Start Blog Seite 3548

Prominenter Soundtrack

0

Dass nach guten 20 Jahren Simpsons-Geschichte diesen Sommer (am 27.7) nun der Kinofilm “The Simpsons Movie“ rauskommt, dürfte bekannt sein. Der Soundtrack dafür wird von einer Reihe bekannter Hip-Hop-, R&B- und Rockmusiker gestaltet. Auf der Gästeliste stehen unter anderen Bekanntheiten wie Jay-Z, Omarion, T.I., Maroon 5, Lil’ Flip, Akon, Young Jeezy, Lil’ Wayne, The Game, Ja Rule, Lloyd, Nelly, Nas, Ludacris, David Banner, 50 Cent und Eminem. Der Soundtrack erscheint wahrscheinlich zwei Wochen vor dem Kinostart.

Dizzee wird digital

0

Der Londoner Rapper Dizzee Rascal wird sein neues Album “Maths & English“ am 5. Juni in den USA veröffentlichen.  Wie jetzt bekannt wurde, plant sein Label, die XL/Beggars Group, jedoch keine Veröffentlichung des Albums in CD- oder Plattenform außerhalb von Europa und dem Vereinten Königreich. In den USA wird  "Maths & English“ über verschiedene digitale Vertriebe ausschließlich als Download erhältlich sein. Der Grund für die Entscheidung des Labels waren die drastisch sinkenden Verkaufszahlen von Dizzee´s letztem Album "Showtime“. Während das von vielen gefeierte Debüt "Boy In Da Corner“ aus dem Jahr 2003 noch 58,000 mal verkauft werden konnte, erreichte "Showtime“ gerade mal 16, 000 verkaufte Einheiten in den USA, was nach einer kostengünstigeren Vermarktungsmethode schrie.
Die Fans hierzulande brauchen sich jedoch keine Sorgen zu machen. Wie gewohnt kann das Album ab 8. Juni auf CD und LP im Laden erstanden werden

Westcoast Styles

0

Das inzwischen legendäre Hip Hop Kollektiv Hiero Imperium (das als Label von den Hieroglyphics gegründet wurde) wird sein schon mehr als reichhaltiges Produktsortiment in diesem Jahr um eine eigene Modelinie erweitern, die den Namen Hiero Jeans tragen wird. Die wichtigsten Produkte der Marke sind eine Reihe hochwertiger Herrenjeans, die in den US-Größen 32-42 erhältlich sein werden. Nach Angabe von Casual, dem Mitbesitzer von Hieroglyphics und konzeptuellem Designer sind die Produkte "stubby enough for the hip-hop crowd," aber dennoch "sturdy enough for the big outdoors." Neben Jeans werden natürlich auch weiterhin T-Shirts und Sweatshirts zur Produktlinie gehören
Hiero Jeans soll im August auf den amerikanischen Markt kommen und dann neben ausgewählten Geschäften unter www.hierojeans.com auch online vertrieben werden.

 

Klage gegen Mars

0

Mitglieder der legendären Oldschool-Crew Soulsonic Force haben den Nahrungsmittelkonzern Mars Inc. und das Werbeunternehmen Grey Global Group verklagt. Diese hätten ihren 1982er Hit "Planet Rock" ohne Genehmigung in einer Werbung für die Süßigkeitenmarke Starburst benutzt.
Mars zählt zu den größten Süßwarenkonzerne der Welt. Neben Süßigkeitenmarken wie u. a. Mars, M&M’s, Snickers oder Twix, gehören ihm auch Tierfuttermarken wie Whiskas oder Pedigree und diverse andere Lebensmittel- und Getränkemarken.

Live Earth

0

Megakonzerte gegen den Klimawandel, das ist das Konzept von Live Earth, der weltumspannenden Konzertreihe, die der ehemalige US-amerikanische Vize-Präsident und (durch den Film "An Inconvenient Truth" bekannte) Öko-Missionar Al Gore zusammen mit dem Produzenten Kevin Wall initiiert hat. Am 7.7.07 werden auf wahrscheinlich allen sieben Kontinenten riesige Konzerte stattfinden, auf denen von den Red Hot Chilli Peppers über Madonna  bis zu den Beastie Boys Superstars aus den Top 100 der Welt auftreten werden. Eines der drei Konzerte in Europa wird in Hamburg stattfinden, wo neben deutschen und internationalen Popstars wie Jan Delay oder Chris Cornell auch Rapper Snoop Dogg "für den Klimaschutz" antreten wird.

Tru-Paz – Concrete Kings

0

In ihrer Pressemitteilung wird der Stil der kanadischen Gruppe Tru-Paz als eine für manche widersprüchlich erscheinende Fusion aus Pop und „street expression“ beschrieben. Ich muss dem zustimmen und bin – selbst überhaupt kein Freund von Pop – überrascht, wie gut das klappt. Es gibt ziemlich wenige Stücke auf ihrem neuestem, knapp 50-minütigen, 14 Songs starken Album, die mir zu poppig sind – und dann auch nur teilweise. Ich muss zugeben, beim ersten Hören war ich nicht wirklich begeistert. Der ständige, teils R&B-mäßige, meist jedoch sehr reggae-lastige, warme, etwas zu süße Gesang von Boozie, der den Sound des Albums stark prägt, ging mir auf die Nerven. Doch mit der Zeit gefiel mir dieser Sound des Albums immer mehr. Der Gesang Boozies bildet zusammen mit Akims straighten Rap und DJ Unknowns smoothen, sauberen, perfekt zu den konträren Stilen der beiden MCs passenden Produktionen einen Wohlklang für Ohren und Seele. Ja, das mag man Pop nennen. Doch die Botschaft, bzw. die „street expression“ geht dabei eben nicht verloren, im Gegenteil, sie wird auf diesen Weg meiner Meinung nach sogar ganz gut überbracht, ohne kitschig zu wirken.
Das nach „R-Evolution“ und „State Of Emergency“ dritte Album der Tru-Paz erzählt die Geschichte vom steinharten Überlebenskampf ehemals edler, ehrenhafter Könige im großen, gefährlichen Concrete Jungle, es erzählt die Geschichte der „Concrete Kingz“. Diese Geschichte ist an sich nicht schön, doch die positive, lebensbefürwortende Einstellung, mit der auch die negativen Aspekte des Lebens in der Betonwüste beschrieben werden, prägt die Texte. Die guten Seiten sehen! Diese uralte, positive Botschaft, deren Verbreitung das Album vor allem zum Ziel hat, haben u. a. die ersten Songs wie „Count Your Blessings“ oder „Dust Yourself Off“ zum Inhalt. Als Einführung gut. Es folgen ein paar ganz nette, durchschnittliche Lieder, wovon sich nur „Show Me An MC, feat. Justice“ abhebt, der einzige etwas „härtere“ Track auf dem Album, der auch Punchlines und Party beinhaltet. Justice ist der einzige Featuregast auf „Concrete Kingz“, was mal wieder für die harmonischen Einheit der Gruppe spricht. Den Höhepunkt erreicht das Album allerdings erst, zum Beginn der zweiten Hälfte mit Stücken wie der grandiosen, durch das starke Instrumental sehr zu Herzen gehenden Hymne „Hotel Hell“, dem kritischen Produzententrack „Weapons Of Mass Distraction“ gegen die TV-Kultur, dem Jamaika besingenden Reggaesong „Country Road“ oder dem Anti-Kriegstrack „War“.
„Concrete Kingz“
ist kein Album für den Club, es ist kein einziges Stück zum Tanzen dabei. Es ist ein Album, an dem auf jeden Fall auch Reggaeheads Gefallen finden könnten. Es ist starke Musik zum Genießen, zum Zuhören, zum Chillen und zum Nachdenken.

Jan Delay & Disko No.1 – Mercedes-Dance Live

0

Vor einigen Monaten war es soweit. Jan Delay meldete sich nach längerer Öffentlichkeitsabstinenz eindrucksvoll mit seinem neuen Album zurück. “Mercedes-Dance“, so der Name der Platte, ist in jedem Falle etwas Besonderes. Das Album überbrachte, dank der musikalischen Unterstützung seiner Kapelle Disko No.1, durchgehend eine gewisse Live-Stimmung. Nun vollendete der Hamburger „Beginner“ dieses musikalische Projekt mit einem Live-Album, welches auf seiner deutschlandweiten Tour entstand. Jan Delay lies es sich nicht nehmen die Platte einigen Live-Größen, ich vermute seine Idole und Vorbilder, zu widmen: Talking Heads, Bob Marley & The Wailers, Busta Rhymes & Spliffstar, James Brown & The Jbees, Liam Gallagher und Harald Junke.

Vorab kann man eines sagen: Die Aufnahmen sind absolut gelungen, das schon angesprochene Live-Feeling steckt in jedem Song. Das Publikum belebt das Gesamtwerk und der Zuhörer fühlt sich wie einer der anwesend gewesenen Zuschauer. Ganze 14 Songs wurden zum Besten gegeben. „Klar“, „Vergiftet“ und „Feuer“ sprechen die Mercedes-Dance-Sprache. Sie ist leicht verständlich, ansteckend und auf allerhöchstem Niveau. „Für immer und dich“, die erste Singleauskopplung, klingt live noch besser, intensiver und musikalischer. Um es ein weiteres Mal zu betonen, der Sound ist perfekt. Ich kenne zahlreiche Live-Alben: Saian Supa Crew, Jay-Z – Unplugged, Seeed, The Roots, usw. , Jan Delay reiht sich mit zahlreichen musikalischen Glanzstücken bei diesen Namen ein.
An prominenten Fans scheint es Jan Delay ebenfalls nicht zu mangeln. Udo Lindenberg gab sich die Ehre, begab sich auf die Bühne, und performte mit Eizi Eiz den Kracher „Im Arsch“. Udo Lindenberg ist jetzt nicht gerade mein Favourite, aber der gute, ältere Herr gibt der Platte ebenfalls einen besonderen und außergewöhnlichen Touch.
Und „Türlich Türlich“, zwei Songs durften natürlich auch nicht fehlen. Wer jetzt auf dem Schlauch steht sollte kurz in sich gehen und wird dann „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ bemerken, welche Songs unbedingt mal angehört werden sollten. Let’s Dance. Mercedes-Dance!

Guru – Guru’s Jazzmatazz Vol.4; The Hip Hop Jazz Messenger: „Back To The Future“

0

Schon bevor man überhaupt in das neue Projekt von Guru reingehört hat, müssen drei extrem wichtige Elemente beachtet werden. Zunächst wäre da die unbestreitbare Tatsache, dass DJ Premier nun endgültig fehlt und der von Guru immer wieder als „Superproducer“ bezeichnete Solar beweisen müssen wird, ob er diesen Titel auch zu Recht trägt. Auch Guru ist inzwischen nicht mehr der jüngste, aber man geht zumindest bei Jazzmusikern ja davon aus, dass sie erst im Alter richtig gut werden können. Eine weitere Hürde, die der Hip Hop Jazz Messenger nehmen muss. Als letztes bleibt dann natürlich noch die Musik, die bei einem Crossover Projekt wie der Jazzmatazz Reihe schon seit dem ersten Teil nicht jedermanns Geschmack ist, aber das ist Jazz  ja oft auch nicht. Wie schon bei den ersten drei Teilen werden verschiedene Musiker aus beiden Welten miteinander kombiniert. Für den Jazz Anteil sorgen Namen wie Bob James, Ronnie Laws, David Sanborn und weitere. Diese werden entsprechend ergänzt von Künstlern wie Common, Slum Village und verschiedenen Sängern wie Bobby Valentino, Caron Wheeler, oder Damian Marley.
Aber genug vom theoretischen Gerüst, kommen wir zum eigentlichen Inhalt des Albums. Das Album eröffnet mit dem großartigen “Cuz I´m Jazzy“ mit einem Gastbeitrag von Slum Village. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man bei dem Basslauf sogar glauben, dass der ehrwürdige Premo wieder mit an Bord wäre. Was anschließend auf den Zuhörer wartet ist mehr oder weniger eine Achterbahnfahrt aus absoluten Highlights und mehreren Tracks, auf die man vielleicht besser verzichtet hätte. Zunächst zu den Highlights der Platte. Der Opener "Cuz I´m Jazzy“ wurde ja bereits erwähnt, zwei Tracks später gibt’s es das wunderbare "Stand Up (Some Things´ll Never Change)" mit Damian Marley zu hören, dass mit seinem Reggae-Vibe auf ganzer Linie überzeugen kann. Mein absoluter Favorit der 16 Tracks ist der Song "International“ mit Bobby Valentino. Die Melodien des Liedes sind einerseits leicht und poppig, so dass sie direkt zum Mitsingen einladen, werden aber niemals zu seicht, oder verlieren sich in Bedeutungslosigkeit. Als letztes muss noch "Universal Struggel“ hervorgehoben werden, bei dem sich die Produktion von Solar, die Stimme von Guru und das Trompetenspiel von Brownman zu einer perfekten Einheit ergänzen. Aber eine Hand voll herausragende Songs bei einem 16 Track starken Album sind einfach zu wenig, oder? Stücke wie "Look To The Sun“, “Fine And Free” oder “Kissed The World” überzeugen eindeutig zu wenig, um hier eine klare Kaufempfehlung aussprechen zu können.

Was am Ende bleibt ist eine Kombination aus Alt und Neu mit einigen tatsächlich großartigen Highlights, aber leider einer überwiegenden Menge an Songs, bei der die angestrebte Fusion der Stile nicht funktionieren will. Während das Konzept auf den ersten drei Teilen der Jazzmatazz Reihe meiner Meinung nach wesentlich besser aufging, gelingt es dem Hip Hop Jazz Messenger hier nur bedingt seine Botschaft in die Zukunft zu tragen.

Featured