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Hip Hop und Videogames Teil XY

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„Wir stehen in Kooperation mit den Videospiel-Trendsettern bei 2K Sports, für die Veröffentlichung des Soundtracks zu ihrem neusten Game,“ so der Chef von Stones Throw Records Peanut Butter Wolf. Hierbei handelt es sich um NBA 2K8 „B-Ball Zombie War“. Die 20 Track starke CD wird einige neue Collabos von Leuten wie Talib Kweli, Q-Tip oder MF Doom enthalten, die dann zur Freude der Fans über Beats von J.Dilla laufen werden. Außerdem wird es neue Tracks von bereits erprobten Stones Throw Künstlern geben und einige neue Namen werden vorgestellt, wie zum Beispiel Karriem Riggins und Madlib´s Gruppe Supreme Team. Dieser Soundtrack wird die erste Zusammenarbeit des Labels mit einer anderen Firma seit der Veröffentlichung des „Chrome Children“ Samplers im vergangenen Jahr, damals noch mit dem Partner Cartoon Network.

Veröffentlichung von Spiel und Soundtrack ist der 2.Oktober

Neues aus dem Hause Chimperator

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Das Produzenten-Team Beat’EmUp (Marlon und Budget) ist das neueste Signing bei Chimperator. Wer die Chimperator Produktionen der letzten Jahre kennt, wird bereits Beats der beiden Producer wahrgenommen haben, denn Marlon produzierte seit dem Debüt Album von Maeckes und Plan B immer wieder für die beiden Stuttgarter. Dazu kann er auf Produktionen für Saul Williams, Black Tiger, Kodimey oder Edvice zurückblicken. Budget ist u.a. verantwortlich für die Single Traum aus dem Streetalbum "NeoGeo" von Kodimey.

Um euch die Jungs direkt vorzustellen, präsentiert Chimperator zusammen mit DeinDesign den gleichnamigen Sampler "Beat’EmUp" auf dem ausschließlich Beats von Beat’EmUp zu finden sind. Am Mic ist das komplette Chimperator Camp plus befreundete Artists wie Ali A$, Tua, Pretty Mo, Bastian Fleig, Mike Crush, Animus, Sucuk Ufuk, Choosen, Kaas oder Gregpipe vertreten. Ein Snippet vom Sampler findet ihr hier!

Der Sampler war auf 1000 Stück limitiert von denen auf dem Splash bereits über die Hälfte verkauft wurden. Ab heute stehen die restlichen Exemplare endlich in den Läden! Hier könnt ihr direkt zuschlagen!

Neues für Ohren und Augen

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Nachdem sein Album so, wie es scheinbar zum guten Ton gehört, mehrmals verschoben wurde, wird Chamillionaires "Ultimate Victory" am 18. September endlich in den Läden zu finden sein. Beattechnisch untermalt wird der ultimative Siegeszug von einer Vielzahl von Produzenten, namentlich sorgten dafür unter anderem Happy Perez, The Runners, Play N Skillz, The Beat Bullies, Kane Beatz und JR Rotem. Als Feature-Gäste sind Lil Wayne, Krazyie Bone, Pimp C, Bun B, KC, Famous und Devin The Dude vertreten. Chamillionaire liess außerdem verlauten: “I know that the fans are also very responsible for an artist’s success and feel like they deserve to be recognized.” Entsprechend möchte er "danke" sagen und verlost 600 handsignierte "Gedenktafeln" in Wert von jeweils 300 US-Dollar. Eine solche können (amerikanische) Fans gewinnen indem sie den Kassenbon des Albumkaufs einsenden. Erscheinen wird „Ultinamte Victory“ über Chamillitary /Universal Motown.

Fleißig war auch Rapper Rick Ross, noch bevor sein Album "Trilla" im November erscheint, veröffentlicht er ebenfall am 18. September das Streetalbum "Rise To Power". Dieses Streetalbum wird auch noch über Suave House released werden und Parts steuerten diverse Gäste wie Scarface, The Clipse, Next, Devin The Dude, Big Duke (Boyz N The Hood) und Noah bei. 

Etwas länger warten müssen wir alle noch auf das Album von dem Hot Boyz Mitglied B.G.
Sein Album „Too hard to be Hollywood“ wird erst am 4.12. erscheinen. Bei den Produktionen ließ man sich definitiv nicht lumpen und holte Mannie Fresh, Polow Da Don, Scott Storch, Nitti und die J.U.S.T.I.C.E. League mit ins Boot, am Mic unterstützten ihn Young Jeezy und T.I.. Vor kurzen hat B.G. übrigens für sein Label Chopper City einen Deal bei Atlantic Records abgegriffen. Das Album wird entsprechend über Chopper City Records / Atlantic erscheinen.

Aus deutschen Landen ist zumindest eine interessante Neuigkeiten zu vermelden:

Der Releasetermin für "Feuer über Deutschland Teil 2" steht für den  28. September fest. Die Doppel-DVD featured mehr als 80 MCs und beinhaltet über 5 Stunden exklusives Material und das "Feuer über Deutschland"-Album mit 24 Tracks im Premium Paket. Na wenn das kein Augen- und Ohrenschmaus wird. Wer vorab wissen möchte was beim Dreh abging sollte dringend auch unser Feature zum Thema lesen.

Das Hip-Hop Schulbuch

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Die Hip-Hop Association, eine Organisation, die sich damit beschäftigt, die Hip Hop Kultur zu fördern, zu pflegen und zu erhalten, hat bekannt gegeben, dass sie  für das Schuljahr 2007 das „Hip-Hop Education Guidebook: Volume One“ herausgeben wird. Das Buch ist Teil einer Initiative der Association mit der versucht wird, Lehrer zu neuen Unterrichtsmethoden zu motivieren. „Die Lehrer müssen Lernen, wie sie Hip Hop in den Klassenzimmern anwenden können,“ so Talib Kweli. „Das ist die Sprache der Kids, sie müssen die Hip Hop Kultur respektieren.“ David Kirkland ein Professor von der Universität in New York sagte weiter „Man kann genauso viel über Sprache und Literatur lernen, wenn man Tupac liest wie bei Shakespeare. Die Themen und Konflikte, die es bei Shakespeare gab, gibt es heute auch im Hip Hop.“ Danny Hoch, Mitbegründer des Hip-Hop Theatre Festival ist ebenfalls der Meinung, dass ein „Hip-Hop Educational Guidebook“ längst überfällig war. „If education is not one of the first elements of hip-hop, then nobody in hip-hop is keepin’ it real except teachers.”

Auferstanden aus Ruinen

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„Jetzt ist es offiziell mein Freund! Joe Rillas Album „Auferstanden aus Ruinen“ kommt über Aggro Berlin! 2007!“ lässt Joe Rilla selbst auf seiner MySpace Seite verlauten. Der Ex-Analphabet ist Gründer und Mitinhaber von Alpha Beatz Musikproduktion und Ostblokk Plattenbau. Alpha Beatz waren übrigens in Kooperation mit einer Münchner Werbefirma und Rapper DraQ für die „Ich liebe es“ Werbesingle einer uns gut bekannten Fast Food Kette verantwortlich. In der Vergangenheit hat Joe Rilla schon den ein oder anderen Beat für die Aggro Allstars gebaut und war fleißig am produzieren für Snaga & Pillath und Sera Finale. Der Deal scheint übrigens vorläufig nur "Auferstanden aus Ruinen" zu gelten.

Da hat sich Aggro für 2007 noch so einiges vorgenommen, schließlich sind auch noch Releases von Kitty Kat, sido und Fler angekündigt.

Wechselt Jim Jones die Lager??

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Im Rahmen der Sendung “Rap City” zeichnete der amerikanische Sender BET am Mittwoch (05.09.2007) ein Interview zwischen 50 Cent und Jim Jones auf. Und auch wenn der Sender dieses erst in der nächsten Woche ausstrahlen wird, ist die Gerüchteküche schon mehr als heiß am kochen. Jim Jones sucht angeblich nach einem neuen Solo-Deal. Koch Records sei für ihn nur eine Übergangslösung gewesen und für die Zukunft schließt er auch Fifty´s G-Unit nicht aus. Als 50 Cent Cam´ron ins Gespräch brachte hatte Jim Jones nichts mehr zu sagen, für einen alten Freund und Geschäftspartner ist das doch erstaunlich wenig.

Für den Moment ist die Geschichte noch sehr unklar, warten wir also die nächste Woche ab und wohin sich das Ganze entwickelt.

Madlib – Beatkonducta in India

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Es ist durchaus ein seltenes Ereignis, wenn Madlib ein Soloalbum veröffentlicht. Er hat etliche Kollaborationen abgeliefert darunter natürlich Lootpack, mit Wild Child und DJ Romes, Jaylib, mit dem verstorbenen J. Dilla, oder das Madvillian Projekt gemeinsam mit MF Doom. Solo ist er nicht weniger aktiv, gibt sich dabei jedoch kaum als Madlib zu erkennen. Als Mc ist er eigentlich bisher nur mit seiner bösen Hälfte Quasimoto unterwegs gewesen, der mit hochgepitchter Stimme rappt. Als Yesterday´s New Quintet veröffentlicht Madlib eine Mischung aus Electro und Jazz und lässt das Ganze aussehen wie eine fünfköpfige Band, die in Wirklichkeit natürlich nur aus ihm besteht und dann gibt es da noch DJ Rels, die bisher am wenigsten beachtete Personifizierung des Kaliforniers. Unter diesem Namen veröffentlicht er Breakbeats und Big Beat. Auf eine reine Rapplatte, auf der nur der Name Madlib steht warten seine Fans bisher noch vergeblich. Angeblich hört der Produzent sich selbst nur sehr ungern rappen. Wenden wir uns deshalb also dem zu, was Madlib am besten beherrscht: die Beats. Nach den ersten beiden Teilen der Beat Konducta Serie gibt es jetzt „Beat Konducta Vol.3-4: In India.“ Thema der Platte also Indien, was aber auf keinen Fall bedeutet, dass hier ein völlig Rap- ferner Bollywood Soundtrack zusammengeschraubt wurde. Madlib ist es hier außerdem gelungen nicht in seine, fast schon berüchtigten, Samplespielereien zu verfallen und die Musik damit zu überladen, in diesem Fall ein definitiver Gewinn für den Hörer. Ich weiß nicht, ob es an den Samplegrundlagen liegt, oder ob Madlib aus der Vergangenheit gelernt hat, aber die Sachen werden erstaunlich funky, die Beats sind richtig fett und teilweise tatsächlich Tanzbar. Bei 34 Stücken ist es hier schon allein aus Platzgründen gar nicht möglich jeden Beat einzeln zu besprechen und die Stücke sind auch in ihrer Länge zum Großteil eher auf zwei Minuten oder weniger reduziert worden, passen also gar nicht in das eigentliche Songschema von drei bis vier Minuten. Zur Orientierungshilfe sollen einige High- und Low-Lights dann trotzdem kurz angesprochen werden.
„Raw Tranquility Part.3“
finde ich anfangs ganz schön anstrengend. Aber es bleibt zum Glück nicht so und mit den Tracks „Onthanewthing“, „Indian Deli“, „The Rumble“ und „Dancing Girls Theme“ kristallisiert sich schnell der musikalische Kern des Albums heraus. Bei „The Rumble“ kann man auch die indischen Samplequellen am deutlichsten hören. „Early Party“ ist zwar definitiv kein schlechter Song, aber für einen Virtuosen wie Madlib klingt mir das hier nach zu wenig. „The Rip Off (Scene 3)“ ist dagegen schon wieder auf ganzer Linie gelungen und ich würde mir wünschen, dass das Stück länger geht als nur etwas mehr als eine Minute. Im hinteren Teil des Albums gibt es dann für alle eine große Überraschung: „Club Scene“ ist genau das, harte Club-Mucke. Aber welcher Kenner der alten Produktionen hätte gedacht, dass Madlib mal so ein Teil raus haut und es auch noch funktioniert. „Malfunction“ wiederum hätte er sich meinetwegen schenken können. Kurz vor Ende legt Madlib den „Main Title“, bei dem dann alles stimmt, Beat und Sampleauswahl. Ein gelungener Abschluss.

„Beat Konducta Vol.3-4: In India“
ist ein absolut interessantes Album von einem immer wieder interessanten Künstler. Es hat einige Höhen, aber auch Tiefen. Madlib trifft nicht mit jedem Beat ins Schwarze. Seine Musik ist aber an vielen Stellen durchaus zugänglicher geworden, als seine sehr jazz-lastigen Projekte der letzten Jahre. Was in nächster Zeit besonders spannend wird, ist ob einige der Beats aus diesem Album auf kommenden Stones Throw Projekten platziert werden und wie die Mcs mit der musikalischen Grundlage zurecht kommen. 

Montana Max – Einzelkind

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Es tut mir leid. Leider gibt es inzwischen viel zu viele Rapper deren Stimme Spaß macht und die technisch einwandfrei auf ordentlich produzierte Beats rappen. Rapper, deren Wortspiele nett sind, die Humor haben und die man gut hören kann. Leider hinterlassen diese Rapper keinen bleibenden Eindruck, wenn sie nicht ganz hervorragend rappen oder sie sonst etwas besonderes auszeichnet. Montana Max schafft es sich gut zu präsentieren. Aber "ein paar ehrliche Songs" mit "einem Stück Geschichte, klarer als den Korn den ich trink" hauen leider keinen mehr vom Hocker. Seinen eigenen Rap mit einem  Gewitter zu vergleichen ist halt nichts neues, die Punchlines in den Battletracks sitzen zwar aber "Ich bring dich sicher zu Boden wie der Flughafenstreudienst, knall dir die Bude zu wie Lukas Podolski" ist auch nicht besonders originell. Eine Ausnahme bildet übrigens "Lichter der Nacht" mit TommyBoy auf einem gewöhnungsbedürftigen Beat, ein Banger bei dem der Text fast durchgehend gewaltig knallt. Weniger darf man aber von jemandem, der in Rapdeutschland schon so lange, auch live, präsent ist wie Montana Max nicht erwarten. Ein Rapper mit der Routine muss natürlich auch einer selbst gelegten Messlatte gerecht werden.

Anerkennen muss man auf jeden Fall, dass sich Montana Max im Gegensatz zu alten Releases technisch verbessert hat, Aussetzer im Flow kommen auf "Einzelkind" kaum noch vor. Die Feature Gäste sind mit Shiml und Casper keine Überraschung, auch Sha-Karl (Big Bud) und JoKA (I Luv Money Records) passen ins Bild. Montana Max wird für dieses Release wohl vor allem von seinen Fans gefeiert werden und kaum neue für sich begeistern. Wahrscheinlich hat er mit "Einzelkind" eines der besten Bremer Releases abgeliefert, bleibt aber im deutschen Vergleich Mittelfeld. Trotzdem ist das Album grundsätzlich einwandfrei, sauber und glatt produziert und eingerappt worden.   

18 Tracks hat "Einzelkind" und plätschert wie gesagt gut hörbar dahin, wobei die Beats etwas eintönig werden. Ausnahmen sind übrigens die sanfteren Tracks, die durch sehr präzise, nachvollziehbare Gefühlsbeschreibungen bestechen. Erwähnenswert in dem Zusammenhang  „Stück der Sonne“. „Einzelkind“ spielt sich thematisch zwischen den üblichen Representern, in fast depressiven Alltagsängsten („Schlaflos“), Erinnerungen ("Wenn der Vorhang fällt") und nie ganz glücklichen Liebesgeschichten („Schwarze Wolke“) ab. Damit erinnert es stark an die früheren Taichi Releases, was kein Vorwurf an Montana Max, sondern ein Hinweis für den Leser sein soll.

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