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Hugo Nameless feat. MCNZI – Mo Mo Mo (prod. Callan) [Video]

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Hugo Nameless und MCNZI brauchen mehr, mehr, mehr! Mit „Mo Mo Mo“ veröffentlicht Hugo ein Video zum entspannten Sommersong.

Bereits Mitte Juli kam sein Album „Frank“ an den Start, auf dem „Mo Mo Mo“ schon zu hören war.

Im Video chillen die beiden Berliner im Skaterpark und rappen über sonnige Tage mit Graskonsum.

Money Boy – Spektakulär [Audio]

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Bei Money Boy ist alles „Spektakulär“, wie er in seinem neuen Song verkündet. Bei „Spektakulär“ handelt es sich allerdings um keine Auskopplung seines aktuellen Albums „Quick Mart“, sondern um einen Remix – Beezy springt nämlich auf den Beat von Soulja Boys „New Drip“ und verewigt seine eigene Version darauf.

Money Boy erlangte 2010 erstmals mit einem Remix von Soulja Boys „Turn my Sag Ongrößere Aufmerksamkeit. Seine Version „Dreh den Swag auf“ wurde zum viralen Phänomen und führte anfangs zu großem Kontroversen um seine Person.

Technischer Fehler? Deutschrap-Song auf Futures Spotify-Account hochgeladen

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US-Rapper Future dürfte in Deutschlandspätestens seit seinem Mega-Hit „Mask Off“ jedem ein Begriff sein. Weniger bekannt ist hingegen sein Deutscher Namensvetter, was aktuell für einige Verwirrung sorgt. Auf Spotify-Profil des US-Future prangt zurzeit ein deutschsprachiger Song namens „Ausländer 2“.

Ein 15-jähriger YouTuber, der sich ebenfalls Future nennt, hatte „Ausländer 2“ ende Juli auf seinem Youtube-Kanal hochgeladen und wollte den Song nun offenbar auch via Spotify zur Verfügung stellen. Wie genau die Panne zu Stande kam, ist nicht klar. Vermutlich hat sich bei Spotify ein technischer Fehler eingeschlichen.

Rapper im Anwalts-Wahn (Skinnys Abrechnung #38)

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Ja, Photoshop gehört nicht zu meinen Stärken.

Deutschrap erinnert 2019 immer mehr an eine Kleingartenkolonie. Nicht nur, dass die meisten Beefs heutzutage eher wie Gartenzaun-Zank anmuten, mittlerweile wurde ein ganz neues Level der Spießbürgerlichkeit erklommen. Das, wofür Bushido lange berüchtigt in der Branche war, ist mittlerweile Gang und Gäbe. Die Rede ist von Anwaltsschreiben.

2019 hetzen Rapper einem keine Schläger mehr auf den Hals. Persönlich kommen sie sowieso nicht vorbei, um einem für einen frechen Artikel ein paar Schellen zu verpassen, nein. Neuerdings schicken sie ihre Anwälte vor, die mit Abmahnungen, Unterlassungserklärungen und Schadensersatzforderungen bewaffnet Angst und Schrecken unter Journalisten und Bloggern verbreiten. Wenn ich dünner Journalistenstreber von einem Rapper beleidigt werde, schicke ich ihm nicht direkt einen Anwalt. Wenn aber ein großer, starker Gangsterrapper einen Artikel lesen muss, der ihm nicht gefällt, heißt es ganz schnell: Anzeige ist raus. Was für eine peinliche Scheiße.

Bushido, Bonez MC, Gzuz, Kollegah, Jigzaw

Als ich vor beinahe fünf Jahren diese Kolumne ins Leben rief, versprach ich in der Pilot-Ausgabe, ungehemmt Namen zu nennen und nichts zu beschönigen. Also halte ich mein Versprechen: Bushido, Bonez MC, Gzuz, Kollegah, Jigzaw – das sind die Rapper, von deren Anwälten wir in jüngster Zeit Post bekommen haben (rechtlicher Hinweis: Post bezieht sich neben Briefpost auch auf E-Mails. Wir wollen ja nichts riskieren, denn genau solche kleinkarierten Wortklaubereien werden zum Anlass genommen, die Löschung von Artikeln juristisch einzufordern). Teilweise versucht man in den Schreiben, eine Öffentlichmachung zu untersagen, aber wie sagt man so schön: Jetzt ändert sich der Spieß.

Hinter einem Großteil des Jura-Geblubbers dieser Beutelschneider stecken nämlich gar keine veritablen Punkte oder Vergehen. Man will uns schlichtweg einschüchtern, weil wir über die Verfehlungen, häufig privater Natur, bestimmter Rapper berichten. Nicht auf eine reißerische Boulevard-Art, kein Gossip oder pikante Details – es geht um Themen wie häusliche Gewalt, Rachepornos oder eben die Recherchen von Vice und Buzzfeed zu Kollegahs schwachsinniger Mentoring-Gelddruckmaschine. Bitte nicht Anzeige machen. Was die Betroffenen dieser Berichterstattung tun, ist schlichtweg ein verzweifelter Versuch, die neutrale Berichterstattung über ihre Verfehlungen mit sämtlichen Mitteln zu unterbinden.

Was ist denn mit der Realness?

Lustigerweise macht jeder dieser Anwalts-Anrufer mehr oder weniger kredibilen Straßenrap. Außer Ex-Jura-Student Kollegah und Hochseeangler Bushido pocht jeder dieser Gangster-Verschnitte unbeirrt auf seine Realness, macht die eigene Authentizität quasi zum Geschäftsmodell. Außer im Internet schreibt jemand was. Dann wird der Pitti angeleint, das Messer zurück in die Socke gesteckt und per Kurzwahltaste #2 – auf #1 liegt natürlich Mama, sie ist die beste – der Anwalt angerufen. Ganz großes Kino, ihr Gees.

Versteht mich nicht falsch: Anwaltsschreiben sind mir lieber als Messer am Hals, erst recht wenn sie vorher in stinkenden Sportsocken steckten. Wenn die Alternative ist, dass ein Haufen wütender Schläger vor der Redaktion steht, dann nehme ich die nunmehr wöchentlich eintrudelnden Abmahnungen und Unterlassungserklärungen gerne in Kauf. Allerdings wäre es auch eine Option, derartige Berichterstattung einfach zu ertragen wie der nonchalante OG, der man so gerne wäre.

Diese Briefe und Mails sind ohnehin nur Einschüchterungsversuche, das müssten die Kanzleien der dünnhäutigen Mandanten eigentlich wissen. Tun sie wahrscheinlich auch – ebenso, wie sie wissen, dass ein kleines Medien-Unternehmen sich keinen viele tausend Euro schweren Rechtsstreit leisten kann oder will. Egal, wer am Ende gewinnt. Also werden weiter munter Texte gelöscht, meistens nachdem sie ohnehin schon viele Male gelesen wurden und die Information darin längst in aller Munde ist. Manchmal handelt es sich auch um Schikane, quasi die Strafe für bestimmte – in den Augen der Rapper – Verfehlungen. Aber immer ist es peinlich.

„Du hast da Scheiße kleben.“

Peinlich, dass ihr euch als Gangster und Ehrenmänner – wie ich dieses Wort nicht mehr hören kann – inszeniert, dann aber nicht mal für eure Fehler geradestehen könnt. Es nicht mal ertragt, wenn man euch eure Fehler vor Augen führt und darauf reagiert, indem ihr euer vorgeblich größtes Feindbild, das Gesetz, mobilisiert. Gzuz hat ein ACAB Tattoo und schickt Anwaltsschreiben raus, weil Medien über seine vermeintlichen Handlungen berichten. Außerdem wird mindestens einer der Genannten – da bin ich sicher – seinen Anwalt auf diesen Artikel hetzen, da mache ich jede Wette. Wie lachhaft ist das bitte? Und wie lachhaft soll es noch werden?

Die Musikbranche hat sich gewandelt und mit ihr der Fachjournalismus. Auch in der Rapszene. Ich war nie jemand, der Ärsche geküsst und über die Scheiße, die daran klebt, hinweg gesehen hat. Mittlerweile tun das glücklicherweise immer weniger. Stattdessen wird endlich mit dem Finger auf die Scheiße gezeigt und laut gesagt „Du hast da Scheiße kleben“. Der vollgeschissene Arsch kann ruhig petzen gehen, dass das eine gemeine Bemerkung war. Aber die Scheiße bleibt kleben und wir werden weiter mit dem Finger darauf zeigen. Gewöhnt euch dran.

Trailerpark trennen sich

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Die Crackstreet Boys von Trailerpark gehen getrennte Wege: Alligatoah, Sudden, Timi Hendrix und Basti beenden ihr Dasein als asozialste Boyband Deutschlands und verabschieden sich nächstes Jahr mit zwei letzten Konzerten. Als Grund nennen die Mitglieder via Instagram, dass man die Party verlassen solle, wenn sie am schönsten ist. Streit scheint also keine Rolle für die Entscheidung zu spielen.

Ob vorher noch gemeinsame Musik erscheinen soll, ist nicht bekannt. Die Auflösung betrifft aber lediglich die Band, das gleichnamige Label soll weiterhin bestehen.

2009 brachten die vier Jungs ihr erstes Album „Crackstreet Boys“, damals noch ohne Alligatoah und als Labelsampler, heraus. Es folgten die Fortsetzungen „Crackstreet Boys 2“ (2012) und „Crackstreet Boys 3“ (2014) ehe sie 2017 ihr viertes und womöglich letztes Album „TP4L“ veröffentlichten. Die Band heimste im Laufe der Zeit etliche Gold- und sogar Platin-Auszeichnungen ein.

Übertriebene Vergleiche, konsequente Selbstironie und Fäkalhumor sind nur einige der Markenzeichen von Trailerpark. Im Laufe des zehnjährigen Bestehens der Band unterstützten die Künstler einander auch immer wieder durch Features in ihren Soloprojekten.

KeKe – Malibu (prod. srsly & STSK) [Video]

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KeKe fährt mit ihrem Trailer raus, schaltet ihr Handy auf stumm, geht die Küste entlang und kommt nicht mehr heim.

Das Leben ist süß für die Wienerin. Nachdem sie auf „Paradox“ über ihre Angststörung rappte, schlägt sie auf „Malibu“ sehr weiche Töne an. Wir haben KeKe bereits zu ihrem Umgang mit dem Tabuthema Depressionen interviewt.

Ein Datum für das Debütalbum der ausgebildeten Jazzsängerin steht noch nicht fest.

BHZ – San Pellegrino (prod. MOTB, Themba & Monk) [Video]

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Die sieben Jungs aus Berlin-Schöneberg trinken ihr San Pellegrino nur mit Weißwein, dazu gibts noch eine Menge Weed. Dead Dawg, Monk, Ion Miles, Big Pat, Longus Mongus, Max on the Beats und Samy kommen aus dem Underground, sind mittlerweile aber auch darüber hinaus bekannt.

Zuletzt waren sie auf dem Album „Dunkelschwarz“ vertreten. Gerade ist die Crew auf Festivals unterwegs, ab Oktober könnt ihr BHZ auch auf ihrer Tour live erleben.

Juicy Gay – Flache Erde [Video]

Verschwörungstheorien sind ein immer wiederkehrendes Thema im Deutschrap. Jetzt hat sich Juicy Gay der Problematik in „Flache Erde“ angenommen.

Er rappt auf einem selbst produzierten Beat über bekannte Aluhut-Theorien: Von Reptiloiden über die Greenscreen-Mondlandung bis hin zu Impfgegnern ist alles dabei.

Im Video von Yannick Brenner versucht er Leute auf der Straße oder in der U-Bahn von seinen Gedankengängen zu überzeugen. Am Ende gibt es einen netten Plottwist.

Ein Erscheinungsdatum für Juicy Gay’s neues Album „Axolotl Princess“ ist noch nicht bekannt.

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