Nachdem Lil’ Kim in letzter Zeit mehr Aufsehen durch Querelen mit Remy Ma (News vom 09.12.2008), als mit News musikalischer Richtung von sich Reden machte, kamen nun Gerüchte über einen angeblichen Labelwechsel ans Tageslicht. Ihr nächstes Album wolle sie bereits unabhängig von Atlantic Records veröffentlichen, sie sei nun bereit es auch ohne einen Major im Rücken fertig zu stellen. Streitigkeiten oder Ähnliches habe es jedoch nicht gegeben zwischen ihr und dem Atlantic Records Management. Auch soll sie bereits Verhandlungen mit Imperial Records geführt haben, einem Indie-Sublabel der Capitol Music Group. Eine vage Einschätzung des geplanten Veröffentlichungszeitraums steht schon fest, im April oder Mai soll Lil’ Kim’s nächste Scheibe in die Läden kommen.
Eidos / IO Interactive – Kane & Lynch: Dead Men
Vor mir liegend ist das Playstation 3 Game “Kane & Lynch: Dead Men” welches, ebenso für die Xbox 360 und den PC erhältlich ist. Entwickelt wurde das Spiel von IO Interactive, die bereits durch Titel wie "Freedom Fighters" oder "Hitmen" für Aufregung sorgten.
Bei „Kane & Lynch“ steuert man nicht wie sonst üblich die guten Superhelden durch die Gegend, sondern einen der beiden Bösewichte. Die beiden Gangster, die sich auf einem Gefangenentransport in Richtung Hinrichtungskammer kennen lernen, bilden im Laufe der Story eine Zweckgemeinschaft. Da Kane ein ehemaliger Söldner ist und mit seinen Söldnerfreunden aus vergangener Zeit etwas Ärger hat, greifen diese den Transporter an, um Kane an die Wäsche zu gehen. Doch es gelingt Kane zusammen mit deinem neuen „Homie“ Lynch aus dieser brenzlichen Situation zu entkommen und aus dem Transporter zu fliehen.
Da Kane bei seinem letzten Söldnerauftrag mächtig verkackt hat und sich Diamanten im Wert von etlichen Millionen Dollar klar gemacht hat, wollen die Söldner nun, dass Kane die Diamanten wiederbeschafft, ansonsten würde es seiner Familie schlecht ergehen. Denn diese wurde von den Söldnern entführt. Somit verbringt er seine frisch gewonnene Freiheit damit, die Edelsteine wieder zu beschaffen. Dabei steht ihm Lynch hilfreich zur Seite.
Das die beiden keine guten Freund sind und wirklich nur eine Zweckgemeinschaft aus ihrer Not heraus bilden, wird im Game mehr als deutlich. Das Vokabular das die beiden benutzen um miteinander zu kommunizieren, könnte ebenso von Bruce Willis in „Stirb Langsam“ entsprungen sein. Mit Sätzen wie „Halt´s Maul, Arschloch!“ zeigt Lynch deutlich seine Antipathie gegenüber Kane, muss dieser jedoch Lynch immer wieder zurückhalten, wenn dieser mal wieder dazu verleitet wird Geiseln abzuknallen. Die beiden stellen ein ungleiches Paar da, welches unterschiedlicher nicht sein könnte.
Genau dies ist auch das spannende an diesem Spiel. Man weiss nie genau wie es wohl weitergehen mag und wie die beiden Kaltblüter wohl als nächstes reagieren werden.
Im gesamten Spiel steuert man Kane und Lynch folgt ihm, also dir, auf Schritt und Tritt. Während man in eine wilde Schiesserei, mit den Bullenzum Beispiel, verwickelt ist, ballert auch Lynch fröhlich in der Gegend herum und macht die Gegner platt. Das hilft einem oftmals sehr bei einer Übermacht an Gegnern. Leider stellt die KI der Feinde nicht wirklich eine echte Herausforderung dar. Sie gehen selten in Deckung oder bemerken rechtzeitig, dass sie von uns beschossen werden. Das ist ein etwas größeres Manko an dem Spiel.
Zur grafischen Umsetzung des Spiels kann man sagen, dass die Nahansicht sehr detailliert und liebevoll gestaltet ist. In der Distanz jedoch schwindet die Genauigkeit und die Liebe fürs Detail. Das Spiel besitzt eine packende Story und durch die Atmosphäre die „Kane & Lynch: Dead Men“ vermittelt, macht ordentlich Laune. Es wird wahrscheinlich kein absoluter Game-Klassiker werden, jedoch für Fans des Third-Person-Action-Shooter Genres eine echte Empfehlung.
Snoop Dogg heiratet wieder
Der Rapper scheint seines harten Images überdrüssig und geht nun vermehrt mit seinem weichen Kern an die Öffentlichkeit. Nachdem er bereits in seiner eigenen Realityshow “Fatherhood“ seine väterlich, fürsorgliche Seite zeigte, setzt er dem ganzen nun die Krone auf. Klammheimlich organisierte Snoop Dogg für seine Frau eine zweite Hochzeitsfeier, unter dem Vorwand einer angeblichen Jubiläumsfeier eines befreundeten Pärchens. Eines Augenzeugen zufolge, sei er aufgestanden um auf das Pärchen anzustoßen, begann dann aber eine Lobesrede an seine Frau Shante. Den Höhepunkt des Abends bildete dann die Erneuerung des Eheversprechens vor allen Anwesenden.
"I was going to split up with my wife — my wife wasn’t going to split up with me, You know, I was caught up with Hollywood, and the girls and the night life", sagte Snoop Dogg erst kürzlich zu einem Reporter. "I thought I was the man and I was willing to give up what I had at home for that, until I realized that what I had at home was irreplaceable, so I gave that up to go back home."
Fast hätte ihn sein unechtes Luxusumfeld von seiner Frau getrennt, doch der Gedanke daran, dass ein anderer Mann an seine Stelle treten und seine Kinder erziehen könnte, war für ihn unerträglich.
"I just don’t want another man raising my kids. That was the main goal. I had kids with my wife because I wanted to be with my wife. And those three babies are all wanted, and I wanted to be with them."
Geschäftlich möchte er sich demnächst mit einem weiteren Vorzeigepapa zusammentun, mit David Beckham nämlich. Der soll in seinem nächsten Lied die Hook einsingen, nur so aus Spaß, denn die beiden illustren Namen an sich werden wohl schon die Verkaufszahlen in die Höhe treiben, selbst wenn David nicht so toll singen kann wie er aussieht.
Endlich Frei
Der Berliner Rapper Skinny Al, welcher bei Hell Raisa Records unter Vertrag steht, kommt heute aus dem Gefängnis frei. Er kommt drei Monate vor Haftende wegen guter Führung aus dem Gefängnis frei. Somit wird Skinny das Release seines zweiten Soloalbums in Freiheit genießen können, denn „Schattenseiten“ erscheint am 08. Februar 2008. Diese erfreuliche Nachricht wird seitens des Labels genutzt um ein Videoclip zum Track „Wofür Das Alles“ für das bevorstehende Album abzudrehen.
Wir können auf das Ergebnis gespannt sein.
Nate Dogg halbseitig gelähmt!
Wie wir bereits berichteten (News vom 02.01.2008) erlitt Nate Dogg kurz vor dem Jahreswechsel einen Schlaganfall. Nun kamen weitere Details über seinen gesundheitlichen Zustand ans Tageslicht. So sieht es derzeit aus, dass Nate Dogg halbseitig gelähmt ist. Sein zuständiger Arzt ließ jedoch verlauten, dass die Aussichten auf eine vollständige Genesung sehr gut sind, da er keine Verletzungen des Hirns oder der Stimme davon getragen habe. Auch ein Dankeschön für die Anteilnahme seitens der Fans wurde ausgesprochen.
Wollen wir hoffen, dass die Ärzte Recht behalten und Nate Dogg bald wieder vollständig auf den Beinen ist.
phreQuincy
Einer der Top-Produzenten Deutschlands kommt aus Hamburg. Er produzierte schon für alle Bignames im deutschen Rap-Buisiness, sowie auch für Stars der US-Rapszene. Die Rede ist von phreQuincy. Wir haben uns mit phreQuincy über sein Album „Ich Kann´s Mir Leisten“, über seine Herangehensweise an Produktionen und über seine ersten Schritte als Rapper gesprochen. Das Ergebnis: Ein sympathisches Interview mit einem der besten Beatbastler des Landes! Vorhang auf für phreQuincy!
rap.de: Warum wurde das Release deines Albums „Ich Kann’s Mir Leisten“ so oft verschoben?
phreQuincy: Ich kanns mir ja Leisten. Obwohl, so hart bin ich dann auch nicht. (lacht) Ich war mir zuerst ehrlich gesagt nicht im Klaren wie aufwendig das ganze wird. Es sollte ja erst „nur“ ein Mixtape werden. Irgendwann war es aber mehr als nur irgendein Mixtape und ich dachte mir dann, wieso nicht gleich alles auf eine Karte setzen und ein Album machen. Zwar haben viele Labels keine Lust auf Produzentenalben, aber wir haben uns gesagt, dann machen wirs halt alleine.
rap.de: Dein Album “Ich Kann’s Mir Leisten” kommt demnächst raus. Was war deine Ambition dahinter dieses Album zu machen?
phreQuincy: Ehrlich gesagt, wollte ich deutschen HipHop machen, der mir gefällt. Da ich als Musiker ja die Möglichkeit dazu habe, wollte ich sie nutzen und meine Sichtweise darstellen. Es sind ja auch relativ viele verschiedene Einflüsse und Stimmungen drauf.
rap.de: Was hat dich denn genau beeinflusst?
phreQuincy: Musikalisch hat mich vieles beeinflusst, von RnB bis HipHop praktisch alles was ich selber gerne höre und auch vorher gemacht habe. Das Album hat sich auch mehrmals verändert. Mir war es wichtig mit der Zeit zu gehen und einfach ein Album zu machen das meine Entwicklung und meinen persönlichen Geschmack wiederspiegelt.
rap.de: Wie entstanden die Songs zu deinem Album? Gab´ es die Tracks schon vorher oder wurden sie extra für das Album produziert?
phreQuincy: Ungefähr die Hälfte der Tracks gab es als Skizzen schon vorher. Dazu haben dann die Künstler geschrieben, oder teilweise auch aufgenommen. Da ich aber auch während des Albums Beats gemacht habe, sind davon noch auf dem Album gelandet.
rap.de: Das heißt also, dass die Aufnahmen zu deinem Album nicht von dir selbst geleitet wurden und die Songs über „Post-Production“ entstanden sind?
phreQuincy: Vieles ist über „Post-Production“ entstanden, wobei ich dennoch probiert habe, soviel wie möglich herauszuholen. Ich habe auch hier und da nachgehackt und probiert Texte umändern zu lassen, wenn ich das Gefühl hatte dass es nicht wirklich cool war. Am Ende saß ich aber da wie ein Koch der dann aus den Zutaten die er hat ein leckeres Gericht machen muss. (lacht)
rap.de: In einem früheren Interview hast du darüber gesprochen, dass du deinem Managment in den Staaten nichts von deinem Album erzählt hast. Hast du dies mittlerweile nachgeholt?
rap.de: Was hat Sha Money XL dazu gesagt?
phreQuincy: Er hat nicht wirklich was gesagt, ich meinte aber ich schick ihm das wenn es fertig ist. (grinst)
rap.de: Du hast auch mal gesagt, dass du die US-Connection nicht wirklich „gepflegt“ hast und deshalb nicht auf z.B. Fiddys Album drauf bist? Warum warst du da nicht besonders hinterher? Ist das nicht genau das, was ein deutscher Produzent erreichen will, auf US Top-Alben platziert zu sein?
phreQuincy: Ich weiß. Ich habe auch manchmal schon gezweifelt ob ich das Richtige mache, gerade wenn man so eine Chance hat. Ich denke dann auch irgendwo, wieso probierst du nicht lieber auch einen Beat aufs Young Buck oder 50 Album zu bekommen. Und dann sind da Jake One und The Bitnizz drauf , wo ich denke, das hätte ich sein können, aber sie haben eben mehr gemacht. Aber es ist alles Liebe, ich war ja mit denen beim One Stop Shop letztes Jahr und die Jungs sind alle cool. Am Ende sitzen wir alle im selben Boot. Und jetzt muss ich mal langsam ran ans Ruder. (lacht)
rap.de: Ist es ein ein Ziel von dir mit deiner Musik Gold- bzw. Platinstatus zu erreichen?
phreQuincy: Ich würde eher sagen, mein Ziel ist es soviele Leute wie möglich mit meiner Musik zu erreichen. Ich denke, wenn man gute Musik macht kommen die ganzen Auszeichnungen fast von alleine, das sind ja praktisch nur Bestätigungen für eine erfolgreiche Arbeit. Ich will mich jetzt auch nicht zusehr von diesen ganzen Ruhmgeschichten blenden lassen. Die Musik stand bei mir schon immer im Vordergrund. Zwar muss ich auch Leben können von meinem Beruf, aber ich will nicht auf Krampf probieren Gold oder Platin zu erreichen.
rap.de: Was erwartest du dir von deinem Producer-Album? Hast du irgendein Ziel welches du mit „Ich Kann’s Mir Leisten“ erreichen willst?
phreQuincy: Ich glaube es wäre gelogen, wenn ich sagen würde es wäre mir egal, wie mein Album sich macht. Dafür haben wir alle – ich mal jetzt außen vor – zuviel Zeit und Arbeit da rein gesteckt. Ich kann aber keinen zwingen es zu mögen oder zu unterstützen. Deswegen bin ich mit dem kleinstmöglichen Ziel rangegangen, nämlich soviel Leute wie möglich zu erreichen. Da es HipHop momentan sowieso nicht so gut geht, muss man umso realistischer sein. Mir gings aber in erster Linie nicht um finanziellen Erfolg sondern vielmehr darum, für mich und mein Team Curtains Up (Anm.d.Red. preQuincy’s Label) zu werben. Es gibt ja mittlerweile einige gute Adressen in Deutschland und Hamburg ist eine davon, das war mir wichtig zu zeigen. Wenn das Album gut läuft werde ich auch endlich mit m3 & Noyd ein gemeinsames Studio suchen. Das wäre der einzige wirkliche finanzielle Aspekt. Ich bin eh nicht so der „Bling“ Mensch und größere Geschichten probier ich mir durchs Ausland zu ermöglichen (lacht).
rap.de: Du sprichst gerade ein gemeinsames Studio mit m3 & Noyd an, wo arbeitest du denn momentan?
phreQuincy: Jeder von uns hat sein eigenes kleines Heimstudio. Man braucht ja auch heutzutage nicht viel um Musik zu machen. Es ist also nicht so als könnten wir ohne Studio oder ein gemeinsames Studio keine Musik machen. Wir brauchen aber unser eigenes Reich. Ich glaube auch, dass unsere Nachbarn sich freuen würden. (lacht)
rap.de: Du hast ja auf deinem Album bzw. auf deiner Single einen eigenen 16ner. Wird es von dir noch mehr Rap-Parts geben?
phreQuincy: Ich seh‘ das ganz entspannt. Ich hab‘ den kleinen Part nur aus Spaß gemacht. Es haben ja vor mir schon ein paar meiner Produzentenkollegen wie Sti oder Shuko kleinere Parts gerappt. Bei mir hört die Arbeit nicht schon beim Beatmachen auf. Oft habe ich beim Beatmachen auch schon Flows im Kopf und rappe dann manchmal vor mich hin um ein Gefühl für den Song zu bekommen. Für einen kompletten Song brauche ich selber aber noch zu viel Zeit beim Schreiben und die habe ich meistens nicht. Von daher hole ich mir dann Hilfe bei Juvel, weil er da einfach fitter ist. Ich glaube ich sehe mich da eher wie Dre oder Timbo, eher Produzent statt Rapper. Ich habe aber noch einige Songideen die mir im Kopf schweben, die ich gerne Umsetzen würde, ich muss mir selber nur mal die Zeit nehmen, auch besonders was das Schreiben angeht. Wir haben ja auch alle mit dem Schreiben angefangen, ausserdem hatte ich im Deutsch Leistungskurs 12 Punkte im Abi, also was los. (lacht). Man kann also raptechnisch noch ein paar Geschichten von mir erwarten, aber ich zwinge mich jetzt auch nicht auf. Wie gesagt, ich sehe das ganz entspannt. (lacht)
rap.de: Wie gehst du an eine Beatproduktion ran? Womit beginnst du Beats zu programmieren?
phreQuincy: Ich habe eigentlich keine Grundformel. Das ist vielleicht wie bei einem Koch. Der fängt auch nicht immer mit den gleichen Zutaten und den gleichen Geräten an. Ich denke, es ist wichtiger sein Equipment zu kennen und zu wissen wie man was bekommt. Wenn ich samplen möchte, dann mache ich das am liebsten mit dem PC. Wobei ich habe jetzt mal den MV 8800 von Roland ausprobiert und sofort in den Himmel gefeiert. Ich denke ich werde in Zukunft sehr viel damit samplen. Wenn ich unterwegs bin und schnell Ideen festhalten möchte, nehme ich Reason 4 was auch sehr mächtig ist oder einfach gleich Cubase 4 womit ich sowieso alles mache..
rap.de: Mit welcher Software bzw. Hardware arbeitest du?
phreQuincy: Meine Zentrale Workstation ist Cubase 4. Das läuft bei mir auf dem Notebook sowie auf dem Rechner. Dazu kommen dann die ganzen Steinberg Vst’s und etliche Vst’s von Native Instruments und Reason 4 was ich auch sehr viel für unterwegs benutze. Ich probiere mich aber auch in ProTools fit zu machen, weil es international so verbreitet ist und abgesehen davon ein wirklich gutes Werkzeug ist, besonders für Audio Geschichten.
rap.de: Warum hast du dich für Cubase entschieden und nicht z.B. für Logic?
phreQuincy: Ich bin noch nicht so auf dem Mac Film, von daher ist Logic schonmal raus, da es die neueren Versionen auch nicht mehr für den PC gibt. Aber ehrlich gesagt bin ich schon seit Cubase SX mit Steinberg zufrieden, daher bedauere ich das jetzt auch nicht. (grinst)
rap.de: Wie stehst du zu der Meinung von einigen, dass die Benutzung von Hardware für einen „wärmeren Sound“ sorgt? Empfindest du das auch so?
phreQuincy: Oha…Ich glaube schon, dass es irgendwo einen Unterschied zwischen Software und Hadware gibt, aber ich denke, dass es wichtiger ist sein Ohr zu schulen als sich jetzt verrückt zu machen, welches Analoggerät den wärmsten Sound liefert. Es gibt heutzutage so gute Analog Emulationen bzw. vinatge Plugins, bei denen man mit dem richtigen Einsatz kaum bis keinen Unterschied hören wird.
rap.de: Welche wären das zum Beispiel? Als kleinen Tip für die Produzenten da draussen?
phreQuincy: Ich selber habe 2 Dsp Karten von Universal Audio (Uad). Mein Engineer Hpeh zum Beispiel, hat sogar noch einen TC Powercore dazu. Ich finde den Vintage Warmer von PSP auch sehr geil. Aber jede große DAW hat mittlerweile auch einige sehr gute Plugins, gerade auch Cubase 4.
rap.de: Wann und womit hast du deinen aller ersten Beat produziert?
phreQuincy: hahaha….Jetzt kommst du mir so (lacht). Ich glaube in Magix Music Maker damals, etwa 1998. Das war sogar noch vor der Fruity Loops Zeit. Da hab ich sogar meine eigenen Loops gebaut in dem ich Kick und Snare ausgeschnitten und so gesetzt habe wie ich es im Kopf gehört habe. Danach habe ich gemerkt, dass ich ein Programm brauche in dem ich meine eigenen Loops programmieren kann. (lacht).
rap.de: Was würdest du jemandem empfehlen, wenn du gefragt wirst wie man am besten mit dem Beatsbasteln anfangen soll?
phreQuincy: Ich würde sagen, fang ruhig klein an. Wie bei allem. Man setzt sich beim Autofahren lernen auch nicht gleich in einen Formel 1 Wagen. Ich würde sagen, such dir ein Programm was dir nicht zuviel und nicht zuwenig Möglichkeiten bietet, damit man auch wachsen und reifen kann. Man unterschätzt oft die Programme und deren Möglichkeiten. Sequel von Steinberg ist ein sehr gutes Programm um anzufangen, weil es schon fertige Loops hat aber man selber auch Midi einspielen kann, das konnte ich mit Magix alles damals nicht. Ausserdem kostest es fast nichts.
rap.de: Was zeichnet einen guten Beat deiner Ansicht nach aus?
phreQuincy: Eine Stimmung die man fühlt.
rap.de: Wie kann man es deiner Meinung nach schaffen die gewisse Stimmung in der Musik zu erzeugen?
phreQuincy: Hmmmmm…..ich denke da gibt’s keinen einheitlichen Weg. M3 zum Beispiel mag Sachen mit einer gewissen Atmosphäre, d.h. wenn er samplet achtet er schon beim Samplen auf diese gewisse Stimmung. Noyd auch, aber er erzeugt die Stimmung manchmal dann auch durch die Sounds, die er dann noch dazu spielt. Das kann man so und so Handhaben; ist vielleicht auch eine Sache der Zutaten.
rap.de: Was möchtest du während deiner Musikkarriere noch alles erreichen?
phreQuincy: Vielleicht mal auf den Mars, wenn das möglich wäre. (lacht) Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir darüber noch keine konkreten Gedanken gemacht. Vielleicht nehme ich die Frage mal als Anlass und hoffe das ich nächstes mal eine bessere Antwort darauf habe. Obwohl, vielleicht kann ich eine Sache nennen. Ich möchte deutschen HipHop bzw. deutsche Musik noch einen Schritt weiter bringen. Das soll jetzt aber nicht so rüber kommen als wäre ich der Derbste oder so. Ich sehe das wie beim Staffellauf. Es gibt mehrere Stationen und ich warte jetzt hier an meiner auf meinen Kollegen der mir den Stab übergibt, damit ich ihn ablösen kann. Das Album war praktisch meine Bewerbung für den ganzen Spaß. (grinst)
phreQuincy: Als Musiker bzw. Produzent steht einem ja Gottseidank eine relativ lange Karriere bevor, wenn man sein Handwerk versteht, deswegen hoffe ich, dass Musik immer ein Teil von mir sein wird und ich so lange wie möglich in diesem Gebiet arbeiten kann. Ich bin aber auf jeden Fall auch ein Familienmensch. Ich hoffe, das ich mit 30 an die Familienplanung gehen kann, damit ich noch…(lacht).
rap.de: Damit du noch was (lacht)?
phreQuincy: Ein bisschen vom Vater und Ehemannsein mitbekommen kann. Yey!
rap.de: Zum Abschluss machen wir ein kurzes Brainstorming zu einigen Schlagwörtern.
rap.de: Native Instruments.
phreQuincy: Mächtig
rap.de: Sha Money XL.
phreQuincy: Führ‘ mich zum Schotter !
rap.de: Shuko.
phreQuincy: Was geht ab Diiigga !
rap.de: Fruity Loops.
phreQuincy: 9th Wonder
rap.de: Snare oder Clap?
phreQuincy: Gerne auch mal beides!
rap.de: Hast du den rap.de Usern zum Abschluss noch etwas mitzuteilen?
phreQuincy: Danke dass ihr euch die Zeit genommen habt!! Ich kanns´ mir Leisten, aber ihr auch! Darauf zwitschern wir einen Sambuca haha
rap.de: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg wünsche ich dir!
50 Cent lässt nichts unversucht…
Ähnlich wie Jay Z nutzt auch 50 Cent seine Position als Publikumsmagnet und Fokus der Öffentlichkeit solange er noch kann. Neben dem MCing, das ja schon länger nicht mehr den für ihn angemessenen Erfolg einbringt, ist Curtis bekanntlich auch der Kopf hinter der G-Unit Clothing Line und seines Vitaminwässerchens, welches mehr als lukrativ zu sein scheint. All diese zusätzlichen Einnahmequellen sind für 50 Cent jedoch noch nicht ausreichend. Nun möchte Curtis Jackson auch noch seine eigene Film Company haben, die er gemeinsam mit seinem Manager Chris Lightly und dem Produzenten Randell Emmet ("Shottas", "The Amityville Horror" u.ä.) ins Leben rufen möchte.
Auch der „Streit“ mit Kanye West um den HipHop Thron scheint vergessen, denn Fiddy sagt:
“Ich habe das mit der Raprente nur angekündigt, um den Battle anzuheizen. Außerdem habe ich weltweit mehr Alben als Kanye verkauft, also habe ich gewonnen!“
Na dann ist ja alles gut.
Anklage gegen Rock erhoben
Rocks’s Anwalt, Kenneth Montgomery, hat gestern erstmals ein Statement zu den Anschuldigungen und der Festnahme seines Klienten Jamal Bush, besser bekannt als Rockness, MC der Rap-Crew Heltah Skeltah, abgegeben.
Angeblich soll er einen als Zuhälter und Blood-Gang Mitglied bekannten Menschen angeschossen und dadurch eine Lähmung bei dem Opfer verursacht haben. Der Auslöser hierfür sei eine Auseinandersetzung über die Zugehörigkeit zweier Mädchen gewesen.
"Allegedly he’s charged with shooting someone with a gun and causing paralysis” erklärte Mr. Montgomery. “The person that he’s alleged to have shot is an admitted, known pimp, as well as a blood gang member. (Rock) allegedly shot this person over a dispute between girls, who the girls belonged to. Rock is also accused of being a pimp himself.”
Derzeit ist für seine Freilassung eine Kaution von $125,000 angesetzt, aufgrund schwerer Vorwürfe seiner angeblichen Tat vom 20. Dezember 2007 in Brooklyn, New York.
Gestern wurde Da Rockness Monsta wegen schwerer Körperverletzung und versuchten Mordes angeklagt, wofür ihm, laut Mr. Montogomery, zwischen 5 und 25 Jahren für jeden Anklagepunkt blühen könnten. Jedoch bestreitet Rock kategorisch und eindeutig jeden Anklagepunkt. Natürlich werde energisch gegen diese falschen Behauptungen vorgegangen. Laut New Yorker Gesetz, muss nun innerhalb der nächsten fünf Tage Anklage gegen ihn erhoben werden, ansonsten müsste er entlassen werden.
Doch voraussichtlich scheint es wahrscheinlicher, dass er sich seiner Anklage vor Gericht stellen muss, da es ihm wohl an Glaubwürdigkeit fehle, so Rock’s Anwalt.
Vielleicht sollte sich Rockness mehr auf Heltah Skeltah’s anstehendes Album konzentriern anstatt sich solcher Situationen auszusetzen.




