Start Blog Seite 3546

Jom & Said – Alles Oder Nichts

0

Jom & Said haben sich alles andere als viel Zeit gelassen, um ihr erstes Album „Alles Oder Nichts“ zu veröffentlichen und im Spiel für etwas Wind zu sorgen, schließlich kennen sich die beiden schon seit über zehn Jahren und waren auch schon in verschiedener Weise in der Rap Welt aktiv. Unter anderem mit der Crew SRK und ihrer Verbindung zu Harris, der auch auf „Alles Oder Nichts“ wieder stark vertreten ist. Diese Freundschaft führte zu mehreren Features mit den Spezializtz und gipfelte 2005 in dem Track “Die Sekte Und SRK“ auf dem „Deine Lieblingsrapper“-Album mit sido und Harris. Mit dem Track „Clubmub“ findet sich die alte Besetzung jetzt zu einer würdigen Fortsetzung erneut zusammen.
„Alles Oder nichts“ bietet 18 Track inklusive Intro und zwei Skits, aus denen der Einfluss der Straßen Kreuzbergs deutlich heraus zu hören ist. An Featuregästen bringt das Album Dirty Harry, der auf mehreren Songs vertreten ist. Des weiteren Tone, Bintia, das ehemalige MOR-Mitglied Jack Orsen, sido natürlich und noch einige weitere. Für die Produktion des Albums zeichneten sich unter anderem Kay Mason, 4Ward und Jom selbst verantwortlich. Die Beats sind schon wie bei vielen der früheren Aggro-Releases eher synthie-lastig.
Bevor ich mich ganz dem Album zuwende muss ich zwei Tracks aussortieren, die meiner Meinung nach den durchaus positiven Gesamteindruck stören. Zunächst wäre da „Du Bist Kein Gangsta feat. Cherine“, an sich eine gute Idee, aber einen Song gegen Fake-Gangsta mit so einem poppigen Beat und gesungener Hook auszustatten, finde ich etwas unangebracht. Das zweite ist das Liebeslied „Stift, Zettel und Zeilen feat. Bintia“, das auf diesem Album irgendwie fehl am Platz wirkt. Der Song demonstriert zwar, dass die Jungs auch in der Lange sind solche Lieder zu schreiben, erweckt aber leider den Eindruck, das hier versucht wurde auch den letzten Kunden zufrieden zu stellen.
Thematisch finden sich auf der Platte Songs zum Leben auf der Strasse, hier geht es teilweise auch darum, wie man sich von diesem Leben lösen kann. Dann gibt es natürlich noch ein paar Clubsongs und mehrere Battle-Tracks. „Schau Dich Um feat. Steve“, ist feinster Straßenrap, der von einem extrem druckvollen Beat begleitet wird. Jom & Said machen klar, dass mit ihnen besser nicht zu spaßen ist. Das erste Feature von Harris „Von Unten Nach Oben“, beschäftigt sich damit welche Möglichkeiten die Jungs sehen, um dem Leben Auf der Straße zu entkommen. Das definitive Highlight des Albums ist das Zusammentreffen mit den Lieblingsrappern sido und Harris auf „Clubmub“, der hart in den Club drängt und nach Lieblingsrapper Tradition dort auch Spaß machen wird.
Wer mit den Veröffentlichungen aus dem Haus Aggro Berlin, oder mit Berliner Rap allgemein wenig anfangen konnte, wird wahrscheinlich an „Alles Oder Nichts“ wenig Spaß haben. Alle anderen erwartet hier ein durchaus interessantes, straßenorientiertes Debütalbum mit einigen absoluten Bomben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die beiden Jungs entwickeln und auf ihrem nächsten Release präsentieren.

Ian Rian – Almost Busted

0

Auch wenn die Bremer Stadtmusikanten großen Ruhm erlangten – für Rapmusik ist Bremen, aka Beckstown, nicht gerade bekannt. Wer sich aber etwas für die Bremer HipHop-Szene interessiert, sollte schon von dem Rapper Ian Rian gehört haben. Er ist Mitglied bei der 5-6-köpfigen Crew Zwoacht Ultra, war beim Bremer Label Antifunk aktiv und hat bei Beckstown Guerilla mitgewirkt. Jetzt ist er bei dem Hennefer Label Reimwerk Orange, ist auch auf dessen Sampler "Attack Attack" vertreten. Seine raue Stimme und sein aggressiver Flow kombiniert mit seinen intelligenten Texten sind auf einigen Scheiben und Bändern zu hören. Eine Vinyl-EP hat er auch schon selber veröffentlicht. Nun kommt sein erstes Langspielalbum raus. „Almost Busted“ ist der Titel dieses Werks.

„Almost Busted“ – der Titel klingt aggressiv, hart und negativ – fast negativ, das „almost“ hält die Türen noch offen. Es ist ein treffender Titel, denn er beschreibt eigentlich ganz gut den Gesamteindruck, den das Album auf mich hinterlässt. Das Album hat eine – fast – negative Message. Und es nimmt mich – fast – gefangen, zieht mich – fast – in seinen Bann, haut mich – fast – um. Ich muss schon sagen, es ist mal wieder ein deutsches Rapalbum, das mir gefällt. Und das ist bei dem, was heute in Deutschland an Rapalben raus kommt, eher selten.
Als Vergleiche drängen mir, wenn ich Rian rappen höre, die Namen MC Rene und Ferris MC auf – ach ja, Ferris darf man ja auch guten Gewissens einen Bremer nennen und seine ehemalige Crew F.A.B. zusammen mit FlowinImmo und DJ Pee die wohl bekannteste aus diesem Stadtstaat. Aber zurück zu den Vergleichen. Rian ähnelt teilweise Ferris im aggressiven, rauen Rapstyle, MC Rene im Flow und Inhalt. Auch wenn diese Vergleich vielleicht etwas hinken – eins sagen sie ganz gewiss aus: Ian Rian passt mehr in ihre Zeit als in die heutige. Leider – und das ist, was ich allgemein in der deutschen Rapszene vermisse – ist er kein Vorreiter eines sowohl
guten, als auch neuen, modernen und innovativen HipHop-Stils. Er ist allerdings – das kann man zum Glück sagen – auch keiner von denen, die die gute, alte Zeit glorifizieren und ständig nur von „damals“ reden, kein sogenannter „Backpacker“. Die starken, energiereichen Beats, auf die er rappt, sind modern und alles andere als „Golden Age“-Kopien, seine inhaltlichen Themen sind ebenso aktuell. Ian Rian beschäftigt sich nicht nur dem Standard gemäß mit sozialen, gesellschaftlichen Problemen, sondern auch das HipHop-typische Representen, Dissen und Partymachen fehlt nicht. Bei den meisten seiner "Battletracks" müssen die deutschen "Jayoboy"-Gangstarapper im Allgemeinen dran glauben, im Speziellen geht Rian in „Da Head Of Da Wack Teil 2“ auf fast alle bekannteren Rapper ein, von Savas über Samy bis zu Sido. (Auch sich selbst lässt er dabei nicht aus…)  Aber ganz gemäß dem Albumstitel ruiniert er die Bekanntheiten damit nur fast. Um sie weg zu fegen, sind seine Punchlines einfach zu schwach. Im Storrytelling ist Rian deutlich stärker und Stücke wie „Tage wie dieser“, „Society“, „O.S.T.“ oder „Kein Stress“ sind echte Highlights. Besonders hervorzuheben ist auch "Ruf mich an", in dem die Kultur der Sex-Hotlines kritisiert wird. Das Representen klappt dank Rians reifen Flows – ja, er ist ganz gewiss kein Rookie – auch ganz gut. Insgesamt gibt es kein wirklich schlechtes Stück, was bei 21 Tracks leider nicht immer die Regel ist. „Allmost Busted“ ist ein solides, energiegeladenes Werk und Ian Rian ein guter, energiegeladener Rapper – fast haut er mich um! Aber nur fast.

DJ Wizzl

0

Über Distributionz erschien vor kurzem eine Megamix CD vom Nürnberger DJ Wizzl. Dieses Mixtape in CD Form heisst "German Kingz" und featured, wie der Name der CD schon andeutet, die Top-Elite der deutschen Rapszene. Auf einer Gesamtspiellänge von 80 Minuten sind 38 Tracks von z.B. Sido, Fler, B-Tight, Alph Gun von Wizzl ineinander gemixt.

Doch nicht nur die eben genannten Künstler sind auf "German Kingz" vertreten, auch Untergrundgrössen wie MC Basstard, Kaisa,  Blokkmonsta, MC Bogy und Frauenarzt  geben sich trackmässig die Klinke in die Hand.

Das Mixtape "German Kingz" wird von Atillah78 und Rokko81 aka. Automatikk von Amstaff Entertainment gehosted.

Neue Acts bekannt

0

Zu den bereits bekannten Acts beim tschechischen Festival mit Atmosphäre sind inzwischen ein paar neue dazu gekommen. Dazu gehören unter anderem das G Unit Rap-Duo M.O.P., die Underground-Bekanntheiten Defari und DJ Babu aus Kalifornien, die sich zum Duo Likwit Junkies zusammengeschlossen haben, DJ Revolution, bekannter Radio-DJ und Produzent aus den USA und die Rapperin Bahamadia.

Hier das gesamte aktuelle Line-Up (es kommen noch mehr dazu):

M.O.P.
/USA
Dilated Peoples /USA
Heltah Skeltah /USA
eMC (Masta Ace, Wordsworth, Punchline, Strick) /USA
Swollen Members /CAN
Likwit Junkies (Defari + DJ Babu) /USA
DJ Vadim’s Soundcatcher Tour /UK
Cunninlynguists /USA
Black Milk /USA
DJ Revolution /USA
Bahamadia (+ DJ Statik of Illvibe Collective) /USA/
Boy Better Know (JME, Skepta, DJ Maximum) /UK/
Stig Of The Dump + Dr. Syntax + DJ Blufoot /UK/
Warszafski Deszcz (Tede + Numer Raz) /PL/
Dave Ghetto, Mystic & Hezekiah /USA
Dendemann /D
Non Plus Ultra /D (Jam Session 2007 Sieger)
Faith SFX /UK
L.Man /UK
Frazer /UK

Mehr Infos zum Festival und den Künstlern hier.

Chicago an die Macht

0

“Chicago Runs Shit” soll in Zukunft nicht mehr bloß eine Meinung darstellen, sondern wird der Name einer neuen Gruppe mit genau diesem Namen (CRS) sein. Kanye West und Lupe Fiasco stammen beide aus Chicago. Um den Platz für eine regionale Supergruppe zu füllen wäre ein Künstler wie Common oder Twista sicher passender gewesen, als der aus Virginia Beach stammende Pharrell. Mögliche Gründe, warum die beiden Einheimischen nicht an dem Projekt teilnehmen, könnten sein, dass sie zu sehr in eigene Arbeiten involviert sind. Zum Anderen offenbarte Lupe in einem Interview mit dem amerikanischen Billboard Magazine er wolle in der Gruppe mit „einem zweiten prominenten Rapper und einem Künstler, der sowohl Rapper als auch Produzent ist, arbeiten“
"
Us Placers“ der erste Song von CRS ist auf dem neuen "Can’t Tell Me Nothing" Mixtape des G.O.O.D Labels zu finden.

Reunion?

0

Seit fast 15 Jahren hat man nichts mehr von DJ Jazzy Jeff and The Fresh Prince gehört. Beide Teile des legendären Duos hatten mehr oder weniger erfolgreiche Solokarrieren, DJ Jazzy Jeff als Produzent – erst diesen Monat kam sein „Return Of The Magnificient“ raus – und Will Smith einerseits als Rapper, aber vor allem als einer der bekanntesten Schauspieler der Welt. Nun sind ein Reunion-Album und eine Tour in Sicht.
„Es geht nur noch um den Zeitplan.“, sagte Jazzy Jeff in einem Interview. „Es ist wirklich schwierig, weil Will nicht einfach sagen kann, ich nehme mir jetzt mal zwei Jahre frei und widme mich nur dem touren oder dem Studio, eine Platte zu machen. Aber jedes Mal, wenn ich mit ihm spreche, will er es wirklich machen.“
Auch in anderen Interviews zeigte sich der DJ zuversichtlich.

Saulus wird Paulus

0

Ehemaliger Gangsta-Rapper Master P hat in seinem jüngst mit der Gründung des Labels „Take A Stand Records“ (wir berichteten) gestarteten Kampf gegen Gewalt verherrlichende und Frauen verachtende Rapmusik einen weiteren, konkreten Schritt unternommen. Das angeblich 100% „saubere“ Album „Hip Hop History“, an dem er zusammen mit seinem Sohn  Romeo arbeitet, will er am 4. September releasen, demselben Datum, an dem auch Fiddys „Curtis“ raus kommen soll. Damit will er einen Ausgleich auf dem Musikmarkt schaffen.
„Bei dieser Platte geht es nicht ums Geld, es geht darum, eine Auswahlmöglichkeit zu geben, es geht darum, Leben zu verändern und hoffentlich auch Leben zu retten.“, sagte Master P in einer Stellungnahme. „Bevor wir andere verurteilen, sollten wir in den Spiegel schauen und uns selber fragen, was wir tun. Sind wir ein Teil des Problems oder sind wir ein Teil der Lösung?“

Unerhoffte Abkühlung für den heißen Rapper

0

Der New Yorker Rapper Mims, der mit seinem Hit “This Is Why I´m Hot” fast alle Verkaufsrekorde gebrochen hatte, hat zurzeit eine 7,5 Millionen Dollar schwere Klage am Hals. Der Grund hierfür ist, dass er wegen seiner angeblich frauenfeindlichen Einstellung nicht zu einem Auftritt erschienen war. Die Klage geht von Marquitta Blair aus, die außerdem behauptet, dass sie dem Agenten des Rappers eine Vorabzahlung von 2,500 Dollar überwiesen hatte, um einen zehnminütigen Auftritt von Mims im Eugene, einem Club in Chelsea zu garantieren. Blair ist davon überzeugt, das der Grund für das Nichterscheinen von Mims dessen schlechte Einstellung gegenüber Frauen ist. In der Anklage zitiert sie verschiedene Textpassagen um ihren Standpunkt in Bezug auf die Verwendung von Worten wie „bi***es“ und „hoes“ zu stützen.

Featured