiert. Denn Jillionaire, Mitglied von Major Lazer, und der Maestro de Ron BACARDÍ haben einen neuen Rum kreiert – die Major Lazer Limited Edition. Der gereifte, bernsteinfarbene Premium Rum ist eine Mischung aus leichtem und schwerem dunklem Rum und vereint die feinen Aromen von tropischen Früchten, Zedernholz, Mandeln und Vanille.

Wenn also Reggae, Dancehall, Soca, HipHop und elektronische Musik dein Ding sind, dann produziere einfach deine eigene Kreation und lade sie zwischen dem 9. und 27. Oktober auf deinem SoundCloud-Account hoch.

Dann musst du unter www.bacardi-djcontest.de den Link nur noch an das BACARDÍ Sound of Rum Team schicken und so viele Likes wie möglich für deine Kreation auf Soundcloud sammeln. Denn aus den 10 meist gelikten Beiträgen auf Soundcloud wird die Jury die drei Finalisten auswählen, die zum Finale am 9. November nach Berlin eingeladen werden. Der Gewinner fährt zum Wireless Festival nach London, erhält ein Premium Barset inklusive der BACARDÍ Major Lazer Limited Edition und wird auf Amazon Music promoted.

Alle erfolgreichen Einreichungen werden auf dem offiziellen Soundcloudprofil von BACARDÍ geteilt und können dort angehört werden: https://soundcloud.com/bacardisoundofrum.

Weekend veröffentlicht Snippet zu „Keiner ist gestorben“

0

Weekend veröffentlicht das Snippet zu seinem Album „Keiner ist gestorben“, das am 13. Oktober erscheint.

Im Snippet werden die 14 Songs angeschnitten und somit ein Überblick über das Soundbild geboten, das sich nach wie vor nach dem wohlbekannten Weekend anhört.

Die Videosingles zu „Fanpost von Gott“ ,„Geld“ , „Sofaking“ und „Ich will dass irgendwas kaputt geht“ wurden bereits veröffentlicht.

Auf dem Album werden zu dem noch vier Featuregäste vertreten sein: Fatoni, 3Plusss, Edgar Wasser und Sorgenkind steuern jeweils einen Part bei, wie man schon der Tracklist entnehmen konnte.

Weekend enthüllt die Tracklist inkl. Features & Produzenten von „Keiner ist gestorben“

Wer Dummheit scheiße findet, wird „Keiner ist gestorben“ lieben.

Posted in News | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment

Kommando zurück: Eminems Album doch noch nicht fertig

0

Vor wenigen Tagen haben wir berichtet, dass eine zuverlässige Quelle bestätigt habe, dass das neue Eminem-Album fertiggestellt worden sei.

So zuverlässig war die Quelle, der Produzent Mr. Porter selbst, anscheinend nicht. Gegenüber der Complex bestätigte er nun, dass die Aussage nur ein Witz gewesen sei. Als Erklärung gibt er an: „They trolled the shit out of me the whole time“.

Porters Motto scheint also „trolling the trollers“ zu sein und ein bisschen Fakenews zu verbreiten kann in einer Promo-Phase auch nicht wirklich schaden. Dass an dem Album gearbeitet wird, bestätigte er indes schon. Hoffentlich nicht schon wieder ein „Witz“.

Eminem: Das neue Album ist fertig

Eminem: Neues Album kommt – neuer Freetrack ist schon da

Eminem hat frohe Kunde für alle Freunde der gepflegten White Trash-Unterhaltung auf technisch unerreichtem Niveau: Es wird noch ein weiteres Album von ihm erscheinen. Laut eigener Auskunft arbeitet er gerade daran. In der Zwischenzeit gibt es den knapp achtminütigen Freetrack „Campaign Speech“ auf die Ohren – nix für schwache Nerven. Dafür sehr viel für alle […]

Posted in News, Sound und Video | Tagged , | Leave a comment

Shadow030 – Ganglove feat. Sido (prod. Hijackers) [Video]

0

Wenn man sagt, dass zwei Jungs aus dem Märkischen Viertel gemeinsam Musik machen, würden wahrscheinlich alle an Sido und B-Tight denken. Doch das MV hat ein neues Gesicht: Shadow030.

Auf seinem neuen Track „Ganglove“, ist der junge Rapper mit seinem Vorbild Sido zu hören. Der Song ist bereits die fünfte Singleauskopplung des Albums „Schwarzer Hoody“, welches am 13. Oktober erscheint.

Letztes Jahr machte sich Shadow030 bereits als Newcomer einen Namen und brachte sein Mixtape „Identität“.

[amazon box=“B071KHQ4V4″]

Shadow030: Kiezspaziergang durch das Märkische Viertel

Kevin Maeck Meyer – Babewatch Baby (prod. Bastian Kohler) [Video]

0

Kevin Maeck Meyer kommt mit der vollen Kraft einer Klischee-Keule um die Ecke und haut damit in seinem Video zu „Babewatch Baby“ alle um.

Mit stolzgeschwellter Brust stolziert der Düsseldorfer am Pool herum, mit einem Babe in Calvin Klein-Unterwäsche und Champagner. Jede Menge Anspielungen auf Nahrungsergänzungsmittel sowie ein schwarz glänzender Chopper dürfen auch nicht fehlen.

Dass das Video eine durchaus augenzwinkernde Hommage an Baywatch und den kalifornischen Lifestyle ist, wird spätestens bei der roten Badehose und dem „Zahnpastalächeln“ jedem klar.

Kollegah veröffentlicht klammheimlich die „Street Stories“-EP zum Stream

Das ist wohl an vielen vorbei gegangen…

Posted in Sound und Video | Tagged , , , , , | Leave a comment

 

Featured