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Creme Fresh – Hast Du Feuer?!

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Zu den bekanntesten Rappern aus dem Münchner Untergrund gehören wohl die Jungs von der Creme Fresh Crew. Ihr Debütalbum „Frische Spuren .. Fresh Tracks“ erreichte trotz reinem Eigenvertrieb eine relativ große Bekanntheit auch außerhalb von München und wurde im Juli 2005 von der Juice sogar zur „Demo des Monats“ gekürt. Am 29. Juni 2007 kommt ihr zweites Album „Hast du Feuer?!“ raus und wird diesmal durch den Vertrieb über das Main Concept-Label 58 Beats auch in den Läden stehen.

Mit ihrer typisch freshen Art, zu zweit zu rappen, indem sie mit einer bemerkenswerten Koordination fast nach jedem Wort dieses wieder an den Partner übergeben, stellen Keno und Fatoni auf einen minimalistischen, ebenso freshen, funky Beat von Bustla dem Hörer das Thema der Platte vor. Nach „Frische Spuren“ mit einer Schneelandschaft auf dem Cover widmen sich die Jungs jetzt dem Thema „Feuer“. Doch coole Freshness und feurige Hitze zu verbinden, ist keine leichte Aufgabe. Zu leicht schmilzt der Schnee zu einer lauwarmen Brühe.
Brühend heiß geht es – zumindest was den Beat und das Thema angeht – mit
„Concrete Jungle“ weiter. Der Beat vermittelt Dschungelatmosphäre, auf welchem die Rapper mit Hilfe einer großen Sammlung Tiermetaphern beinhaltender Redewendungen ihre tierische Stadt beschreiben. Solche Spielereien mit Redewendungen bieten sich in der deutschen Sprache an, sind aber daher auch schon ziemlich oft benutzt worden, also: nicht fresh.
Beim Track „Pass auf!“ kann man – um bei Tiermetaphern zu bleiben – eine Gänsehaut kriegen. Hier geht es um verzweifelte Amokläufer und gegen Gewalt – zu einer traurigen Melodie und Trommelrhythmen, Bustlas gelungenes Werk.
Eine gute Idee ist der Battle der Generationen, dem sich auf „Zukunft des Rap!?“ Keno und Fatoni, die die junge Generation repräsentieren, und – auf der Seite der Rapsenioren – Holundermann vom Blumentopf liefern. Dieser ist übrigens der einzige Featuregast auf dem Album.

Verglichen mit „Frische Spuren“ haben die Rapper ihren Style behalten, ja, sind darin vielleicht auch besser geworden. Bustla hat sich ohne Frage weiter entwickelt und hervorragende Produktionen abgeliefert. "Hast du Feuer?" ist auf jeden Fall eine nette Scheibe. Insgesamt ist es aber eben doch bürgerlicher Münchner Rap geblieben mit dem Schwerpunkt auf Party und Spaß, gut gewürzt mit Sozialkritik, aber eben sehr bürgerlich, sehr deutsch, deutlich von Blumentopf geprägt.

DJ Vadim

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Nach der Veröffentlichung seines Producer-Albums "The Soundcatcher" über BBE, ist der in Russland geborene und in England aufgewachsene DJ Vadim gleich wieder auf Tour gegangen. Den zweiten Auftritt in Deutschland hatten die Künstler der Soundcatcher-Tour Vadim, seine Frau, der Sängerin, Rapperin und vor allem guten "Mistress of Ceremony" Yarah Bravo, der Rapper Deuce Eclipse, der Reggae-Sänger Emo und der Pianist Joe Tatton in Berlin. In der Pause zwischen Soundcheck und der Show, die übrigens sehr gut war, konnte ich den vielbeschäftigten Vadim Paere vor dem Abendessen im Restaurant noch für ein Interview gewinnen.

rap.de: Ich hab gesehen, dass du hart arbeitest und ich habe auch gelesen, dass du der „hardest working man in showbusiness“ sein könntest. Ist das wahr?

DJ Vadim: Ich weiß es nicht. Ich tu, was ich liebe. Es ist keine Arbeit für mich, es ist meine Leidenschaft. Musik zu machen, zu reisen und Shows zu machen. Ich liebe, was ich mache. Ich liebe mein Leben und der Tag ist nicht lang genug. Selbst wenn er 48 Stunden hätte, ich würde nicht aufhören.

rap.de: Ich bin auch ein DJ und mag „Soundcatching“. Ich kaufe immer billige Platten. Wie findest du die Sounds, bevor du sie fängst?

DJ Vadim: Ich kaufe auch sehr viele billige Platten. Ich liebe billige Platten, ich liebe es, zum Flohmarkt zu gehen und alte aber billige Platten zu finden. Ich mag nicht viel Geld ausgeben, denn man kann wunderbaren Shit sehr günstig bekommen. Für 1 € oder 50 Cent kriegt man unglaubliche Platten. Das finde ich gut. Ich gehe auch ins Internet, suche dort nach Zeug, ich bereise die Welt, heute bin ich in Berlin, morgen in Pfarrkirchen, nächste Woche in Schweden, dann Frankreich, Italien, Japan. Überall, wo ich hingehe finde ich unterschiedliche Platten, unterschiedliche Klänge.

rap.de: Benutzt du viel Internet und Internetplattformen wie Myspace?

DJ Vadim: Ja, sicher!

rap.de: Wenn man deine Plattencovers anschaut, sieht man gleich, dass du „Oldschool“-Technologien wie Drum Machines magst.

DJ Vadim: Ja, ich denke, der Sound ist einfach viel besser, vor allem bei der Bearbeitung von Drumsounds. Aber ich benutze auch sehr viel Computer für die Tonbearbeitung. Ich mache so viel auf meinem Laptop. Ich halte immer ein Auge auf neue Technologien und mische sie mit alten Technologien, mische analoge Klänge mit digitalen Klängen und versuche die beiden Wege zu kombinieren.

rap.de: Welches Programm benutzt du?

DJ Vadim: Ich benutze Cubase VST.

rap.de: Und welches Equipment?

DJ Vadim: Die Grundlage meines Studios bildet ein MPC 3000, ein MPC 1000 und ein MPC 500. Ich habe drei MPCs, auf denen ich die Drumspuren mache. Die Samples sind alle in meinem Computer auf Cubase VST. Dann habe ich sehr, sehr viele externe Geräte, wie eine Menge Kompressoren, Limiter, Graphic EQ, Parametric EQ, Effekte, Delays, Hall, Faderhall, ich habe auch viele analoge Hallgeräte und Gitarrenverstärker und Effekte, um dem Sound einen organischen, warmen Vibe zu geben.

rap.de: Mit welchem Equipment hast du angefangen?

DJ Vadim: Ein Atari 1040 ST Computer mit Cubase drauf und ein Akai S950 Sampler. Das hatte ich, als ich 1992 angefangen habe. Richtig Oldschool!

rap.de: Hattest du davor irgendeine musikalische Erziehung?

DJ Vadim: Nein. Im Kindergarten wurde mir Klavier beigebracht, aber ich habe alles verlernt.

rap.de: Also spielst du kein Instrument?

DJ Vadim: Nicht wirklich. Ich würde gerne Klavier spielen und ich hab bisschen gelernt und wieder vergessen, ich hab es versucht.

rap.de: Was, glaubst du, macht Musik im Allgemeinen so interessant? Es ist ja die abstrakteste Kunstform, aber dennoch die beliebteste.

DJ Vadim: Ich weiß nicht, ob es die … Ist es die abstrakteste Kunstform? Es ist die einzige Kunstform, mit deren Hilfe die ganze Welt kommunizieren kann. Ich bin hier in Deutschland, meine Lieder sind nicht auf Deutsch, aber die Leute spüren die Schwingung, was echt sehr cool ist. Und ich kann nach Japan gehen oder nach Argentinien oder nach Italien, wohin auch immer, und die Leute spüren die Schwingung. Also ist Musik universell. Während es Literatur nicht immer ist. Manchmal kann man übersetzen, einen großen Text zum Beispiel, und es funktioniert, aber manchmal geht es nicht. Wie bei Filmen, englischen Filmen, die auf Deutsch übersetzt werden, bei denen ich nicht weiß, wie die Leute sie verstehen. In manchen Filmen wird so viel Umgangssprache benutzt. Es gibt ja Wörter, die im Slang genau das Gegenteil bedeuten, das gibt es sicher auch im Deutschen. Wie wenn „das ist scheiße“ im Slang bedeuten würde, das etwas wirklich gut ist. Manche Sachen kann man halt nicht übersetzen, aber bei Musik hab ich das Gefühl, dass sie ziemlich universell ist. Das ist eine schöne Sache.

rap.de: Du reist viel, du bist ein Weltbürger …

DJ Vadim: Richtig, das bin ich.

         

rap.de: Siehst du keine Gefahr darin, dass durch die Vermischung von Kulturen die kulturelle Vielfalt verloren gehen könnte, alles zu einem kulturellen Einheitsbrei vermischt wird?

DJ Vadim: Du meinst Globalisierung? Aber das ist etwas anderes. Ich glaube nicht, dass das, was ich mache … Weißt du, das ist eine sehr gute Frage, die hat mir noch nie jemand gestellt. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass das, was ich mache, ein Teil der Globalisierung ist. Denn Globalisierung ist, eine uniforme, geschlossene Form zu nehmen und diese überall drauf zu drücken. Zurzeit drückt Amerika seine Form auf die Welt. Deutschland gleicht sich Amerika an, England gleicht sich an, Frankreich, all diese Länder, mit McDonalds, Burgerking, Pizza Hut, Pepsi Cola, Coca Cola und all dieser Scheiße, mit der Kleidung, mit allem. Es wird alles zu einem homogenen Lebensmodell geformt. In der Zukunft wird es dann weniger Wahl geben, weil jeder die gleiche Scheiße konsumiert und am Ende spricht jeder die gleiche Sprache.
Aber das ist nicht das, was ich tu. Das unterscheidet sich sehr von dem, was ich mache. Ich komme und arbeite mit den individuellen Kulturen und ich gebe den Kulturen zurück. Ich arbeite mit deutschen Künstlern, ich arbeite mit polnischen, französischen, spanischen, italienischen, russischen, schwedischen Leuten, Leuten in Lateinamerika, in Afrika, in Asien und ich gebe den Kulturen zurück. Ich arbeite mit den jeweiligen Muttersprachen. Und ich versuche keine Lieder zu machen, bei denen ich was von Japan nehme, etwas von Australien, etwas von Afrika, etwas von Lateinamerika und alles in einen Track mische. Der eine Track ist mehr asiatisch, der andere Track ist mehr latino und man kriegt ein globales Feld, aber es ist keine Musik der Globalisierung. Ich glaube, dass ist ziemlich verschieden, es sind zwei unterschiedliche Dinge. Es gibt vielleicht gewisse moralische Aspekte, manche Musik ist religiös, wird für religiöse Zwecke gebraucht und ich muss manchmal vorsichtig mit solchen Sachen sein, denn ich will nicht respektlos sein. Aber ich hoffe auch, dass ich keine Musik mache, die Leute für respektlos halten. Ich mache keine „Bitch, Hoe, Motherfucker, suck my dick“-Musik, meine Musik ist nicht von dieser Art. Ich versuche Zeug zu machen, das respektvoll ist.
Und ich denke, wenn man die Musik in Botswana oder in Kongo, all diesen fantastischen Orten in Afrika betrachtet, sieht man, dass die Musik, die sie jetzt im Jahr 2007 haben, auch eine Mischung, eine Verschmelzung von Musik ist. Sie hat sich über Hunderte von Jahren entwickelt, indem sich die Musik der verschiedenen Stämme vermischt hat. Schaut man Nigeria an, wie viele verschiedene Volksstämme gibt es in Nigeria? Nigeria ist ein einziges Land und Englisch ist die Sprache, mit der die Menschen dort kommunizieren, aber es gibt vielleicht hundertunddreißig oder hundertundfünfzig verschiedene Stämme mit unterschiedlichen Sprachen. Und jeder dieser Stämme hat seine eigene, spielt seine eigene Musik. Aber sie haben auch eine nationale Musik. Wie zum Teufel machen sie das? Hundertunddreißig verschiedene Stämme oder wie viele auch immer es dort gibt – ich weiß, dass es sehr viele sind – in einen landesweiten Sound zu vereinen. Wie hat Fela Kuti das gemacht? Ich glaube, Musik entwickelt sich ständig, sie muss sich entwickeln, sonst stirbt sie. Und wenn man in die Vergangenheit blickt, sieht man auch eine Menge Musik, die ausgestorben ist, wie Tiere, die ausgerottet wurden. Also ist es wichtig, dass sich Musik weiterentwickelt. Und das Aufregende daran ist für mich, weiterhin verschiedene Klänge zu verbinden.
Auch HipHop hat sich stark verändert seit 1979, als die erste HipHop-Platte raus kam. Damals war HipHop-Musik nur eine Funkband mit einem Rapper, der gerappt hat. Das war 1979. Dann kamen 1982 die Drum Machines und Run-DMC. Für ein paar Jahre waren Drum Machines in, dann fingen 1985/86 die Leute an, Samples über die Drums zu setzen, wie bei „Paid In Full“ oder dem ersten B.D.P.-Album oder bei Public Enemy. James Brown-Samples und Sachen von der Art wurden erstmals benutzt. Und dann entwickelten in den frühen Neunzigern Leute wie Pete Rock oder Large Professor die Kunstform des Loopens. Die ganze Technik entwickelte sich und es kam bis zu dem Punkt, an dem – wie bei den Neptunes – gar keine Samples mehr benutzt wurden. Sie benutzen Keyboards und so weiter. Dann gibt es aber auch Leute wie Kanye West, die Samples und Keyboards kombinieren. Man muss also immer weitergehen. Man kann nicht immer noch die Funkband von 1979 sein. Und so muss ich mich auch entwickeln.

rap.de: Glaubst du, es gibt gute Musik und schlechte Musik?

DJ Vadim: Ja, das glaube ich. Man könnte natürlich sagen, es gibt gute Musik, schlechte Musik und durchschnittliche Musik. Dann kann man jedoch argumentieren, dass durchschnittliche Musik schlechte Musik ist und man daher nur zwischen guter und schlechter Musik unterscheiden kann. Das ist mir aber zu schwarzweiß. Es gibt Musik, die einfach nur okay ist. Es gibt wenig Musik, die gut ist, viel, die durchschnittlich ist und noch viel mehr, die schrecklich ist.

rap.de: Wie definierst du gute Musik?

DJ Vadim: Ich denke, das ist zum Teil subjektiv. Und das ist es, was die Welt interessant macht. Wenn jeder mit dem einverstanden wäre, was Vadim sagt, wenn jeder nur das sagen würde, was ich mag, wäre die Welt wahrscheinlich ziemlich langweilig. Und weißt du was, das ist es vielleicht, was das Leben so interessant macht, dass wir als Menschen nicht wirklich rational sind. So findet ein Freund von dir vielleicht MF Doom gut, aber gleichzeitig mag er auch 50 Cent. Und vielleicht fragst du dich, wie zum Teufel man sowohl MF Doom als auch 50 Cent hören kann, weil die Beiden wirklich total gegensätzliche Arten von HipHop machen. Das eine ist eher so Pop-Rap und beim anderen sagt er wirklich dope Sachen. Aber manche Leute mögen das. Ich kenne Leute, die MF Doom und 50 Cent mögen. Und ich sag dazu nur, tja, … cool.
Also, es ist zum Teil subjektiv aber andererseits ist es wie bei einer Wahl. Wie bei den Wahlen in Frankreich jetzt. Das Land geht zu den Wahlen und es wird durch einen Konsens entschieden. Oder wenn jetzt hier in Deutschland zum Beispiel auf rap.de eine Befragung wäre, wer der beste Producer ist, welches die besten Songs sind, glaube ich, würden viele Menschen die gleichen oder ähnliche Künstler nennen. Viele würden DJ Premier, DJ Muggs oder Dr. Dre nennen oder Pharcydes „Passin’ Me By“ als besten Song. Das ist eben eine Sache der Übereinstimmung.

         

rap.de: Noch eine Botschaft an die Leser?

DJ Vadim: Meine Botschaft an die Leser ist, kreativ zu bleiben und weiter Musik zu hören. Wenn du dies hier auf rap.de liest, tust du das, weil du Musik liebst. Ich hoffe, du wirst diese Leidenschaft für Musik nie verlieren. Geh raus und entdecke mehr Musik, die Welt ist größer als nur Rap, es gibt so viel dope Musik da draußen. Bei Funk, Soul, Reggae, Ska erst angefangen, Rock, Disco, House, was auch immer. Es gibt so viel geiles Zeug. Mach Musik zu deiner Leidenschaft im Leben, denn du willst nicht dieser Typ sein, der 30 Jahre alt ist und in der Bank arbeitet und sein Leben vergisst. Lass Musik in deinem Herzen leben!

Oldschool Revival

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Nachdem Cold Chillin Records und die Traffic Entertainment Group bereits "Road To The Riches", das legendäre Album von Kool G Rap und DJ Polo in einer digital überarbeiteten Version veröffentlicht hatten, die auf zwei CDs erschienen war, ist als nächstes MC Shan an der Reihe. Heute (8.Mai) wird dessen Album "Down By Law" als ebenfalls elektronisch aufgefrischte Deluxe-Edition auf Doppel-CD erscheinen. Neben dem ursprünglichen Album werden auf der zweiten Disc einige B-Seiten, alternative Versionen, Remixe und unveröffentlichte Songs enthalten sein.
Als nächste Widerveröffentlichung steht Masta Ace´s Debütalbum  "Take A Look Around" auf dem Plan, das im Juni veröffentlicht werden soll.

Timbaland schadet Präsidentschaftskandidatin

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Seit einiger Zeit wird die New Yorker Senatorin und Präsidentschaftskandidatin Hillary Rodham Clinton mit Forderungen bombardiert, 800.000 $ Gewinn aus einer Benefizveranstaltung im Rahmen ihrer Wahlkampagne zurückzuzahlen. Die Veranstaltung, die am 31.3. stattfand und für die ein Ticket allein 1.000 $ kostete, war nämlich von dem Rapper Timbaland moderiert worden. Clinton wird eine Doppelmoral vorgeworfen, da sie innerhalb der politischen Diskussion um verwerfliche Worte in der Rapsprache (wir berichteten) den Moderator Don Imus angegriffen hatte, jedoch einen Rapper wie Timbaland, der auch nicht gerade für eine sanfte Ausdrucksweise bekannt ist, für ihre eigene Karriere benutzt. Hinter den Forderungen steht vor allem die konservative Interessengemeinschaft und Denkfabrik Family Research Council (FRC), die eine Internetaktion startete, in der sie viele Bürger erfolgreich dazu aufforderte, der Senatorin Beschwerde-Emails zu schreiben.
1992 lehnte der damalige US-amerikanische Präsidentschaftskandidat Bill Clinton den in einem Interview gefallenen Satz der HipHop-Aktivistin Sister Souljah ab, “Wenn jeden Tag Schwarze Menschen Schwarze töten, warum nicht eine Woche lang mal Weiße töten?“. Seitdem heißt die Zurückweisung extremer Personen, Gruppen oder Aussagen, um die eigene Partei in eine gemäßigte Zone zu rücken und einem Verlust von Wählern vorzubeugen, in der amerikanischen Politik „Sister Souljah moment“. FRC ruft nun Hillary Clinton dazu auf, es ihrem Mann gleich zu tun. Es sei Zeit für ihren eigenen „Sister Souljah moment“.

Cee-Lo Green gründet eigenes Label

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Songwriter, Rapper, Sänger und Produzent Cee-Lo Green wird seinen bereits beachtlichen Erfolg mit Gruppen wie Goodie Mob, Gnarls Barkley oder natürlich auch als Solokünstler jetzt auf einem neuen Weg ausbauen.
Dieser Tage feiert er den Start seines neuen, eigenen Labels Radiculture, das über Atlantic Records vertrieben wird. Cee-Lo sagte, er möchte seine langjährige Erfahrung im Musikgeschäft, in der er sowohl Höhen wie Tiefen erlebt hatte, dazu nutzen, um aufstrebende Künstler damit zu unterstützen.
Für ihn bedeutet der Zusammenschluss zwischen Radiculture und Atlantic die Chance, Künstler zu fördern, die seiner Meinung nach das Potential haben, eine Veränderung in der Musikindustrie herbei zu führen.
"You can expect plenty of great music from Radiculture!"

Animus – Der Kugelschreiber

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Heidelberg– eine Stadt, bekannt durch ihre malerische Schlossruine, den weltweiten Marktführer in Sachen Druckmaschinen und auch dafür, einmal Wirkungsstätte namhafter Rappioniere gewesen zu sein.
Ich glaube, ich muss an dieser Stelle keine Namen erwähnen. Fakt ist jedoch, dass man lange Zeit nichts mehr hörte in punkto Rapmusik aus jenem Heidelberg.
Diese Zeit soll nun vorbei sein. Es presentiert sich die nächste Generation von hungrigen Mcs, die bereit sind, aus dem Schatten der Toni L.s zu treten, um ihre Stadt und natürlich auch sich selbst hochleben zu lassen.
Animus ist einer jener neuen, jungen Artists. Er bezeichnet sich selbst als „Heidelbergs Favourite“ und kommt nun mit seinem Debut "Der Kugelschreiber" in Form eines Mixtapes an den Start. Der 19jährige Sohn persischer Flüchtlinge rappt bereits seit 2000 und dürfte einigen aus Feuer über Deutschland bekannt sein, und sei es auch nur durch seinen eigenwilligen Bartschnitt, mit dem er sich presentierte.
Aber Spaß beiseite. Denn Animus meint es ernst mit seinem Debut. Das was man auf den 21 Tracks zu hören bekommt, ist kein Hollabrrettbullshit mit der heißen Nadel gestrickt. Es ist ein Mixtape, welches dank der inhaltlichen Bandbreite auch als Album durchgegangen wäre.
Es beginnt mit Shoutouts und Respektsbekundungen einiger seiner Förderer, u.a. Moses P. und Curse, die nicht zu Unrecht auf seine Qualitäten Aufmerksam machen.
Hört man sich die Tracks auf "Der Kugelschreiber" an, kann man verstehen, warum es dieser Junge wert ist, gepusht zu werden.
Komplexe Reimstrukturen kombiniert mit einer sehr markanten, bassigen Stimme walzen hier stoisch über atmosphärische Beats. Schnell wird klar: hier will jemand seine Heimatstadt zurück auf die Karte setzen. Neben obligatorischen Representern und einer Vielzahl von Featuregästen (u.a. Tua, Sucuk Ufuk und Amir) besticht "Der Kugelschreiber" durch die von bemerkenswertem Tiefgang strotzenden Tracks wie Models, Kein Gangster, Das Leben ist verrückt oder Die Sprache der Tiere.
So heißt es in Models „hier geht’s um Output nicht um Aussehen, die Worte sind das was zählt, oder werden Models dafür bezahlt was sie erzählen“. Eine Stellungnahme zum teilweise dogmatisch-anmutenden Dresscode im HipHop. Die Fähigkeit zur Selbstreflektion dieses jungen Künstlers ist bemerkenswert. Keine Floskeln, kein Milchzähnefletschen- im Gegenteil. Animus setzt sich mit der Thematik von zielgruppensichernden Images auseinander, ohne den Zeigefinger zu heben oder jemals den Strassengeruch zu verlieren. Realtalk.
So traut er sich auf Kein Gangster, das Streben vieler Rapper, ein Image als Banger zu verkörpern, zu hinterfragen. Keine neue Idee, aber einige neue Aspekte, die er da zu Tage bringt. Es ist auch eine heikle Angelegenheit, solang Deutschrap (noch) von plagiativen Gangsterphrasen dominiert wird. Doch Animus ist authentisch, kein HipHopnerd, kein Forenhocker.
Somit ist "Der Kugelschreiber" ein wirklich überraschend gutes Erstlingswerk geworden, auf dem sich Animus routiniert und souverän präsentiert. Man kann nur hoffen, dass die Hörerschaft dies belohnen wird und diesen Rookie für sich entdeckt. Denn da wird definitiv noch mehr kommen…

Heiße Dollars

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Morgen können New Yorker U-Bahnfahrer Zeugen einer erstmaligen „Subway Tour“ werden. Jackass/Wildboyz-Star Steve-O und sein „Best Of Both Offices“-Partner Young Sav werden sich zusammen mit Def Jams Hot Dollar zu den Hauptzeiten für die Studenten in den New Yorker U-Bahnen herumtreiben, wobei Hot Dollar Promo-CDs, Flyer und von ihm signierte Dollarscheine verteilen wird. Mal eine ganz andere Art der Promotion…

Badu Is Um?

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Schon seit einiger Zeit kursieren Gerüchte, dass die Sängerin Erykah Badu in diesem Jahr drei neue Alben rausbringen will. Von dem stark dem Titel des mit Dreifach-Platin ausgezeichneten Debütalbums „Baduizm“ ähnelnden Namen „Badu is um?“ war unter anderem die Rede. Nachdem die Soul-Sängerin jetzt auf Sa-Ras Album "The Hollywood Recordings" gefeatured wurde und auch in einem Video zu sehen ist, wird Sa-Ras Shafiq zusammen mit Madlib für Erykahs neues Album arbeiten. Das ließ Shafiq in einem Interview auf Okayplayer durchblicken.
  "We actually just got together Saturday and talked about how we’re going to go ahead and knock this out. We’re just going to get in a room and grind it out," sagte er darüber.

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