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Es wird bunt

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Im November wird es in den USA eine neue Cartoonserie mit dem Namen ‚Class of 3000‚ geben. Diese Serie wurde von Andre 3000 (Outkast) entwickelt und auch produziert. In der Serie geht es um Sunny Bridges, einen Superstar (27 Grammys und ein Nobelpreis), der seine Karriere hinter sich lässt, um Musik Lehrer in Atlanta zu werden. Dieser Charakter wird von Dre vertont werden.In Atlanta trifft Sunny auf die musikalisch talentierten Jugendlichen Lil’D, Tamika, Philly Phil, Madison, Eddie und die Zwillinge Kim und Kam und nimmt Einfluss auf deren Leben. Der Charakter Lil’D wird sich an Dre als Junge orientieren.

Jede Folge von ‚Class of 3000‚ wird einen neuen exklusiven Song von Andre 3000 beiinhalten und zu jedem Song wird es ein individuelles, animiertes Musikvideo geben.

Dazu, wann ‚Class of 3000‚ in Deutschland ausgestrahlt wird, gibt es noch keine Angaben.

LL Cool J Deutschland-Tour 2006

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Der Ausnahmerapper, Schauspieler und 2-fache Grammy-Gewinner James Todd Smith alias LL Cool J („Ladies Love Cool James“) geht im vom 25.09.-04.10.2006 mit seinem neuen Album „Todd Smith“ erstmals auf Deutschlandtournee. An den sechs Terminen präsentiert der New Yorker Rapper nicht nur sein aktuelles Album, sondern gibt auch seine Hits der 80er und 90er zum Besten. Schon der Support Act lässt das Hip-Hop Herz höher schlagen: Die deutschen Rap-Künstler Afrob, Lisi und She-Raw werden im Vorprogramm mit einer explosiven Darbietung den Auftritt des erfolgreichsten Rappers LL Cool J einleiten.

Bei uns könnt ihr für 4 der 6 Dates Konzerttickets inkl. Meet & Greet für 2 Personen gewinnen.

Die Gewinner bekommen an der Abendkasse einen entsprechenden Pass der den Besuch des Konzertes beinhaltet und im Anschluss dessen ein kurzes Treffen, im erlesenen Kreis von maximal 20 Personen, mit LL Cool J  höchstpersönlich im Backstagebereich mit der Möglichkeit zum kurzen Talk oder einen Schnappschuss fürs Fotoalbum mit dem Ladys Lover.

Für die folgenden Dates haben wir wie folgt Verlosungsplätze zur Verfügung:
25.09.2006          Köln – Palladium (1×2 Meet & Greet inkl. Konzert)
26.09.2006          Berlin – Columbiahalle (3×2 Meet & Greets inkl. Konzert)
01.10.2006          München – Zenith (3×2 Meet & Greets inkl. Konzert)
04.10.2006          Böblingen – Sporthalle (3×2 Meet & Greets inkl. Konzert)

Das Konzert in Böblingen am 04.10. fällt aus. Das Konzert wird mit dem im Mannheim, am 03.10. zusammengelegt. Alle die schon Karten für Böblingen gekauft haben, können diese zurückgeben oder mit den Karten das Konzert in Mannheim am 03.10. besuchen.

Hier könnt ihr die Tickets gewinnen!

Anstehende Releases

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Die schlechte Nachricht kommt zuerst, bleibt aber auch die Einzige: Hell Hath No Fury‚, das langerwartete Album von The Clipse, kommt noch später als erwartet. Der Release war für September angekündigt, dann auf Oktober verlegt und wurde jetzt in den Dezember geschoben. Ein exaktes Datum gibt es noch nicht, fest steht nur, dass es von den Neptunes produziert wurde.

Bereits in den Läden steht das Kelis Album ‚Kelis was here‚, für dessen Produktionen sich unter anderem Künstler wie Will.i.am, Cee-Lo Green und Scott Storch verantwortlich zeigten. Die erste Single ‚Bossy‚ mit Too $hort ist schon heftig am Rotieren, weitere Gäste sind Spragga, Cee-Lo, Smoke und ihr Angetrauter Nas.

Auch von einer anderen Lady im Buisiness wird man bald wieder hören: Nach vier jahren Pause ist Eve wieder im Studio um ein Album aufzunehmen, welches noch dieses Jahr zu haben sein soll. Produzieren werden unter anderem  Dr.Dre, Scott Storch, Swizz Beatz, Cool & Dre und den Neptunes. Angeblich wird man Eve auf dem Album nicht nur rappen sondern auch singen hören und erscheinen wird der Longplayer über Full Surface Records und Dr.Dre’s Aftermath Entertainment.

Über Akons Soloalbum berichteten wir bereits, jetzt wurde auch bekannt, dass der gute Mann ein Kollabo-Album mit Young Jeezy aufnimmt. Die Beiden haben bereits sehr erfolgreich das Duett ‚Soul Survivor‚ veröffentlicht und scheinbar scheint es nicht nur eine erfolgreiche, sondern auch eine gute Zusammenarbeit gewesen zu sein. Wann das Album kommt ist jedoch noch nicht bekannt.

Hi-Tek arbeitet schon eine ganze Weile an seinem neuen Album und wenn man sich die lange Liste der Featuregäste anguckt, scheint es ein Hochkaräter zu werden: Busta Rhymes, Kurupt, Talib Kweli, Jadakiss, Papoose, Raekwon Ghostface, Nas, Common, Snoop Dogg, Q-Tip, Dion, The Game, Strong Arm Steady, Devin The Dude, Bun B, J Dilla, Slim Thug, Raphael Saadiq, Bootsy Collins und Marsha von Floetry. An den Reglern hat Hi-Tek selber gestanden und vermutlich wird sich ‚Hi-Teknology 2: The Chip‚ ab 17.Oktober in den Läden finden lassen. Erscheinen wird der 18 Track starke Longplayer über Babygrande Records.

Denjenigen, die auch noch Lust auf ein visuelles Erlebnis haben, empfehlen wir die ‚Hustle Up Vol. 2‚ DVD. Der zweite Teil des DVD Magazins über die amerikanische HipHop Szene beinhaltet unter anderem Juelz Santana, The Game, Scott Storch, Just Blaze, Mike Jones und Paul Wall.
   

Output und Signings

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Bishop Lamont, der schon seit langem als eines der größten Talente der Westcoast gehandelt wurde, hat nun, nachdem er bei Aftermath mittlerweile zur Stammbesetzung gehört, die Arbeit an seinem demnächst erscheinenden Solo-Debüt "The Reformation" fast beendet und hilft Dr.Dre nebenbei noch fleißig bei dessen Arbeit an dem schon so lange erwarteten "Detox".

Besagter Dr.Dre präsentiert uns nun zusätzlich auch noch sein neuestes Signing Joell Ortiz aus Brookln, NY. Wie der Kontakt zwischen den beiden zustande kam, erzählt Joell Ortiz ausführlich auf XXLmag.com. Sein Ziel ist es, seinen bisherigen Werdegang, den du auf seiner myspace-Seite nachvollziehen kannst, so erfoglreich weiter zuführen, um irgendwann eine ernsthafte Konkurrenz für Leute wie Jigga und Fiddy zu sein. Aber wer möchte das in Ami-Land eigentlich nicht?

Und nicht zu vergessen: Eve und Akon sind momentan auch derbe am Start. Dre scheint soweit alles richtig zu machen…

EMs „The Re-Up“-Tape wird zur LP!

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Wie wir bereits berichteten wird es Neues von Eminem geben. Jetzt hat man sich allerdings doch – wie irgendwie schon vermutet – dazu entschlossen, aus dem „The Re-Up“-Mixtape eine LP zu machen. Em wollte nun mal alle Gerüchte um dieses Teil ins Reine bringen und nahm Stellung. Dabei sagte er, dass die Tracks die fertig waren, einfach zu gut waren, um „nur“ auf ein Mixtape zu kommen. Er gab aber ebenfalls zu verstehen, dass dadurch natürlich auch ein größerer Push für seine Neu-Signings entsteht (Was da wohl überwogen hat?). Diese wären dann Stat Quo, Bobby Creekwater und Ca$his und die sind mit der Entscheidung bestimmt auch recht zufrieden. Auf der ersten Single „You don`t know“ treffen dann Eminem, 50 Cent und Ca$his aufeinander und werden zeigen, was man zu erwarten hat.

Die zu erst auch auf dem Mixtape geplanten Proof-Sachen werden nun auf das neue D12-Album verschoben, weil die dort laut Mr.Mathers auch einen besseren Platz einnehmen…

Verbale Kriegserklärung

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In den einschlägigen HipHop-Foren und auch diversen Gästebüchern vermeintlich beteiligter, bzw. betroffener Künstler wurde schon mächtig gemunkelt, was denn nun am Donnerstag, bei MTV TRL von Shok Muzik, bzw. D Irie, vom Stapel gelassen wird. Es soll eine wirklich unangenehme Abrechnung mit und eine Kampfansage an zwei hochrangige Aggro Berlin Künstler sein.

Morgen findet bei MTV TRL die Weltpremiere des Songs "Was jetzt los!?!" von D Irie statt. Nach Shok Muziks eigener Aussage wird der Song sehr polarisieren und das Video für eine Menge Gesprächsstoff sorgen.

Die rap.de-Redaktion möchte hiermit klarstellen, dass sie sich in dieser Angelegenheit jeglicher Meinungsäußerung entzieht und als reine Informationsplattform auftritt.

 

News Update vom 21.09., 20 Uhr:

D Irie "Was jetzt los?!?" Video

 D Irie "Wast jetzt los?!?" Video Making of

Ein weiteres "Making of" zum Video von D Irie "Was jetzt los?!?" findet ihr exklusiv ab Samstag auf rap.de.

News Update vom 26.09., 19 Uhr:

Nachdem am Samstag, 23.09. 00:01 Uhr das am 21.09. von uns angekündigte "Making of Part 2" zum Irie D Video "Was jetzt los?!?" auf rap.de zum freien Download bereitstand, wurden wir seitens Shok Muzik Management am Montag, 25.09. gebeten den Download wieder von der Seite zu nehmen. Dem Wunsch sind wir nachgekommen mit der Ansage von Shok Muzik, dass wir ein anderes exklusives "Making Of" zur Verfügung gestellt bekommen am 26.09. Sobald uns das vorliegt bzw. wir es bekommen sollten, stellen wir es natürlich umgehend auf rap.de.

News Update vom 27.09., 12 Uhr:

Eine gekürzte "Making of Part 2" Version jetzt Online!

Remedy

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Never Again! („Jakob & Esau“ I.)

Als ich Remedy vor vier Jahren zum ersten Mal interviewte, tourte er mit den Killabeez (Timbo King, Killarmy, Shabazz the Disciple und Cilvaringz) durch die Bundesrepublik. Mich interessierte, wie Remedy seine „weiße“ Haut und seinen jüdischen Glauben mit den teils rassistischen, teils antisemitischen Weltanschauungen der „Götter“ der 5% Nation ( und Timbo KingKillarmy) oder Nation of Islam-Sympathisanten (Shabazz the Disciple) unter einen Hut brachte. Schließlich plädiert z.B. Shabazz the Disciple einerseits für die Todesstrafe für „the pale face, devil race“ (Death Be The Penalty) – was ihn andererseits nicht davon abhält mit „weißen Teufeln“ wie Curse ins Studio und mit Remedy auf Tour zu gehen. Damals hieß es von beiden Seiten, es gäbe zwar unterschiedliche Ansichten, aber ansonsten: „it’s all good“. Ein Jahr später berichteten US-amerikanische und israelische Medien von der gemeinsamen Reise Remedys und Killah Priests nach Israel, allerdings ohne auch nur ein Wort über die Kuriosität dieser Formation zu verlieren. Schließlich bezeichnet sich Killah Priest, als ein Anhänger der Black Hebrews, als „echter Jude“. Die herkömmlichen „weißen“ Juden seien lediglich Konvertiten, die sich einst der „jüdischen Kultur“ bemächtigt und zu einer Religion umgewandelt hätten. Außerdem ist Killah Priest bereits, wenn auch nur in wenigen Internetforen, für teils antisemitische Aussagen in seinen Texten kritisiert worden. Wie also brachten diese beiden „echten“ bzw. „falschen“ Juden ihre Gegensätze in Einklang, um eine gemeinsame Reise nach Israel zu unternehmen? Nach zwei Jahren unbeantworteter Interviewanfragen bot sich nun doch noch die Gelegenheit Remedy am Telefon sowohl zu seinem Verhältnis zu Killah Priest als auch zu seinem Deutschlandaufenthalt, seiner Familiengeschichte und Wu-Tang-Connection, zu Antisemitismus im HipHop, dem Phänomen „Heeb Hop“ und zu seinen nächsten Projekten zu befragen.           

rap.de: Wie war das vor vier Jahren für dich in das Land zu reisen, das deiner Familie so viel Leid angetan hat?

R.medy: Das war großartig! Das war meine Revanche! Verstehst du, ein Ausgleich! Vergeltung durch meine Musik, Mann, besonders mit „Never Again“ [Erschien erstmals 1998 auf Wu-Tang Killa Bees: „The Swarm“, dann auf Remedys erstem Album „The Genuine Article“ (2001), sowie auf dem Zweiten „Code:Red“ (2002); Anm. d. Verf.]. Bei jeder meiner Shows dort fragte ich: „Welches Jahr haben wir? Was wäre mir passiert, wenn ich in den 40ern in Deutschland hier in dieser Straße gewesen wäre?“ C’mon, man, it’s sick.

rap.de: Bist du auch mit jüdischen Deutschen zusammengekommen und hast du auch ein paar historische Orte aufgesucht?

R.: Ich hatte keine Zeit, um historische Orte aufzusuchen, aber ich habe ein paar deutsche Juden getroffen. Vor allem aber traf ich gewöhnliche Deutsche, die nicht jüdisch waren. Mir kam es vor als sei die deutsche Jugend leicht durcheinander, weil ihre Großväter teilweise direkt in den Holocaust involviert waren und so. Mir schien es, als ob sie leicht verwirrt darüber wäre, wie und warum das alles mit anderen Menschen geschah. Außerdem wachsen einige der deutschen Kids immer noch mit Hass auf, aber der kommt halt aus ihren Familien.  

rap.de: 2002, war das dein erstes und letztes Mal in Deutschland?

R.: Ja, das heisst nicht mein letztes Mal. Ich würde schon gerne noch mal nach Deutschland kommen. Ich hatte dort ne tolle Zeit! Ich bin ausgeflippt, Mann, durch Berlin, München, Stuttgart und so weiter zu fahren. Das war alles irre für mich. Ich hätte auch gerne eins der Lager in Deutschland besucht, aber dafür hatte ich leider keine Zeit.

rap.de: Hast du noch Verwandte in Europa?

R.: Heute? In den 40ern, da hatte ich welche! Mein Großonkel Boris wurde ermordet, von hinten erschossen. Seine Familie wurde in die Lager gebracht und nie wieder gesehen. Das war in Polen.

rap.de: Stammt deine Familie aus Polen?

R.: Meine Familie stammt aus Polen, Österreich und Ungarn. Doch der Großteil meiner Familie hat es hier rüber geschafft als es losging. Aber mein Großonkel Boris, der hat’s nicht geschafft. Heute also, habe ich, glaub ich, keine Verwandten mehr in Europa.

rap.de: Du hast viel über diese Zeit von deiner Großmutter erfahren, stimmt’s!?

R.: Ja, meine Großmutter… Sie wurde 95, Gott sei Dank. Sie hat mir viel beigebracht über das, was passiert ist, darüber, wer es geschafft hat zu fliehen und wer nicht. Ich spreche oft mit älteren Menschen, denn Weisheit hat viel mit dem Alter zu tun, und mit Menschen, die das alles durchgemacht und gesehen haben. Von ihnen versuche ich mein Wissen und meine Richtung zu bekommen! Und Gott sei Dank habe ich einige gesegnete Menschen um mich herum, die wirklich auf mich aufpassen und versuchen, mir zu helfen. Wir reden ständig miteinander.  

rap.de: Wie bist Du mit Killah Priest zusammengekommen?

R.: Tja, ich kenne Killah Priest schon seit Jahren, Mann, Wu-Tang! Verstehst du!? ist ein echter Bruder, Mann, mein Bruder! Priest ist sehr spirituell.

rap.de: Ich war überrascht als ich von Eurer gemeinsamen Reise nach Israel vor drei Jahren hörte.

R.: Ja, Mann, das war schön! Von Killah Priest gibt’s ein Album namens „View from Masada“, also nahm ich ihn mit nach Israel, auch nach Masada. Wir machten all seine Lyrics real! Ich fragte ihn: „Willst Du mit nach Israel?“, und er sagte: „Hell, yeah!“ Und dort war’s unglaublich, Mann! Wir haben all die Sehenswürdigkeiten besucht, einfach alles, Mann. Wir haben an die 15 Shows gegeben, ein Album aufgenommen, wir haben ne Menge gemacht. Übrigens war ich letzten Sommer wieder in Israel, diesmal für drei Monate.

rap.de: Hast du dort Verwandte?

R.: Ja, und zwar sechs Millionen (lacht)!

rap.de: Soweit ich weiß, ist Killah Priest ein Anhänger der Black Hebrew-Bewegung. Einige Black Hebrew-Gruppen behaupten, sie würden die wahren Juden sein im Gegensatz zu den falschen „weißen“ Juden, die einst den „schwarzen“ Juden ihre Kultur genommen und sie fortan unterdrückt hätten. Wie hast Du das mit Deinem „gewöhnlichen“ Judentum in Einklang gebracht?

R.: Mann, ich habe überhaupt nichts in Einklang gebracht! Ich bin, was ich bin, da kann ich nichts dran ändern. Ich habe die Geschichte nicht gemacht, weißt du!? Ich habe niemandem etwas weggenommen! Ich meine, wenn die solche Behauptungen aufstellen wollen, bitte, von mir aus! Aber keiner (lach) kann mir erzählen, dass ich nicht jüdisch bin! (lach) Keiner kann mir erzählen, dass ich oder die Menschen in Israel nicht jüdisch seien, komm schon, Mann, das sind die Juden! Aber weißt Du was, auch die schwarzen Israeliten, Schwarze überhaupt, wurden im Holocaust getötet!

rap.de: Killah Priest rappt in „Information“: “Allah´s far amazing / than any God or for a pagan / raised in synagogues of Satan"  Die Terminologie „Synagogen des Satans“ stammt aus der Bibel und wird seit ehedem von Antisemiten, wie z.B. Farrakhan von der Nation of Islam, genutzt, um Juden zu diffamieren. Wie denkst Du über solche Verse von Killah Priest?

R.: Ich denke, Killah Priest liest ne Menge und wusste nicht wirklich, was er da sagt (lacht). Priest betrachtet sich als Jude. Natürlich, er ist schwarz, aber er ist von der alten Schule, Mann. Er sagt nicht, dass die weißen Juden keine echten Juden seien. Priest betrachtet sich als Jude, und ein Jude ist ein Jude! Es gibt Juden und Nichtjuden! Wenn du ein schwarzer Jude bist, dann bist du halt ein schwarzer Jude. Bist du ein weißer Jude, bist du halt ein weißer Jude.

rap.de: Er sagt zwar nicht offen, dass die „weißen“ Juden keine echten Juden seien, aber er sagt, dass die wahren Juden „schwarz“ seien. Also frage ich mich, wen er für die falschen Juden hält.

R.: (Lacht) Das musst Du ihn fragen! (s. Interview mit Killah Priest; Anm. d. Verf.)

rap.de: Habt du und Priest dieses Thema diskutiert?

R.: Oh, Mann, wir führen ständig solche Gespräche! Ich und RZA diskutieren darüber, wer der erste Mensch auf Erden war. RZA sagt, er war schwarz, und ich sage, dass ich nicht weiß, was er war. Aber es bringt nichts darüber zu streiten. Die Wahrheit ist die Wahrheit, egal, wer was sagt. Auch wenn man die Wahrheit nicht kennt, bleibt sie doch die Wahrheit. In Israel haben Priest und ich von der Geschichte der Juden und von Israel gelernt, verstehst du, wir haben einfach unseren Geist und unsere Gedanken erweitert!

rap.de: Mir kommt da halt einiges widersprüchlich vor und ich wollte wissen wie du diese Widersprüche in Einklang gebracht hast. Aber schließlich war ich froh zu hören, dass du und Killah Priest gemeinsam in Israel wart.

R.: Sicher, aber wir reisten als Einheit. Wir reisten nicht als der schwarze Jude und der weiße Jude. Wir waren nicht dort, um unsere Probleme und Unterschiede in Einklang zu bringen. Wir waren dort, um zu lernen, um uns zu entwickeln und zu wachsen! Ich bin nicht da, um mich zu streiten. Diese schwarzen Juden auf den Straßen von New York, die rufen, dass sie die wahren schwarzen Juden seien und so ne Scheiße, diese Scheiße finde ich wack! All die schwarzen Juden, und damit meine ich die äthiopischen Juden, leben in Dimona in Israel. Das ist ein Ort in Israel, wo all die schwarzen Juden leben.

rap.de: Zum Beispiel die Falaschen (recht orthodoxe Juden aus Äthiopien, die in den 80ern von Israels „Law of Return“ Gebrauch machten und zu Tausenden nach Israel übersiedelten; Anm. d. Verf.).

R.: Ja. Das sind auch Juden. Wenn jemand z.B. aus Äthiopien kommt und erklärt, jüdisch zu sein, dann habe ich damit kein Problem! Verstehst du, I represent humanity, man, my nationality is reality!





rap.de: Was hat dich in Israel am stärksten beeindruckt?

R. Der stärkste Eindruck? Jerusalem, Mann, die alte Stadt. Salomos Tempel.
(Fängt an zu rappen): 
"Let’s take a trip through history / Around the time 3000 BCE / They asked me to teach and to bring the news / Going way, way back to the story of the Jews" (es folgen ca. 40 Lines bis zur Staatsgründung Israels; Anm. D. Verf.)

rap.de: Word! Neues Zeug?

R.: Ja, „The Story of the Jews“. Ich und Priest haben in Israel auch ein paar Songs zusammen gemacht. Einer heißt „The Testimony“, ein anderer „The Prayer“ mit alten jüdischen Gebeten dabei, verrückte Sachen.

rap.de: Wo wird das veröffentlicht?

R.: Hast Du schon mal von Subliminal (ein erfolgreicher israelischer Rapper & Produzent; Anm. d. Verf.) gehört? Ein paar Sachen sind auf seinem neuen Album, wieder andere werden auf meinem neuen Album sein.

rap.de: Subliminal ist Teil meiner nächsten Frage. Ich habe schon gehört, dass Ihr gemeinsam aufgetreten seid. Aber hast Du auch schon mal daran gedacht mit palästinensischen HipHoppern zusammenzuarbeiten?

R.: Ja, da gibt’s einen Typ namens P.N., ein so genannter palästinensischer Rapper. Mit ihm wollte ich was machen, aber dann fand ich heraus, dass er gar nicht von Palästina, sondern ein arabisch-jüdischer Rapper ist. Er ist kein Palästinenser. Also hielt ich das für Zeitverschwendung. Er hat nur versucht die Phrase „palästinensischer Rapper“ zu nutzen, um Publicity zu bekommen. Aber ja, ich würde gerne was mit palästinensischen Rappern machen! Hab ich sogar schon gemacht! Hast Du von dem Ding mit RZA und mir gehört?

rap.de: „Muslim and a Jew“!?

R.: Ja, und der dritte dabei ist zwar auch kein palästinensischer Rapper, sondern… Cilvaringz, kennst Du den!?

rap.de: Ja, er ist aus den Niederlanden.

R.: Ja, genau.

rap.de: Hat er nicht auch einen arabischen Hintergrund!?

R.: Ja, genau.

rap.de: Wie denkst du über den Konflikt im Nahen Osten?

R.: Weißt du, es gibt keinen Krieg ohne Frieden und keinen Frieden ohne Krieg. Für mich wird der Konflikt niemals enden. Aber ich bin für einen palästinensischen Staat, doch sollte der in einem der angrenzenden arabischen Länder errichtet werden.

rap.de: Was ist eigentlich aus deiner Wu-Tang-Zugehörigkeit geworden?

R. Ich bin immer noch dabei! Es ist nur so, dass jeder sein eigenes Ding macht. Ich habe z.B. das letzte Cappadonna-Album „The Struggle“ über mein Label raus gebracht. Das Wu-Tang-Ding läuft noch, ich mein, ich hab erst vor zwei Tagen getroffen, mit Ghost Face und  RZA habe ich auch vor ein paar Tagen gesprochen. Auch Raekwon kommt in mein Studio. Alles ist im Lot, nur arbeitet jeder an seinem eigenen Projekt.

rap.de: Ich denke, dein erstes Album war recht erfolgreich. Aber soweit ich weiß, wurde dein zweites Album „Code Red“ hier drüben nicht vertrieben. Wie lief das Album denn in den USA?

R.: Da hab ich einen Fehler gemacht. Ich hatte bei meinem zweiten Album nicht den richtigen Großhändler. Ich dachte, ich könnte da jemandem vertrauen, aber dann hat er mich sitzen lassen. 

rap.de: Und was ist mit deiner Website los? Die ist schon seit ner ganzen Weile nicht mehr auf dem neuesten Stand.

R.: Ja, definitiv nicht, Mann. Ich muss da mal was machen (lach), jemanden engagieren, der das für mich erledigt (Was just geschehen ist; Anm. d. Verf.). Sieht fast so aus als wär ich weg vom Fenster, was!?

rap.de: Ein bisschen schon.

R.: Nein, ich bin immer noch am Ball, Mann! Ich war in Israel und habe dort ein komplettes Album mit israelischen Künstlern aufgenommen. Ich weiß noch nicht, wie es heißen wird, vielleicht einfach „Remedy presents New York to Israel – HipHop Vol. 1!“ Außerdem arbeite ich an einem neuen Album für Amerika. Ich arbeite noch an dem Album mit den Israelis und werde es bald veröffentlichen, überwiegend in Israel, aber auch in den USA. Eigentlich sollte man es in der ganzen Welt bekommen können, aber ich weiß nicht…Zurzeit mach ich noch ne Menge für mehrere jüdische Organisationen. Ich war viel an Universitäten, habe dort Reden gehalten und bin aufgetreten. Aber basierend auf „Never Again“, Mann, da kriege ich immer noch täglich Feedback und Emails! Die Leute erzählen mir, wie der Song sie jedes Mal zum Weinen bringt, wie sogar einige Rabbis anfangen mussten zu weinen! „Never Again“ hat mein Leben verändert, was ich nicht kommen sah. Aber als der Song dann auf dem Album war, haben ihn so viele Menschen gehört, dass Juden aus aller Welt mit mir Kontakt aufnahmen. Das ist schon unheimlich.




rap.de: Mit wem arbeitest du bei deinem Label Code Red Entertainment zusammen?

R.: Mit allen, Mann! Kennst Du JoJo Pellegrino? Er ist ein weißer Typ aus Staten Island und war vorher bei „Violator“. Solomon Childs! Mein Mann LoungeLoe, der Bruder von Cappadonna. Ich versuche auch was mit Guru zu machen, das ist mein Mann. Nächste Woche treffe ich mich mit G Rap. Verstehst du, ich mach immer noch mein Ding, Mann! Außerdem hab ich jetzt ein Studio in meinem Büro. Wir machen einfach Musik, Mann. Kennst Du ESPN? Das ist ein Sportsender, für den ich viel mache. Denen hab ich grade erst 30 Instrumentals verkauft, außerdem zwei Songs für deren 25stes Jubiläum!

rap.de: Und was wurde zuletzt bei Code Red Ent. veröffentlicht?

R.: Meine letzte Veröffentlichung war das Cappadonna-Album vor knapp zwei Jahren. Danach ging ich dann für ein paar Monate nach Israel, wo ich einfach gearbeitet und gechillt habe. Ich habe wieder angefangen meine Bücher zu lesen, verstehst du!?

rap.de: Was für Bücher?

R.: Ich lese alle möglichen Bücher, über Geisteskrankheiten, über Israel, den Konflikt, über die Schlachtfelder.

rap.de: In Internetforen wird öfter darüber diskutiert wie antisemitisch HipHop ist. Was ist deine persönliche Erfahrung mit Antisemitismus im HipHop?

R.: Heutzutage gibt es eine Menge jüdischer Leute im HipHop, verstehst du!? Also werden keine besonders lauten antisemitischen Anspielungen gemacht. Was mich persönlich angeht, so hat mir noch keiner etwas ins Gesicht gesagt über mein Jüdischsein. Ich meine, die Leute können sagen, was sie wollen – hinter meinem cken. Ich bin auch sicher, dass sie das tun. Aber es hat sich noch nie jemand mit etwas Antisemitischem direkt an mich gewendet. Also, was die Musik angeht, habe ich da nicht viele Erfahrungen gemacht. Andererseits erfahre ich das jeden Tag, denn schließlich kann Remedy es nur bis an eine gewisse Grenze schaffen, weil er halt der weiße, jüdische Rapper ist. Verstehst du, das ist dieser versteckte Antisemitismus. Er wird nicht wirklich gesehen und gehört, aber er ist da.

rap.de: Wie denkst du über Mos Def’s als antisemitisch kritisierten Track „The Rape Over“?

R.: Mos Def? Ich halte ihn für einen Rassist (lacht). Ich halte nicht besonders viel von Mos Def. Er mag keine Weißen, geschweige denn Juden! Er hasst alle Menschen, außer Schwarze. Ich weiß nicht, der muss mal nach Israel gehen! Ich finde überhaupt, dass jeder einmal Israel besuchen sollte, ob man nun jüdisch ist oder nicht.

rap.de: Was glaubst du, würde das bewirken?

R.: Ich glaube, dass es sie in Staunen versetzen würde. Israel ist wirklich beeindruckend! Ich meine, wenn man durch Jerusalem geht, da fühlt man buchstäblich etwas, das man nirgendwo sonst auf der Welt fühlt! Ich weiß nicht, ob es daran liegt, wie manche behaupten, dass es der nahste Ort zu Gott ist. Aber allein das Gefühl in Israel ist beeindruckend. Und wenn man dann noch anfängt, sich mit der Geschichte, den historischen und biblischen Orten auseinanderzusetzen, dann fühlt man da einfach was. Das fühlt man nicht, wenn man in den Vereinigten Staaten oder sonst wo ist. Wenn man sich dann mal mit den Menschen auseinandersetzt, dann merkt man auch mal, dass das Menschen sind. Israelis sind Menschen! Sie sind nicht bloß etwas, das man auf CNN in den Nachrichten sieht. Und das ist das Problem: überall außerhalb von Israel ist alles, was man zu sehen bekommt CNN und was CNN über Israel sagt! Natürlich will dann keiner mehr nach Israel, wenn man das alles glaubt! CNN irritiert die Leute. Ich meine, sogar die Christen und Moslems halten Israel für den heiligsten Ort der Welt, alle Menschen egal welcher Rasse, Hautfarbe oder Glaubensrichtung!  

rap.de: Praktizierst du eigentlich den Judaismus?

R.: Ja, ich praktiziere ihn auf meine eigene Art! Ich bin kein orthodoxer Jude. Ich bin ein amerikanischer, säkularer Jude!

rap.de: Was ist deine Meinung über das Phänomen „Heeb Hop“?

R.: Heeb Hop? Diese Scheiße finde ich wack! „Heeb Hop“! Das macht doch überhaupt keinen Sinn. HipHop ist HipHop, Mann! Wenn du Rap-Musik machst und jüdisch bist, dann machst du immer noch HipHop. Nur weil du jüdisch bist, heißt das nicht, dass du dann „Heeb Hop“ machst! Ich finde diese Scheiße lächerlich. So ne Scheiße macht alles nur schlechter! Verstehst du, Leuten Etiketten zu verpassen. Das ist wie eine Anklage, Mann, das ist schlecht! Ich habe mit diesem „Heeb Hop“ nichts zu tun, ich mache HipHop! Und trotzdem bin ich glücklich, jüdisch zu sein!

rap.de: Haben „Heeb Hop“-Künstler wie Etan G mal versucht mit dir Kontakt aufzunehmen?

R.: Ich weiß nicht. Um Dir die Wahrheit zu sagen, ich werde ständig von Hunderten von jüdischen Rappern angerufen! Kids, die versuchen, was auf die Beine zu stellen, die Respekt für mich haben und so. Die rufen mich ständig an und fragen, ob ich einen Song mit ihnen mache. Diesen „Heeb Hop“-Kram beachte ich gar nicht (lacht)! Ich seh das so: wir machen Musik, Mann. Wenn jemand anfangen will zu diskriminieren, Etiketten zu verpassen und Leute in Stereotypen einzuteilen, dann soll er das tun, aber ohne mich!

rap.de: Das war’s dann auch mit meinen Fragen, aber vielleicht willst du zum Schluss noch erzählen, was in Zukunft von Code Red Ent. zu erwarten ist!?

R.: Zurzeit arbeitet Remedy an dem Remedy/Israel-Album mit den israelischen Künstlern. Außerdem arbeite ich an einem neuen Mixtape und an einem neuen Album für Amerika. Unterdessen mach ich ein paar Dinge für ESPN, auch versuche ich ein paar Werbesendungen zu machen. Ich arbeite halt, mache Musik, Mann. Das ist meine Liebe und der geh ich nach. Außerdem werde ich versuchen, diesen Sommer wieder nach Israel zu gehen.


Prinz Pi – Donnerwetter

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Bereits Anfang August lieferte uns Prinz Pi mit seiner überdurchschnittlichen EP "Instinkt" erste Indizien dafür, was uns mit dem nun nahenden "Donnerwetter" erwartet. No Peanuts haben sich auf die Fahnen geschrieben, das Level deutschen Raps erneut auf eine höhere Ebene zu heben und um dieses ehrbare Ziel zu erreichen, wird auch gleich kräftig angepackt. Schon in der "nur" normalen Version des neuen Albums sind 22 Tracks und zusätzlich die Mär "Herr Der Dinge" enthalten, worauf sich der Prinz in insgesamt ca. 45 Minuten als "Storyteller" der anderen Art zeigt, vom Bonus-Material der Premium-Edition ganz abgesehen. Doch muss man nicht die Frage stellen, ob  bei  dieser überwältigenden Quantität nicht die Qualität auf der Strecke bleibt?

Dem ist glücklicherweise ein klares "nein" entgegenzusetzen, was vielleicht auch darin begründet sein könnte, dass Pi zusammen mit Biztram so lang und intensiv an der LP gewerkelt hat, wie nie zuvor. Daraus resultiert eine der besten und abwechslungsreichsten deutschen Rap-Platten des Jahres, eines der besten und einfallsreichsten Rapper der Rapublik. Die Bandbreite an Themen, die Pi aufgreift, scheint nie enden zu wollen, genau wie die sprudelnde Quelle musikalischer Kreativität, die seinem Hirn entspringt.

Zunächst einmal wird allen alteingesessenen Beatfabrik- und Prinz Porno-/Pi-Fans ein breites Lächeln auf die Lippen gezaubert, da der Prinz nicht vergessen hat, was ihn auf den musikalischen Thron befördert hat. Mit "Bonnys Ranch III" wird eine beinahe klassische Serie fortgesetzt. "Kette (Wuerfel II)" könnte noch eine Weitere schaffen und bei "So Viele Fragen" wird natürlich auch wieder die altbekannte Verschwörungs-Thematik aufgegriffen. Selbstverständlich dürfen die politischen Seitenhiebe ebenfalls nicht fehlen. Aktuelle Bezüge werden Beispielsweise auf "Die Bomben Schlafen" und "Von & Zu" aufgegriffen, während "Peng, Peng, Peng" die Geschichte eines machtgeilen Cowboys mit seiner (kleinen?!) Kanone erzählt.
Einmalig sind auch "Wie Die Zeit Vergeht", eine amüsante Halb-Parodie auf Zehlendorf und Grunewald, sowie die Story über den ganz gewöhnlichen Psychomörder "Herr Claasen". Die Spitze der Spannungskurve bildet dann "Meene Stadt" mit Biztram und dem Berliner Urgestein Frank Zander(!). In 3:46 min werden so viele Berliner-Worte in den Track gepackt, dass man damit gleich ein Wörterbuch füllen könnte, absolute Suchtgarantie! (Wenn manns denn versteht)
Wie sich wahrscheinlich jeder denken kann, ist das längst nicht alles, was das "Donnerwetter" zu bieten hat. Jeder Track hat seinen eigenen Geschmack, wofür natürlich auch Hausproduzent Biztram verantwortlich ist, in dem Pi seine zweite musikalische Hälfte gefunden zu haben scheint. Neben ihm und Frank Zander ließen sich auch TaktloSS, Bobidze, Beatzarre und der Schauspieler Martin Semmelrogge nicht lumpen und steuerten ihren Teil zu einem runden Album bei.

Teil zwei ist, wie bereits eingangs erwähnt, eine absolute Neuerung im deutschen Rapgeschäft. Mit Bezug auf den "Herr Der Ringe" und natürlich die Szene im eigenen Land, wird über allerfeinste Biztram-Kompositionen eine komplett zusammenhängende Geschichte erzählt, selbstredend mit des Prinzen bestem Rapflow. Diese Idee sucht seinesgleichen und wurde nicht nur gut ausgedacht, sondern auch, wie der Rest der Platte, detailverliebt umgesetzt. 

Deutlich wie nie zuvor bestätigt sich, dass es wohl kein anderer so gut versteht, die Balance auf dem Rasiermesser der explodierenden Kreativität, zwischen Ironie und Ernsthaftigkeit, zwischen Wagnis und Standhaftigkeit zu wahren, wie Prinz Pi, bei dem sich auch dann nichts nach lächerlichem Rap-Kompromiss anhört, wenn Fans aus verschiedenen Richtungen bedient werden. Das Ziel, ein inhaltlich neues Level zu erreichen, dürfte sich bereits mit diesem Album erfüllt haben.

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