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Fabster – In 3 Sätzen

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Frage: Kann man eine gute Scheibe abliefern und dafür nur 3 Sätze benötigen? Antwort: Ja, kann man! Okay, da es sich bei Fabster bekanntermaßen um einen aus der rappenden Zunft handelt, fallen die 3 Sätze etwas umfangreicher aus bzw. dienen eher als Grobgliederung seines Albums.Im ersten Satz wird die eher clubbige Schiene bedient, da darf dann auch gebattlet werden, aber eher humorvoll wie in „Blackout“: „Mir brennt schon ewig ne Frage auf meinen Lippen wie`n Zippo/ Sag mal spielt Ihr fangen am Mic oder warum jagt Ihr den Rhythmus?“. Auch sehr schön ein Rap von A-Z und zurück. Gefatured wird auch, so geht es mit DJ Hazze auf “Biz Dine Arsh Brand” im “Get your hands up in the air/ And wave them all around/ Like you you just don’t care” – Stil. Und wenn es schon die Clubbige Schiene sein soll, darf das Etablissement als solches natürlich nicht fehlen: in der „Mini Player Show“ kriegen all die HipHop- Kiddies ihr Fett weg: „…Sekt für Kinder/ und raucht andauernd das coole Dingsda/ Mister cool 14 Jahre/ heb die Lippe/ zieh dein Cap ins Gesicht/ verdeck die Pickel“.Da ist schon reichlich Unterhaltsames drin, doch Fabster beschränkt sich nicht nur auf solche Themen, im Zweiten Satz ist dann richtig Tiefgang drin. Los geht es mit „Geheimdienst“ produziert von Jaleel, ein smoothes Teil, mit gepitchtem Vocalsample, was sich mit Beziehungsstress auseinandersetzt: „Will keine Stories mehr hören/ von hundert anderen Wesen/ erzähl das deiner Freundin/ die kann mit Dir Stunden drüber reden“. Oder das von Emjay produzierte „Zimmer 210“: eine Geschichte über einen jungen Mann, der sich eine Kugel in den Kopf gesetzt hat, aber anstatt tod jetzt auf Zimmer 210 im Krankenhaus ist und an lebenserhaltenden Maschinen hängt: „So verletzte ich mich/ machte den letzten Schritt/ noch ein letzter Blick in Licht/ dann ein kräftiges Klick/ Ich hatte alles gut durchdacht/ aber es hat nicht geklappt/ jetzt lieg ich im Koma/ weder schlafend noch wach“. Das der Typ aus Halle auch wert auf Family legt, zeigt „Was auch immer es ist“, eine Nummer für seine kleine Schwester, sehr schön das Herr Fabster. Eines der (persönlichen) Highlights ist „Hinter meinem Rücken“: schneller Rap auf sehr untypischem Beat.

Das es auch durchaus humorvoll zu gehen kann, kommt spätestens im Dritten Satz raus: so das bereits von gleichnamiger EP bekannte „Ihr Singt Die Hook“ im Ballermann Stil oder auch der „Magic Freestyle Mic“ – Skit.

Fazit: mehr als gut, dass Fabster sich nicht nur auf drei Sätze beschränkt, denn er hat weitaus mehr zu erzählen und das größte Plus dabei: da ist Abwechslung drin, 18 Nummern, die nicht alle vom selben Thema handeln.

Raptile & Strong Arm Steady

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Raptile kommt mit neuem Shit direkt aus Amy-Land. Er hat sich mit Strong Arm Steady zusammengesetzt, und heraus kam „Size Ain’t Shit“. Produziert wurde dieser Track von dem neuen Dr.Dre Signing Hi-Tek. Doch das ist erst der Anfang. Denn Raptile wird in den Staaten sein neues Album „Moses“ produzieren, das voraussichtlich im August 2005 erscheinen wird. Wer da wohl alles als Feature dabei sein wird? Nun gut, als Vorgeschmack gibt es erstmal den Titel „Size Ain’t Shit“, und den könnt ihr euch ab 01.Februar auf der Monstablokaz-Seite als MP3 downloaden.

Montana-Graffiti-Kontest in Berlin

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Trotz der Ankündigung des Berliner Bürgermeisters, in nächster Zeit härter gegen Graffiti“Schmierer“ vorzugehen, lief heute in Berlin die „Blackbook Session“. Graffiti-Künstler aus der ganzen Welt fanden sich zusammen, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen um sie dann auf Papier festzuhalten. Morgen werden direkt gegenüber vom Berlin-Ostbahnhof die Wände gestürmt um sie mit feinstem Graffiti zu beschmücken. Das Montana-Event läuft noch bis einschließlich 20.Januar. Vielleicht schaut Herr Wowereit ja auch vorbei, um zu erkennt das Graffiti nicht nur „Schmiererei“, sondern auch Kunst sein kann.

Für Young Buck wird’s eng

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Am Freitag letzter Woche war die Anhöhrung zum Fall Young Buck (rap.de berichtete am 21.12.). Buck wird vorgeworfen, auf den Vibe Awards Jimmy James Johnson mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Zuvor hatte Johnson Dr.Dre, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden sollte, mehrmals ins Gesicht geschlagen. Die Verteidigung Buck’s plädiert auf nicht schuldig, um der Höchststrafe von 8 Jahren Knast aus dem Weg zu gehen. Von David“Young Buck“Brown hörte man im Gerichtssaal nicht mehr als „Ich bin Young Buck. Kauft mein Album!“. Weiter geht es in Buck’s Fall am 18.02. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Eminem vs. Dave Mays

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Dave Mays, der Mitbesitzer von „The Source“ und Kollege von Ray Benzino, war vor kurzer Zeit in einer Detroiter Radiostation um dort ein Interview zu geben. Nach dem üblichem Palaber fing Dave auf einmal an über Eminem herzuziehen. Em, der bis zu diesem Zeitpunkt nichts davon wusste, wurde per Telefon von einem Vertrauten über den Vorfall informiert. Mr. Encore entschloss sich spontan mit ein paar Jungs bei dem besagten Sender vorbeizuschauen um Dave Mays zur Rede zu stellen. Die Außeinandersetztung soll Berichten nach sehr laut und geladen, aber gewaltfrei gewesen sein. Ob das auch bei einem Ray Benzino so abgelaufen wäre? Auf jeden Fall sollte Dave Mays demnächst jegliche negativen Äußerungen gegenüber Eminen lieber in seiner Source, und nicht direkt in der Home-Town von Em aussprechen. Schlechte Taktik Dave!

HipHop for Bundesvision Song Contest

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Ab heute Abend werden sich in Stefan Raab´s Unterhaltungs-Show „TV-Total“ alle Teilnehmer des am 12.Februar 2005 statt findenden Bundesvision Song Contest vorstellig machen. Zu jedem Bundesland und dem jeweilig antretenden Künstler wird es eine extra Sendung geben. Damit ihr nicht versehentlich einschaltet, wenn De Randfichten oder Sandy an den Start gehen, haben wir vorab mal die interessantesten Termine für euch zusammengestellt. Zu Gast werden zunächst Deichkind sein, die morgen Abend (18.01.) ihren Titel „Electric Super Dance Band" darbieten. Am kommenden Dienstag (25.01.) folgen dann Jansen & Kowalski mit „Mamacita", Clueso präsentiert einen Tag später (26.01) seine aktuelle Singleauskopplung „Kein Bock Zu Geh`n!". Alle weiteren Termine lauten wie folgt: 27.01. Samy Deluxe („Generation"), 03.02. Sido („Mama Ist Stolz"), 07.02. Mamadee feat. Gentleman („Lass Los") und als Schlusslicht am 10.02.2005: Fettes Brot mit dem Titel „Emanuela“. Welches für euch der fetteste Auftritt sein wird, ist am Ende natürlich jedem selbst überlassen.

Method Man kommt nach D-Land

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Method Man macht sich auf den Weg nach Deutschland und wird am 28.01.2005 in Saarbrücken das E-Werk rocken. Es wird aber leider bei diesem einen Konzert bleiben. Wer Meth also live on stage erleben möchte sollte sich daher beeilen und einen der 3000 Plätze ergattern. Wäre Mr. Meth doch bloß einen Monat früher gekommen, dann hätten wir wohl Meth’n’Red im Doppelpack erleben können.

VA – More Than Loops

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Ein Achtung gebietender „Zughafen“ zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass vor Ort alle Fäden–- vor allem die roten – zusammen führen und die Erfordernis, auf bereits fahrende Züge aufzuspringen, schlicht und ergreifend nicht gegeben ist.

Nachdem die Erfurter „Zughafen“-Produktionsstätte im vergangenen Jahr mit Clueso´s Album-Release bewiesen hat, dass gute Musik drin ist, wo „Gute Musik“ drauf steht, behauptet die Bunch über die inzwischen veröffentlichte Studio B-Allstars-Compilation „More Than Loops“, man habe hierfür die besten Ergebnisse der letzten zwei Jahre Arbeit zusammengesucht.

Treten wir also die neuerliche Beweisführung an: Fakt ist, in jedem Fall ist die Zusammenstellung – sowohl an Musikstücken, als auch an dahinter stehenden Artists – zweifelsohne versatile zu nennen, jedenfalls wenn man gewisse Sympathien hegt für handgemachten, live instrumentierten und vor allem erwachsenen HipHop, Soul, Funk oder auch Jazz!Wer war zu Gast im Studio B zu Erfurt? Zum einen natürlich Zughafen-Flaggschiff Clueso, dessen Singstimme immer mehr zu reifen scheint, außerdem dessen langjährige Kumpanen und Tour-Begleiter Norman Bates, Steer M und Dirt M 25 –- drei Jungs, mit denen in der deutschen HipHop-Landschaft alsbald noch vermehrt zu rechnen sein dürfte.

Auf „Extended Player”, der im Sommer 2003 erschienenen Clueso-EP, killte vor allem der Titel “Don´t The Video“ feat. Grand Agent massiv. Von DJ Malik und Clueso zu einem smoothem Remix verarbeitet, findet dieser auf „More Than Loops“ verdientermaßen Platz, neben „Früchten“ der Zusammenarbeit mit den Jungs vom Blumentopf & Manuva („Mein Block-RMX“), Afu Ra & Perverted Monks („It´s On-Piano Mix“) oder auch Metaphysics („Love“) – Homie aus Kölner Tagen, in denen das Zughafen-Kollektiv noch ein loser Mix, bestehend aus Wostok Mob-Members und 10Vor10-Artists gewesen ist.

Dann wären da noch die Jungs und Mädels, von denen ich, um ehrlich zu sein, vorab noch nie etwas gehört habe, jedoch froh bin, durch diese Sampler-Produktion endlich von ihnen zu erfahren. So beispielsweise Yarah Bravo – aus dem Stall von DJ Vadim und Ninja Tune , welche den Titel „Zwei Augen – Stand Up“ feat. Dirt M mit einer so was von butterweichen Stimme bereichert, oder die Rapper Lass MC und Rasputin, beide mit ordentlich Wortwitz für den Titel „Geisterstadt“ im Zughafen angetreten, und auch der aus den USA stammende Blue Rum 13, der mit extrem wandelbarer Stimme auf „Thumbs“ die Beats von Clueso verfeinert.Ich will ehrlich sein: „More Than Loops“ ist, will man von DJ Nas D´s Produktion „In A Land Of Funk“ absehen, nicht wirklich ein Dancefloor-Burner. Aber ganz sicher handelt es sich um ein wirklich ansprechendes Album für nach dem Club und Soundliebhaber mit gesteigertem Niveau – w.z.b.w.

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