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Keyza Soze

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Keyza Soze, der Mitte dieses Jahres ein Produzentenalbum der Güteklasse A ablieferte, mit durchweg hochkarätigen deutschen Rappern, ist der Meinung, dass man in Deutschland kein Talent haben muss, um erfolgreich zu sein. Die Falschen haben unbegründet Erfolg, und diejenigen, die es verdient hätten im Mittelpunkt zu stehen, werden nicht gesehen. Er distanziert sich bewusst vom allgemeinen Rap- und Medienzirkus und fährt konsequent seit Mitte der Neunziger seine eigene Schiene, mit einem kritischen Blick auf die Szene, und dem Drang eigenes zu schaffen. Mal sehen was er als nächstes vor hat, und welches Gerät nutzt der gute Mann eigentlich zum Produzieren?

 

rap.de: Stell dich doch erstmal vor, für alle die dich nicht kennen sollten.

Keyza Soze: Mein Name ist Keyza Soze aus West Berlin. Mehr muss man nicht wissen.

rap.de: Wie lange produzierst du schon und hattest du besondere Einflüsse damals?

Keyza Soze: Ich habe so ca. 1997 angefangen, mit meinem Homey Case Dogg von Tha Couzinz Musik zu machen. Case hatte schon mit 15 einen Computer mit Music Maker 1.0, Mixer und Mic. Das ganze basierte auf Samples und ich hatte nie wirklich Spaß dabei. Ich wollte immer eigene Musik machen und nicht Altes weiterverwerten. Das ging dann so einige Monate und Jahre bis ich zufällig selber die Gelegenheit bekommen habe, einige Synthesizer und Equipment zu kaufen. Das müsste so 1998 oder 1999 gewesen sein. Ab 2000 habe ich angefangen, meine Beats auch zu recorden. Ich weiß gar nicht, ob ich irgendwelche besonderen Einflüsse hatte. Damals habe ich viel R&B gehört. R.Kelly, Kci & JoJo fallen mir da ein. Was Rap angeht erinnere ich mich noch an Bone (Thugs N Harmony), Notorious BIG, Outkast, Westside Connection. Damals habe ich auch sehr viel Eastcoastzeug gehört, was ich heute überhaupt nicht mehr mache. Mittlerweile schaue ich auch keinem Produzenten mehr nach.

rap.de: Dein Release "Der Komponist" ist ja nun schon ein paar Wochen alt, erzähl doch mal, wie die Leute bis jetzt auf das Album reagiert haben?

Keyza Soze: Na ,die Leute haben es sich 50.000 mal illegal runtergeladen. Das war die Reaktion. Aber die Stimmen zum Alben waren durchweg positiv. Ganz besonders habe ich mich über die positiven Meinungen von Leuten gefreut, die eigentlich gar keine Rapmusik hören. Leute, die genug von dem Chartkinderkram haben. Leute, die was Neues hören wollten. Sogar meine Eltern haben alle Künstler gelobt.

rap.de: Du hast ja sehr viele verschiedene Berliner Rapper auf deinem Album, die auch inhaltlich sehr stark voneinander abweichen, war es für dich wichtig, eine besonders große Themenvielfalt auf "Der Komponist" zu haben?

Keyza Soze: Jeder Rapper konnte sich sein Thema selber aussuchen. Ich habe ihnen nur gesagt: Lasst euch von dem Beat leiten und lasst euch Zeit beim schreiben. Ich kannte meine Beats und wusste ungefähr, was ich von dem bestimmten Typ Rapper erwarten konnte. Am Ende hatte ich viele Themen und wenig Ausfälle.


rap.de: Wie kam es zum Beispiel zur Zusammenarbeit mit Massiv? Und nach welchen Kriterien hast du deine Featuregäste ausgewählt?

Keyza Soze: Ich wollte eigentlich keine Gangster-Musik auf meinem Album haben. Es gibt soviele Clowns in Deutschland, da brauchte ich nicht noch einen auf meinem Album. Der Massiv-Track ist auch eher zufällig endstanden. Ich habe ihn nach über einem Jahr auf einem Konzert in Dresden getroffen und wir haben uns kurz unterhalten. Nach einigen Tagen haben wir uns noch mal bei mir getroffen und den Track gemacht. Ich habe auf seinem Album produziert, er hat auf meinem gerappt. Die weiteren Features waren auf jeden Fall alles Leute, mit denen ich schon immer mal was machen wollte oder mit denen ich schon vorher was gemacht habe. Für mich sind das alles ganz krasse Künstler mit viel Talent.

rap.de: Die Single "Der Komponist" mit Meyah Don ist ein sehr interessanter Storyteller, hast du ihm im Vorfeld Instruktionen oder Richtlinien zu diesem Lied gegeben oder ist das spontan entstanden?

Keyza Soze: Ich würde dieses Lied sogar das beste deutsche Lied der letzten 20 Jahre nennen. Nur Milli Vanilli war besser (lacht). Über ein Major wäre das Lied wochenlang Nummer eins in den Charts. Das Lied ist kein Lied. Es ist ein 5 Minuten langer Blockbuster. Auch Ihm habe ich nur den Beat gegeben und mir einen Storyteller gewünscht. Ich bin ein Meyah Don-Fan der ersten Stunde. Er ist ein übertalentierter Dichter und Rapper. Ich wusste, dass er auf diesen Beat was Gutes machen wird. Am Ende war ich fassungs –und sprachlos. Wie viele andere auch.

rap.de: Ist der Titel des Albums nach dem Track entstanden?

Keyza Soze: Nein, ich habe Ihm schon vorher gesagt wie mein Album heißen wird. Er hat mir vor einigen Tagen erzählt, dass, als er den Beat gehört, hat alles wie von alleine ging. Die Musik leitete ihn. So wie ich es mir bei jedem gewünscht habe.

rap.de: Justus‘ "Land Der Träume" animiert zum Medikamenten und Rauschmittelmissbrauch, wie stehst du dazu?

Keyza Soze: Das sehe ich nicht so. Das Lied hat eher die Message: „Pass auf, dass du nicht kleben bleibst, pass auf, dass du am Leben bleibst.“ Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich. Auch dieses Lied ist für mich ein musikalisches Kunstwerk. Ok, der Beat ist jetzt nicht überkrass, aber der Text, untermalt mit dem Video, macht das Kunstwerk aus. Ach, alles zusammen. Ich hätte auch zu einem x-beliebigen Lied ein Video machen können, aber ich wollte unbedingt dieses. Es ist ein schmaler Grad zwischen Animieren und Warnen – es ist ein schmaler Grad zwischen Illegalität und Legalität. Justus ist übrigens auch ein Überrapper.  
rap.de: Ich finde das Album beinhaltet sehr starke Tracks wie den von Meyah Don, Mach One und Amewu, welche sind deine persönlichen Highlights?

Keyza Soze: Ich finde das Album hat sehr viel Highlights. Eigentlich sind es nur Highlights. Pick dir einen beliebigen Track raus und leg es auf ein Album des Künstlers. Ohne die anderen Lieder des imaginären Albums nieder zu machen, wäre das eine vom Komponisten das Beste oder zumindest eines der Besten. Ach, doch. Eins muss ich wirklich noch hervorheben. Das Lied von Derill. Das Lied ist für mich überkrass. Es ist so persönlich; und er hat es für mein Album geschrieben. Das rechne ich ihm sehr hoch an. Den Beat habe ich auch für einen besonderen Track zurückgehalten und Derill hat ihn besonders gemacht.

rap.de: Was ist das Konzept hinter "Der Komponist"?

Keyza Soze
: Es gab eigentlich kein Konzept.

rap.de: Die Lieder sind alle aufwendig ausarrangiert, zum Teil beginnen die Lieder gänzlich ohne Drums (Amewu). Ist dir das Arrangement besonders wichtig?

Keyza Soze: Das Arrangement ist für mich noch wichtiger als der Beat selber. Man kann dort noch soviel rausholen. Taktloss beherrscht das übrigens sehr gut. Er weiß schon beim Texteschreiben wo was im Beat geändert werden muss. Wenn ich einen Beat mache, fühle ich mich irgendwie mit dem Beat verbunden. Hört sich Psycho an, ist aber so. Wenn ich einen Beat mache, rappe ich nebenbei immer mit. Ich rappe und weiß so auch immer, zu welchem Rapper welcher Beat passt. Und bei "Talent" von Amewu habe ich den Knalleffekt etwas nach hinten verschoben. Er hat den Beat genauso von mir bekommen und er hat den ersten Part auch ohne Drums gerappt. Ich wusste schon vorher, wie ich ihn arrangieren will und wie er sich am Ende ungefähr anhören wird. Bei "Ich Leb Noch" von Mach One genauso. Irgendwie ist das mein Style für bestimmte Beats, für bestimmte Rapper. Man konzentriert sich mehr auf die Texte und der Gänsehauteffekt kommt später.

rap.de: Du hast viele orchestrale Instrumente benutzt, sag unseren Lesern doch mal welche Plug-ins du benutzt und welche deiner Meinung nach soundmässig zu empfehlen sind?

Keyza Soze: Für gute Sounds würde ich jedem, der etwas Geld hat, empfehlen analoge Geräte zu kaufen. So habe ich auch angefangen. Bei ebay immer irgendwelche Krücken geholt, ausgeschlachtet und wieder verkauft. Einen Alesis QSR Expanded würde ich empfehlen. Den benutze ich auch, "Hand Aufs Herz" ist vollständig mit Ihm produziert, und der hat nicht viel gekostet. Wenn du Zeit zum Tweaken (Anm.d.Red.: Herumschrauben am Synthesizer) hast, hol dir einen Waldorf MicroQ. Da kommen verrückte Sounds bei raus. Mein neues Baby ist ein Novation XioSynth. Die Presets sind nicht der Knaller, aber dreh mal ein wenig rum. Nativ liebe ich den NI Absinth. Ich habe mir die ganze Native Instruments Komplete 5 gekauft. Da sind elf Synthesizer bei + Schlüsselanhänger. Orchestralische Sounds kommen entweder aus dem Roland MOC-1 oder aus der Garritan Library.

rap.de: Du hast ein Album mit Taktloss gemacht. Wird da demnächst ein weiteres folgen?

Keyza Soze: Nur wenn es Westberlin Maskulin ist.

rap.de: Wie siehst du Berlins Szene und wer ist deiner Meinung nach gerade besonders “heiß“ in Berlin?

Keyza Soze: Eigentlich ist es mir scheißegal, was hier passiert. Ich interessiere mich nicht großartig für diesen Kindergarten. Die Leute auf meinem Album sind dope. Was Neues habe ich schon seit Jahren nicht mehr erlebt. Rapper die bestehen und Talent haben entwickeln sich halt weiter, andere die kein Talent haben, gehen unter. Aber warte, dass stimmt ja eigentlich nicht. Wenn ich mir die Gurken in den Charts angucke, rappen die genauso wie damals. Das einzige was sich bei denen geändert hat, ist dass sie nicht mehr in ein 20 Euro teures, sondern jetzt in ein 5.000 Euro Mic rappen. Also haben auch Leute ohne musikalisches Talent Erfolg. Und das ist für mich Deutschland. Hier ist der Musikgeschmack egal und die Menschen haben keine Ahnung von Musik. Ich würde mir wünschen, dass Leute wie Mach One oder Taktloss noch mehr kommerziellen Erfolg haben. Amewu wird es kommerziell schwer haben, hat aber genug eigenes Talen,t um es zu was zu bringen. Ich weiß nicht was Prinz Porno so in letzter Zeit gemacht hat, aber Ihm wünsche ich auf jeden Fall Platz eins. Wenn Vork einen richtigen Output bekommt, kann auch er noch groß werden. Der Nachwuchs in Berlin darf sich nicht nach den Charts richten, sondern muss selbstständig werden. Deren Vorbilder sind einfach zu schlecht. Rapper schauspielern und Inhalte sind erstunken und erlogen. Aber ich will nicht alles schlecht reden. Ab und zu gibt es auch lustige Sachen.

rap.de: Findest du, dass die Berliner Szene stagniert?

Keyza Soze: War die Szene überhaupt schon mal auf einem Höhepunkt, um zu stagnieren? Wer ist überhaupt die Berliner Szene? Im Vergleich zu Deutschland ist und bleibt West Berlin für mich unantastbar. Wir haben alles aus jeder Sparte, aus jeder Musikrichtung. Aber wie schon oben gesagt, ich habe nicht mehr den ganz krassen Überblick und das Interesse was hier so alles abgeht.

rap.de: Glaubst du, dass es Künstler in Deutschland gibt, die vom Albenverkauf leben können?

Keyza Soze: Nur über Majors und wenn du mindestens drei Alben in den Top10 hattest. Dann brauchst du dir erstmal keine Umweltkarte mehr kaufen.

rap.de: Was können wir als nächstes von dir erwarten?

Keyza Soze: Im Moment habe ich keine Lust auf Musik. Ich regeneriere mich noch vom Albumstress. Ich weiß, dass ich bald was mit K-Rino aus Houston machen werde. In den nächsten Tagen kommt noch ein neues Verbal Kint (alias Keyza Soze) Mixtape mit DJ B-80. 2009 kommt "The Composer". Alles andere ist nicht spruchreif.

rap.de: Hast du dir auf musikalischer Ebene ein bestimmtes Ziel gesteckt, welches du noch erreichen möchtest? Bezihungsweise wo möchtest du hin?

Keyza Soze: Ich habe mir kein Ziel gesteckt. Ich plane immer kurzfristig und spontan. Ich habe keinen Druck. Musikalisch möchte ich in Deutschland eigentlich nichts mehr erreichen. Ich wollte nur ein Album machen und das war‘s. Wenn was kommt, dann kommt’s halt. International will ich was mit Trae, E-40 oder Devin The Dude machen. Dann ist auch da alles abgehakt.

rap.de: Hast du noch eine Message für unsere Leser?

Keyza Soze: Mein Album kostet 9,90 Euro. Geht zu Media Markt oder Saturn und hört einfach rein. Ich bitte euch nicht darum, es zu kaufen. Hört einfach rein und lasst euch von der Musik leiten. Am besten mit den Händen ins Portemonnaie. 

Bei 50 Cent hats bereits geschneit

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In Zagreb war 50 Cent geladen, um eine seiner beliebten Liveshows von sich zu geben. Dies war dem kroatischen Fernsehen mindestens ein Live-Interview in den 20 Uhr Nachrichten wert. So kam es, dass der Radiomoderator Phat Phillie mit Kameramann und Abendnewsmoderator, dem US Star eine kleine Überraschung bereiten wollten und wohl unangemeldet in 50s Backstageraum platzen. Und vor fand man 50 plus Gefolge über einen Tisch gebeugt, allem Anschein nach Kokain schnüffelnderweise, wurden sie vom Kamerateam aufgescheucht. 50 Cent selbst hat angeblich nicht konsumiert, das Kamerateam wurde gebeten die Garderobe zu verlassen, Fiddy kam kurz darauf für das Interview vor die Tür. Das “Beweis-Video“ könnt ihr hier einsehen.

Duck Down expandiert

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Das Label hat bekannt gegeben, dass es Deals mit dem amerikanischen History Channel und YouTube abgeschlossen habe. Beim History Channel beispielsweise wird Buckshot von Boot Camp Clik und Black Moon dabei sein und die Musik für die Sendung „Gangland“ beisteuern. Der Deal mit YouTube bringt Duck Down insofern Vorteile, dass sie nun auf dem hauseigenen Duck Down Channel größere Videodateien hochladen können und bei YouTube selbst wohl häufiger in deren Playlists auftauchen werden.

Die Herren scheinen was vom Geschäft zu verstehen, denn dieses Jahr haben sie bereits erfolgreich, durch einen Deal mit ESPN (US-amerikanischer Sportsender), fünf Tracks ihrer Künstler während der College-Basketball-Meisterschaften, die von ESPN übertragen wurden, unterbringen können. Unbezahlbare Promo. Des weiteren  haben sie unter anderen KRS One, DJ Revolution und Kidz In The Hall ins Haus geholt und scheinen sich auf sicherem Fahrwasser zu befinden. Eine weiteres Zeichen der  wohl immer nötiger werdenden medialen Vernetzung, die gerade für Musiklabels die Zukunft zu sein scheint. Angenehme Überraschung, dass das nun gerade einem Indie-Label wie Duck Down gelungen ist. Ein Fanal?

Musik-Szene im Iran

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Die iranische Rap-Szene floriert in einem Käfig voller Zwänge. Amir Hamz, iranischer Abstammung, in Deutschland aufgewachsen, drehte einen Dokumentarfilm namens "Sounds Of Silence" über den Teheraner Untergrund-Musik, der letzte Woche auf dem Hamburger Filmfest Premiere feierte.

"Ich war erstaunt darüber, dass so viel Angst und Vorsicht gar nicht da war, mir gegenüber sich genügend zu äußern. Ich hatte eher das Gefühl, dass da ein Glücksgefühl vorhanden war: Endlich hört uns einer mal zu", verriet der Regisseur.

Hich-Kas sind Rap-Pioniere im iranischen Teheran, ihr erstes Album "The Asphalt Jungle" ist ausschließlich bei iTunes und anderen Onlineplattformen erhältlich. Harte Töne sind für sie Tabu: "Wir haben für unsere Texte nicht die Schriftsprache benutzt, sondern die Sprache, die auf der Straße gesprochen wird. Das verbietet die Zensur. Das ist unser Problem." Niemand nennt sich dort einen Rapper, an einem Ort, indem Sessions heimlich in Kellern abgehalten werden, die Künstler ein Schattendasein führen, ohne Publikum, ohne ihre CDs verkaufen zu dürfen.

"Einerseits bin ich glücklich, dass ich endlich auftreten kann. Andererseits wird mir heute umso klarer, dass ich in meiner Heimat keine Konzerte geben darf. Das macht mich traurig. Seit der Film gedreht wurde, ist in Iran die Situation für uns Musiker noch schlechter geworden", sagte Shahram Sharbaf, der Sänger der alternativen Band O-Hum, die ein Ausreisevisum nach Deutschland erhielt.

Der Film "Sounds Of Silence" hat Angebote aus den USA. Regisseur Hamz hofft, ihn auch in Europa ins Kino zu bringen.

Im Moment arbeitet die iranische Regierung  an einer Kampagne gegen „obszöne“ und „dekadente“ westliche Rap-Musik. Das Ministerium für Kultur und islamische Führung, unter Leitung von Mohammad Dashtgoli, setzte bereits die Schließung einiger Musik-Studios durch: "There is nothing wrong with this type of music in itself. But due to the use of obscene words by its singers, this music has been categorized as illegal.” Die iranische Regierung will verhindern, dass westliche Werte angenommen werden, die traditionelle islamische Moral soll hingegen geschürt und beibehalten werden. Doch verschärft sich die Situation zunehmend, tausende Frauen, die Make-Up und Hüte anstatt Kopftücher trugen, wurden in den letzten sechs Monaten verwarnt und sogar unter Arrest gestellt.

Irans religiöser Führer und oberster Rechtsgelehrter Ayatollah Ali Khamenei befürwortet die polizeilichen Maßnahmen.

Azad – Blockschrift

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Bozz ist Bozz, denn der Bozz ist und bleibt der Bozz – treffender könnte ich kein Statement nach mehrmaligen Hören von „Blockschrift“, dem neuen Album von Azad, abgeben. Ich habe es schon immer gewusst, er wird immer besser und besser. Ende 2007 präsentiert sich der Frankfurter Ausnahme-Rapper in Bestform und stellt dies auch eindrucksvoll unter Beweis. Der Rap ist on point, die Beats sind unfassbar und das Gesamtprodukt bringt wieder Glanz in die gesamt Szene, die sich langsam aber sicher ein Beispiel an Azad nehmen könnte. Authentizität war noch nie sein Problem, doch glaubwürdiger als auf „Blockschrift“ habe ich seine Texte noch nie wahr genommen. Vom Opener „Zeit zu verstehen“, der ersten Singleauskopplung mit gesanglicher Unterstützung von Gentleman, bis zum letzten Song, dem Erfolgs-Hit „Prison Break Anthem“, geht der Hörer auf eine Reise, die ihn durch das Leben sowie das Umfeld vom Bozz führt.
„Der Monstershit, kuck ich bin zurück Junge mit dem Bombenhit, verstehst du, Block King Kong dieses Brett haut dich weg so wie wenn ich aushol und dein Kinn bomb!“
Der Song „TNT“ ist exakt wie „Monsterrap“ ein echter Banger. Beide Songs wurden von Sti produziert, und was der Junge wieder gemacht hat, ist unfassbar. Doch auch die anderen Produzenten wie M3 & Noyd, Martelli oder Benni Blanco haben allerbeste Arbeit geleistet. Letzterer zeigt sich auch für den Übertrack „Ghettobass“ verantwortlich, den Azad mit seinen einzigartigen Punchlines zu dem macht, was er ist.
„Seit du in meinem Leben bist, macht alles Sinn für mich, du weißt ich liebe dich.“ Auch mit nachdenklichen Songs wie „Ich geh für Dich“, das von Max Herre produzierte Feature mit Joy Denalane, ist „Blockschrift“ bestückt. Weitere Songs, die unter die Haut gehen, sind „Du fehlst mir“, „Tage des Regens“ mit J-Luv und „Kämpfer“, mein momentaner Lieblingssong auf diesem unglaublichen Album.
„Manche Wunde sind tief, doch sie können heilen. Du musst kämpfen, doch manchmal ist der Gegner in einem. Wer nicht kämpft hat die Schlacht schon verloren, wie ein Segel ohne Wind du bist machtlos geworden.“ Word up! Auch mit auf der CD, wie schon erwähnt, ist der Überraschungshit „Prison Break Anthem“ mit Adel Tawil, der vor wenigen Tagen mit über 150.000 verkauften Einheiten Goldstatus erreichte.
Kurz: Ich spreche Azad, den Produzenten und allen Featuregästen meinen größten Respekt aus. „Blockschrift“ ist ein neuer Maßstab für credibilen Rap in Deutschland. Der Bozz ist back, und wie!

Pimp C von UGK ist tot

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Am Morgen des 4. Dezembers erreichte die Brandschutzabteilung von L.A. ein 911 Anruf aus dem todschicken Mondrian Hotel, gelegen am Sunset Strip in Hollywood. Sanitäter fanden Pimp C, geboren als Chad Butler, in seinem Bett liegend im sechsten Stock seines Hotelzimmers, tot. Die Umstände seines mysteriösen Ablebens sind bis zum jetzigen Zeitpunkt ungeklärt. Er war 33 Jahre alt und Mitglied des legendären Hip-Hop Duos UGK.

UGK erreichte durch einen Gastauftritt im Jay-Z Song "Big Pimpin" im Jahr 2000 erstmals nationalen und kommerziellen Erfolg. Mehr noch mit dem kürzlich erschienenen Album Underground Kingz, über Jive Records, und dem daraus stammenden Hit "International Player’s Anthem (I Choose You)" featuring OutKast.

"We mourn the unexpected loss of Chad," sagte Jive Records President und CEO Barry Weiss. "He was truly a thoughtful and kind-hearted person. He will be remembered for his talent and profound influence as a pioneer in bringing southern rap to the forefront. He will be missed and our prayers remain with his family and Bun B. I’ve known Chad since he was 18, and we loved him dearly and he was a cherished member of the Jive family."

Lady Ray bei Maischberger

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Wer gestern Abend noch etwas länger auf war, konnte einem denkwürdiges Schauspiel in der ARD beiwohnen. Dort nämlich saß Lady Bitch Ray zusammen mit anderen Gästen bei Sandra Maischberger und diskutierte über das Thema „Keuschheit statt Porno – brauchen wir eine neue Sexualmoral?“. Wie immer in schillerndem Outfit und stolz geschwellter „Brust“ versuchte sie, den „Vagina Style“ zu vertreten, zu erklären und es entwickelte sich eine interessante Diskussion. Als „Gegenspieler“ hatte sie es zum Beispiel mit einem gewissen Nathaniel Liminski zu tun, der den Standpunkt vertrat, man solle keinen Sex vor der Ehe haben. Beherzt ging die Diskussion vonstatten und schlagfertig wie immer erwehrte sich Lady Ray einiger Attacken (die natürlich auch vorhersehbar waren) und beschwerte sich beispielsweise, dass Liminski eine viel zu weite Hose trage und sie seinen Arsch gar nicht sehen könne.

Interessant wurde es, als später Wolfgang Bürschner, Sprecher des Berliner Kinderhilfswerks „Die Arche“, hinzukam und von 12-, 13-jährigen Mädchen erzählte, die durch Pornorapper wie Orgi oder Frauenarzt in so jungen Jahren schon eine fatale und besorgniserregende Sicht auf die Sexualität entwickelt haben. „Diesen Schuh will ich mir jetzt nicht anziehen, dass wir Rapper daran Schuld sein sollen,“ wehrte sie sich und wies darauf hin, dass sie sich von diesen Rappern unterscheide und distanziere, da ihre Hörer größtenteils über 18 seien (angeblich nachweisbar auf Myspace) und sie ihren weiblichen Fans auch ausdrücklich sage, sie sollen ihre Ausbildung machen und selbstständig werden. Auf den Vorwurf, sie gehe nach ihren Auftritten in ihr Bildungsbürgertum zurück, was diese Kinder nicht könnten, verwies sie auf ihren Immigranten-Background und, dass sie sich hochgearbeitet habe. Insgesamt also eine unterhaltsame Runde, die sich zum Schluss sogar fast einig war, dass man eine Medienerziehung in puncto Sexualität bräuchte. Na bitte!

Übrigens: Ab Freitag gibt es bei uns ein Exklusivinterview mit Lady Bitch Ray, in voller Länge, also dranbleiben, es bleibt unterhaltsam!

Bald nur noch 90 Sekunden

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Universal will scheinbar die Tracks all seiner Künstler auf MySpace und sonstigen „Fremdseiten" auf 90 Sekunden begrenzen. Betroffen davon wären dann Artists wie Akon, 50 Cent und Rihanna. Eine offizielle Stellungnahme von Universal war bisher nicht zu bekommen. Ob das nun die Leute dazu bringt, wieder mehr Platten zu kaufen? Oder vielleicht doch eher ein Eigentor? Abwarten!

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