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Jody Breeze über Sho Nuff Trennung

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Das Boyz N Da Hood Mitglied Jody Breeze, sprach vor kurzem über seine Trennung mit Jazze Pha’s Label: Sho Nuff Records.

2003 kam Breeze bei Sho Nuff unter Vertrag, aber brachte niemals sein Solo-Debut heraus. In der Zwischenzeit arbeitete er mit seiner Crew Boyz N Da Hood an zwei Alben, die 2005 und 2006 veröffentlicht wurden. Laut Breeze war die permanente Verschiebung seines Albums der Hauptgrund für die Trennung mit Sho Nuff, aber er betont, dass alles in gegenseitigem Einverständnis und freundschaftlich auseinander ging: “He (Jazze) is like my uncle. It never really had anything to do with him. He wasn’t that aware of what was going on because he’s an artist himself. It was just a conflict man, it was more family than business and you can’t mix that up. It’s like, I know we’re family, and I know I’m in your heart but I gotta be put out in some kind of way and it just wasn’t happening.

Nun ist er wieder sein eigener Herr, doch sucht bereits nach einem neuen Deal und wird sich in Zukunft stärker auf seine Solokarriere konzentrieren, so dass er sich erstmal an keinem Boyz N Da Hood Projekt beteiligen möchte – „I might make an appearance but I’m not really concentrating on that”, erzählte Breeze.

I’m just waiting for the best deal I could possibly get. I don’t wanna go somewhere where Your browser does not support inline frames or is currently configured not to display inline frames. I could be the second option or the third option”, fügte er hinzu. “I want to be their first priority. I want them to be behind my movement.

Ghostface Killah Package gewinnen!

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Das Zoo York Institute  hat in Zusammenarbeit mit Def Jam und Cornerstone Promotion ein mit exklusivem Skateboard-Deck und Wu-Tang Mitglied Ghostface Killah T-Shirt Paket zusammengestellt, welches auf eine Stückzahl von 500 limitiert ist und somit für alle HipHop und Skateboardfans da draußen zum absoluten MUSS wird!

Auf https://www.zoo-york.net könnt ihr zwei dieser wahnsinns Packages gewinnen, lasst euch nicht lumpen und versucht eurer Glück!

Latifah vs. Die Medien

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Die Rapperin und Schauspielerin Queen Latifah (bürgerlicher Name Dana Elaine Owens) ist stinksauer auf die Medien. Sie droht allen Medienvertretern „zurück zu schießen“, sollte jemand auf die Idee kommen, Gerüchte über sie in die Welt zu setzen. Sie sei zwar nicht so sehr von dieser Gerüchteküchenkocherei betroffen wie manch anderer „Star“, jedoch nervt es sie tierisch, wenn Ihre Familienmitglieder sie auf Dinge ansprechen, die sie angeblich vom Stappel gelassen haben soll.

Weiterhin erklärt Queen Latifah, dass sie jeden „Schmierfink“, der Gerüchte über sie in die Welt setzt, verklagen wird.

Zum Glück verbreiten wir von rap.de keine Gerüchte über Dana.

Pete Philly & Perquisite

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Pieter Monzon und Pieter Perquin sind der Musik schon seit jeher verfallen. Schon bevor sie sich 2002 schließlich als Pete Philly & Perquisite zusammenfanden, waren beide als Musiker aktiv. Perquisite, ein begnadeter Cellospieler und  der Produzent ihrer facettenreichen Musik, die von Kritikern gerne als eine Mischung aus Jazz, Broken Beats und Soul beschrieben wird und Pete Philly, der bereits als kleiner Junge wusste, dass er für die Bühne bestimmt ist, scheinen beide das gleiche Ziel zu haben: HipHop einmal anders zu machen. Durch ganz Europa haben sie ihre Touren gebracht und wo sie auch hinkamen wurden sie regelmäßig als "Aliens" ihres Genres gefeiert, und dies ausschließlich im positiven Sinne. Seit ihrer ersten EP "Mindstate“ 2005 haben sie fast jedes Land Europas bereist, und jeder Orts sagt man ihnen eine Liveshow besonderer Art nach.

Diesen Montag fanden sich Pete Philly & Perquisite nun in Berlin ein um ihr gerade erschienens Album "Mystery Repeats“ zu promoten, natürlich haben wir uns ein Interview mit den beiden smarten Holländern nicht entgehen lassen. Zuerst nur mit Perquisite, kam kurz darauf auch Pete Philly zum Gespräch hinzu.

 

rap.de: Um gleich mit der elemtarsten Frage zu beginnen, warum macht ihr Musik?

Perquisite: Nur weil wir es gerne möchten, Musik ist ein sehr direkter Weg sich über die Lyrics oder die Musik selbst auszudrücken. Ich habe es anfangs als eine Art Hobby gesehen und dann herausgefunden, dass ich davon auch leben kann. Es ist immer eine tolle Sache aus deinem Hobby einen Beruf zu machen. Dazu hat nicht jeder die Möglichkeit, we are blessed that we can do that.
rap.de: Habt ihr nach der Veröffentlichung von "Mindstate“ bemerkt, dass ihr von der Musik leben könnt?

Perquisite: Nein, das fand ich bereits vorher heraus. Ich hatte ein paar Soloplatten herausgebracht und die machten sich sehr gut. Ich habe zu der Zeit noch Architektur studiert, kurz bevor ich bei einem europäischen Label unterschrieben habe, ich wollte es ausprobieren, gucken ob ich davon leben kann und war dazu immer noch in der Lage nebenher zu studieren. Das war also alles noch vor der Veröffentlichung von „Mindstate“.

rap.de: In welchen Ländern verkauft ihr denn die meisten eurer Platten? Besonders in Holland, oder?

Perquisite: Das erste Album wurde in ganz Europa veröffentlicht, aber auch in den Staaten, in Kanada, Neuseeland und Australien. Die meisten Platten haben wir aber in Holland verkauft, wir leben dort, haben die meisten Konzerte, etwa 100 Stück, dort gegeben. Aber auch in Japan haben wir viele verkauft und es scheint auch in Deutschland zuzunehmen. Im Grunde versuchen wir auf der ganzen Welt Alben zu veröffentlichen und aufzutreten.

rap.de: Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

Perquisite: It’s eclectic HipHop, vielseitiger HipHop. Die Basis bildet HipHop, es ist openminded Hiphop, wir mischen alles hinein was wir mögen. Ich selbst höre auch klassische Musik, Jazz, elektronische Musik, Broken Beats wie M.I.A und anderes. Und all diese Einflüsse kannst du in die Musik einfließen lassen, das ist das tolle an HipHop. Das haben wir so auf dem ersten Album getan und ich denke auch auf dem Zweiten, alles was wir mögen lassen wir in unsere Musik einfließen.

rap.de: Diese Frage habt ihr sicherlich mehr als ein Mal gehört, aber wie ist das Feature und der Kontakt mit Talib Kweli auf "Mindstate“ tatsächlich zustande gekommen?

Perquisite: Wir waren damals mitten in den Arbeiten zu "Mindstate“, da habe ich Pete gefragt, wenn er die Wahl hätte, wen auch immer als Feature auf dem Album zu haben, war Talib Kweli seine Antwort. Ich sah das genauso, weil wir beide das "Reflection Eternal“ Album sehr mögen, sein erstes Album damals, es ist musikalischer HipHop der auch noch Inhalte transportiert, es geht nicht nur um Bling Bling und Bullshit, es geht um sein Leben und wie er die Welt sieht. Ich habe dann sein Management angerufen, anfangs schienen sie nicht wirklich Interesse zu haben. Als Talib dann aber unsere Musik hörte, sagt er okay, I wanna do this. So mieteten wir ein Studio in London an und nahmen dort den Song auf.

rap.de: Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Perquisite: Ich weiß es wirklich nicht. Denn, hättest du mich vor 5 Jahren gefragt wo ich heute sein werde, hätte ich nie gesagt dass wir unser zweites Album in Deutschland promoten werden. Besonders im Musikgeschäft ist es sehr schwer zu sagen wo einen die Wege hinführen werden. Auf jeden Fall werde ich aber immer noch an meiner Musik arbeiten und Musiker sein. Ich habe auch vor Filmmusik zu machen, das ist etwas, dass ich unbedingt machen möchte.


rap.de: Hast du diesbezüglich schon bestimmte Angebote?

Perquisite: Ich bekam eine Anfrage für einen holländischen Film der 2009 herauskommen wird. Das ist ziemlich cool. Abgesehen davon möchte ich auch noch ein drittes Album mit Pete machen, wir möchten auch jeder noch ein Soloalbum machen. Das sind so die Dinge die in den nächsten zwei bis drei Jahren anstehen, was in fünf Jahren sein wird kann ich dir aber nicht sagen, da ich nicht mal weiß was nächste Woche sein wird.

rap.de: Kannst du mir die Bedeutung des Namens "Mystery Repeats“ erläutern?

Perquisite: Es geht darum, dass Ereignisse auf verschieden Art und Weise immer wieder geschehen, Pete hatte die Idee dazu. Die Tatsache, dass kleine Dinge sehr große Auswirkungen haben.  Als ich studierte gab mir ein Freund die CD von so einem Typen, einem Rapper den er kannte. Er meinte wir sollten uns treffen, mir gefiel was ich hörte, und so trafen Pete und ich uns. Wenn ich also diesen Freund nicht gekannte hätte, hätte ich niemals Pete getroffen. Kleine, erst unrelevant scheinende Dinge passieren also, die großes bewirken können. Auch in dem Booklet von "Mystery Repeats“ sind Bilder von unwichtig scheinenden Dingen abgebildet, wie zum Beispiel diese alte verrostete Gießkanne, die letztlich aber Großes bewirken konnte. (Anm.d.Red. Da sie bei den Aufnahmen zum Album spontan als Instrument missbraucht wurde)

rap.de: Euer Sound klingt sehr organisch und warm. Legt ihr großen Wert auf diesen analogen Sound?

Schließlich betritt auch Pete Philly den Raum.

Perquisite: Das ist der Sound den ich mag, den wir beide mögen. Manchmal mache ich jedoch auch digitale Sounds, es ist nicht so dass ich nur analoge Sachen mache. Denn auch wenn Musik sehr melodisch und süß klingt, mag ich diesen Gegensatz von sehr süßen Melodien und harten Drums. So ist es auch mit dem Sound, ich mag dieses staubige Geknister, das verleiht dem ganzen Charakter.

Pete Philly: Und wenn du samplest, dann samplest du einen Teil Geschichte. Du samplest einen bestimmten Augenblick in der Zeit, das heißt du leihst dir auch einen Teil der Geschichte. Das lässt das ganze noch viel mehr an Wert gewinnen, als wenn du es jetzt live mit der Gitarre einspielst oder ähnliches. Du machst quasi eine Collage von verschiedenen Orten, verschiedener Aufnahmetechniken oder so etwas.

rap.de: Eure Drums sind fast durchgängig „anders“ arrangiert, als es im Rap üblich ist. Statt die Snare auf die 2 und die 4 zu setzen, setzt du sie grundsätzlich anders.

Perquisite: Ja, ich habe neulich auch in einer Review von dem „Perquisiteschen Swing“ gelesen. Ich mache das nicht wirklich bewusst, für mich hört es sich so nur richtig an. Es macht natürlich auch Spaß mit verschiedenen Grooves zu experimentieren. Das „Boom Clack“ kennen wir ja mittlerweile auch schon 20 Jahre.

rap.de: Glaubst du, dass HipHop dadurch ein wenig stagniert?

Perquisite: Ich weiß nicht ob er stagniert, für mich ist es nur nicht interessant die ganze Zeit dasselbe zu tun. Ich denke unsere Musik definiert sich dadurch, dass wir innerhalb des HipHop immer wieder andere, neue Dinge ausprobieren. Auch bei Drumprogrammen ist es toll mal einen afrikanischen Drumbeat zu nemen, an Stelle des Standards.


rap.de:
Was denkt ihr über die heute angesagten Synthiesounds?

Perquisite: Ich persönlich mag das meiste nicht so. Es kommt natürlich auch darauf an wie die Synthies genutzt werden. M.I.A zum Beispiel gebraucht viele dieser digitalen Synthiesounds, ihren Sound mag ich aber sehr. Ich mag eben diesen zerlegten HipHop nicht, wo du nur einen Drumbeat und zwei Synthiesounds hast, weil es für mich schon nach dem zweiten Mal langweilig wird. Ich mag es, wenn Musik verwinkelt ist, Verstecktes beinhaltet, so dass ich es 20 Mal anhören kann und jedes Mal Neues darin entdecke. Das mag ich an diesen minimalistischen Songs nicht, mag aber Synthies wenn sie auf eine gute Art und Weise gebraucht werden.

rap.de: Seht ihr die Stimme des Rappers als einen Teil der Instrumentalisierung?

Pete Philly: Ich denke meine Stimme wird mehr als Instrument genutzt als es im HipHop üblich ist. Ich mache viele Backgroundchöre und solche Dinge. Ich bin eben auch der Meinung, dass man für solche Sachen auch eine Stimme besitzt. Gerade weil sich HipHop Beats für solche Spielereien auch hervorragend eignen. Ich nahm auch bei diesem HipHop Contest teil und habe schließlich den "Best Musician Award“ gewonnen, der eigentlich nur Basspielern etc. überreicht wird. Das war also immer ein Teil meiner Art Musik zu machen.

rap.de: Aus welchem Grund habt ihr euch dazu entschlossen einen Teil eures Albums in der Einöde Frankreichs aufzunehmen?

Pete Philly: Es ist gut an einem Ort zu sein wo man nicht ständig zu hören kriegt „Wann kommt denn jetzt das neue Album?“ und solche Dinge.

Perquisite: Auch konntest du nicht ständig abgelenkt werden von Dingen wie dem Telefon oder Internet.

Pete Philly: Ich glaube das machen mittlerweile auch einige Künstler so. Somit kannst du dich voll und ganz der Musik widmen, in deiner Stadt dagegen bringt dich der Alltag immer wieder von allem möglichen ab. Die Ablenkung steht der Musik also schon mal im Weg.

rap.de: Mir ist aufgefallen, dass außergewöhnlich viele Mädchen eure Musik mögen, woran liegt das eurer Meinung nach?

Allgemeines Gelächter

Pete Philly: Because Perquisite is fucking sexy! Nein, ich denke es ist melodische, ehrliche und gefühlvolle Musik. Ich glaube auch, dass Frauen es mögen wenn Männer ehrlich mit ihren Emotionen umgehen, das hat sicher auch damit zu tun. Wenn mir jetzt gerade zum Weinen zumute wäre, dann würde ich es eben tun, weißt du. Das mögen einige Frauen, nicht alle. Die meisten HipHop Typen sind ja auch sehr hart, diese Ehrlichkeit finden sie sicher attraktiv, und dass Perquisite nun mal sehr sexy ist.


 

rap.de: Warum glaubt ihr ist dieses „Bling Bling Image“-Ding heutzutage so angesagt?

Pete Philly: Weil es am besten vermarktet wird. Ich denke auch, dass die Leute das nicht einmal sehen möchten. Oder nein, sie wollten es einmal, und haben es so lange ausgereizt bis die Leute es einfach satt haben.

Perquisite: Ja, ich weiß nicht ob die Leute es wirklich sehen wollen oder ob die Radio- und Fernsehsender denken dass es das ist was die Menschen sehen wollen. Der Fokus ist eben auch zu stark auf diesem Askept von HipHop gerichtet, obwohl es eben nur ein Genre von HipHop ist. Der Fokus ist hauptsächlich auf amerikanischen HipHop gerichtet, das „Bling Bling“ Zeug. Ich denke dass die Menschen langsam tatsächlich genug davon haben.

rap.de: Wird diesbezüglich bald ein Umbruch stattfinden?

Perquisite: Ich hoffe es, ja.

Pete Philly: Ganz bestimmt. Es ändert sich alles immer irgendwann. Keine Entwicklung hört einfach so auf. Jede Musikrichtung ändert sich, die Menschen ändern sich. Wenn du dir die letzten 40 Jahre der Musikgeschichte anguckst, siehst du jeweils eine Periode von etwa 10 Jahren, in der die Menschen auf eine eher leichte Art von Musikunterhaltung stehen, und dann kommt eine Zeit in der es um Realness, Ehrlichkeit und all das geht, das bleibt dann auch für ein paar Jahre und so wird aus der „Bubblegum“-Periode wieder die, in der Realness gefragt ist.

Perquisite: Ja, und wir befinden uns eben gerade am Ende dieser „Bubblegum“-Periode.

Pete Philly: Auch weil jetzt jeder Internet hat, die Leute können sich dadurch eigenständig aussuchen was sie sich anhören möchten. YouTube und MySpace, die Kinder wachsen heute mit jeder Möglichkeit auf und können sich runterladen was sie möchten. Die Leute konsumieren heute die Musik die sie wirklich hören möchten, ich denke das ist eine gute Sache.

rap.de: Ich wart ja kurz vor James Brown’s Tod noch Opening Act bei einem seiner Konzerte. Habt ihr dazu noch eine kleine Anekdote, etwas was euch von diesem Auftritt in Erinnerung geblieben ist?

Perquisite: Die Sache ist, dass du bei so einer Gelegenheit mehr auf deine eigene Show konzentriert bist, dich auch mental darauf vorbereitest und solche Sachen. Auch hätte ich nicht wirklich gewusst was ich zu ihm hätte sagen sollen.

Pete Philly: Ich meine da gibt es auch nicht wirklich was dazu zu sagen. Er war für den HipHop sehr wichtig…

rap.de: Ich dachte nur ihr hättet vielleicht eine kleine komische Backstagestory, irgendeine Beobachtung gemacht an dem Abend oder ähnliches..

Pete Philly: Nein, da war eigentlich auch nichts Komisches dabei, der Typ war alt. Es war ja auch etwa einen Monat bevor er gestorben ist, er war ein alter Mann.

Perquisite: Wenn ich gewusst hätte, dass er einen Monat später sterben würde hätte ich bestimmt versucht mit ihm zu reden, da wusste ich einfach nicht was ich zu ihm sagen soll…

Pete Philly: Ja, ich hätte auch nicht gewusst worüber ich mit ihm reden soll.

rap.de: Welches war für euch das erste Rap Album dass euch quasi zum Rap gebracht hat, dass euch umgehauen hat als ihr es das erste Mal gehört habt?

Perquisite: Das eine Cypress Hill Album mit dem Berg auf dem Cover, ich glaube es war das erste oder zweite Album..

rap.de: Du meinst "Black Sunday“?

Perquisite: Ja, genau das.
Pete Philly: Das erste Lied das ich gehört habe war von De La Soul "Me, Myself and I“, da war ich acht Jahre alt.

rap.de: Das erwähnst du ja auch in dem einen Lied.

Pete Philly: Ja, genau. Zu der Zeit war ich schon Michael Jackson Fan, aber das hat mich völlig umgehauen.

rap.de: Wolltest du danach selber Rappen?

Pete Philly: Na, I always wanted to perform. Und Rap wurde dann schließlich die Art meines Auftretens. Als ich jünger war schauspielerte ich bereits, ich habe es immer schon geliebt zu singen und zu tanzen, zu zeichnen und Geschichten zu schreiben. Ich habe also immer gewusst, dass ich einmal etwas ausdrücken werde, es wurde dann eben Rap weil es nun mal Teil unserer Generation ist. Ich habe das Rappen nicht aufgrund anderer Rapper angefangen sondern weil ich Musik machen wollte.


rap.de: Was lässt denn zurzeit euren CD Player heißlaufen?

Perquisite: Voicst, das ist eine holländische Rockband, die haben ein super Album gemacht.

Pete Philly: Genius Album!

Perquisite: Ich glaube es ist letzte Woche in Holland veröffentlicht worden und ist wirklich nur zu empfehlen.

rap.de: In dem Booklet zu "Mystery Repeats“ heißt es, dass du einige Jahre gefreestylt hast. Bist du der Meinung dass es für jeden MC wichtig ist diese Art von Entwicklung zu machen?

Pete Philly: Ich glaube schon dass ein MC in der Lage sein sollte freestylen zu können. Andererseits gibt es natürlich wahnsinnig viele Dinge die ein MC tun könnte. Dann gibt es MC’s die tolle Performer sind, aber weniger gute Texte schreiben. Oder es gibt hervorragende Texter und schlechte Performer, oder sie haben tolle Texte können aber nicht freestylen. Was es auch oft gibt ist, dass Leute super freestylen können, aber keine guten Texte schreiben können. Ich denke es ist wichtig und ich bin froh dass ich es kann.
rap.de: Kommen dir über das Freestylen auch Textideen für neue Songs?

Pete Philly: Alle meine Lieder entstehen auf diese Weise. Ich schreibe immer noch während ich freestyle. In der ersten Band in der ich mitwirkte, habe ich meine Texte nicht gleich aufgeschrieben, sondern habe erst gerappt und erst als ich mehr und mehr Projekte angefangen habe, habe ich fast schon stenographisch angefangen meine Texte dabei aufzuschreiben. Du kannst Perqu fragen, ich schreibe unheimlich schnell, die Basis ist also immer noch Freestyle.

rap.de: Zum Schluß noch ein bisschen Brainstorming. Was haltet ihr von "Project Blowed“?

Pete Philly: What?

rap.de: "Project Blowed“, die Crew um Aceyalone, Myka 9 usw., kennt ihr die nicht?

Perquisite: Nein.

rap.de: Ich dachte nur, da mich eure Musik teilweise an den Stil der Leute von "Project Blowed“ erinnert.

Perquisite: Ah, Aceyalone kenn ich, ja, aber "Project Blowed“ habe ich noch nie etwas von gehört.

rap.de: 50 Cent?

Pete Philly: Whatever.

Perquisite: Oberflächlich.

rap.de: Krautrock?

Pete Philly: Krautrock?

Perquisite: Ich weiß nicht wirklich was das sein soll.

Pete Philly: Was ist denn Krautrock?

rap.de: Das ist deutsche Rockmusik aus den 70er Jahren, psychedelische Sounds.

Perquisite: Ah, wie CAN oder so was?

rap.de: Ja, genau.

Pete Philly: Oh ja, CAN ist fantastisch.
 rap.de: Okay, und zuletzt: Chet Baker oder Miles Davis?

 Pete Philly: Miles Davis, immer. Ganz bestimmt.

Perquisite: Miles Davis, ja.

 

 

Angry Teng – Nicht Zu Fassen

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"Nicht zu fassen“, was einem Angry Teng da in seinem Debütalbum präsentiert. Schon ein paar Minuten nach dem man die ersten Klänge in sich aufgenommen hat, findet man sich auf einmal in einer Welt wieder, in der es um Ratten, Hypochonder, Kaffeeklatsch mit Oma, Salamander, Götter oder Werwölfe geht. Man fragt sich – Ist das eine Rap-Cd, oder eine abgedrehte Science Fiction Story mit musikalischer Untermalung? Die Antwort lautet: Beides! Der Bonner überrascht mit einer abstrakten Mischung aus gesellschaftskritischen Themen und unterhaltsamen, völlig illusorischen Erzählungen. Dazu gesellen sich Beats die ebenso facettenreich sind. Der Produzent Flügelmann hat Instrumentals kreiert, die auf interessante Weise Hip und Trip Hop, Jazz und Soul kombinieren.

Auf diesem Album sucht man vergeblich nach klischeemäßiger Selbstprofilierung oder pseudohaftem Gangstergeprolle. Stattdessen amüsiert man sich bei "Kaffee Und Kuchen“ über die Affäre seiner Oma mit einem bekannten Musiker (um wen es sich handelt erfährt man erst gegen Ende des Songs), oder man verliert sich in dem mystischen Beat von „Werwolf“, in dem Angry Teng  aus der Perspektive des Fabelwesens spricht. Hört man "Medikamente“, weiß man nicht ob man auf Grund des düsteren Beats mit dem Hypochonder Mitleid haben soll oder, ob man sein ironisches „Ich bin unheilbar krank“ Gestöhne belächelt.

Auch aktuelle Themen haben auf "Nicht Zu Fassen“ Platz gefunden. "Waldstadt“, feat. Flügelmann, Mpathie und John E, thematisiert aus der Sicht eines Pilzes oder einer Ratte, die in den Medien oft präsente Diskussion um den verantwortungslosen Umgang mit unserer Umwelt. In "Da Draußen“ wird erneut auf einem sehr intensiven Beat über die trostlosen Bilder vor der Haustür gerappt und "Frau Link“, geht an ihrer Alkoholsucht zu Grunde. Ungläubig kopfschüttelnd, hinterlassen einen dann noch Lieder wie "Salamander“ und auf einem Influenza’s Finest Beat (die bereits für Prinz Pi, Curse u.a. gebastelt haben), das kaum aussprechbare "Cthulhus Ruf“, dass auf H.P. Lovecraft’s Horrorwerk basiert.

Es ist schon beachtlich, was einem hier an Abwechslungsreichtum und Kreativität entgegenschlägt. Hat man das Album durchgehört, weiß man nicht so recht wohin mit all dem Input? Die oft benutzte Phrase: „ So etwas hat’s noch nicht gegeben“, trifft bei Teng’s Album tatsächlich zu. Zugegebener Maßen, sein Flow und seine Stimme sind nicht unbedingt einzigartig, aber das Konzept seines Debüts allemal, da es den Spagat zwischen Humor, Wahnsinn und Intelligenz sehr gekonnt schafft. Man spürt, dass hinter jedem Track viel Leidenschaft und ein scheinbar unerschöpfliches Meer an Inspiration steckt.

Ob Angry Teng, dessen „Vorname“ irgendwie so gar nicht Programm ist, mit seinem Stil kommerziellen Erfolg erreichen wird, ist wohl eher unwahrscheinlich, denn die Nachfrage an  hartem Straßenrap und künstlichen Clubreißern ist nach wie vor höher, als nach solch einem außergewöhnlichen Album. Der Musiker hat seine eigene Meinung dazu: „Plattenfirmen signen lieber 50 Klone, anstatt auf Skills zu hören und so gleicht sich echt so ziemlich jeder Release.“

Es wird auch sicherlich Kritiker geben, die Angry Teng mangelndes Taktgefühl oder fehlende Technik vorwerfen,  aber darum geht es bei diesem Album meiner Meinung nach auch nicht. Man sollte den Künstler vielleicht mehr als einen "rappenden Geschichtenerzähler" betrachten, der einen durch tiefgründige Texte und die Auswahl von besonderen Beats, in andere Sphären entführt. In jedem Fall ist "Nicht Zu Fassen“ eine gute Alternative zur herz- und kreativitätslos produzierten Massenware Rap.

Versuchter Mord?

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Rockness aka Da Rockness Monsta, die eine Hälfte des Heltah Skeltah Duos, wurde vergangenen Dienstag auf Verdacht des versuchten Mordes festgenommen. Diese Nachricht wurde nun aus dem näheren Duck Down Umfeld bekannt. Nähere Details über den Vorfall sind leider nicht bekannt, genauso unklar ist, ob er sich noch immer in Gewahrsam der Polizei befindet oder bereits auf Kaution entlassen wurde.

Diesen Sommer soll das erste Album von Heltah Skeltah seit 10 Jahren erscheinen, "Da Incredible Rap Team (D.I.R.T.)".

Wollen wir hoffen, dass es auch dazu kommt. Selbstverständlich werden wir euch auf dem Laufenden halten sobald wir nähere Informationen haben.

Free Jae Millz Mixtape

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Der Rapper Jae Millz aus Harlem releaste kürzlich sein Mixtape "Zone Out Season" und stellt es nun seinen loyalen Fans kostenlos auf seiner MySpace Seite zur Verfügung. Features kommen vom ehemaligen Terror Squad Mitglied Remy Ma, Al Doe und Mysonne.
It’s free, the only thing you gotta pay is attention, feel me?”, erzählte Millz. “There’s production from Ron Browz, Minnesota, L.V., Arm and V.Don, and this new producer I been working with out of Boston named J.Cardim.

Millz gewann 2004 erstmals größere nationale Aufmerksamkeit durch seinen Auftritt in MTV’s "Making The Band". Danach wurde er bei Warner Bros. Records unter Vertrag genommen und veröffentlichte seinen Hit “No, No, No”. Er verließ Warner, aufgrund künstlerischer Differenzen, ohne sein Debut-Album "Back To The Future"  heraus zu bringen und kam kurz darauf bei SRC/Universal Records unter Vertrag.

Anscheinend ist letzterer Deal auch nicht mehr aktuell, momentan soll er mit einem Major verhandeln. “I’m not on Universal/ SRC no more but there’s definitely a trick up my sleeve though,” gab Millz preis. “Just look out in these next couple of months, I might drop some news and shock the whole industry! Stay tuned.

Vorzeitige Haftentlassung?

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Foxy Brown, bekannt für Zickenkriege mit Kolleginnen, oder gewalttätige Auseinandersetzungen mit ihren Nachbarn, scheint diesmal  ernsthaftere Probleme zu haben. Seit September 2007 befindet sich die Rapperin im Riker Island Gefängnis, weil sie gegen mehrere Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Nun reichte sie einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung ein, da sie anscheinend ein schwerwiegendes Hörproblem hat.

Schon im Mai 2005 kurz vor ihrem "Black Roses" Albumrelease, erlitt Foxy einen Hörstürz, bei dem sie ihr komplettes Gehör verlor. 2006 konnten Ärzte ihr Gehör jedoch  zu 99% wieder herstellen. Nun soll ihr Hörvermögen aufgrund eines defekten Hörgeräts wieder dramatisch abgenommen haben, weshalb sie sich jetzt in einer Klinik in Los Angeles einer Operation unterziehen will, bei der ihr ein Implantat eingesetzt werden soll. Inga Marchand, wie Brown mit echtem Namen heißt, stellte den Antrag auf Entlassung für den 30 Januar. Bis jetzt habe sich aber noch kein Gericht mit dem Fall befasst. In einem handgeschriebenen Brief äußerste Foxy, sie bitte zu berücksichtigen, dass ihre Gesundheit in Gefahr wäre. Ihre Anwältin, Laura Dilimetin fügte hinzu: “If her hearing is damaged any further, it will affect the way she hears and it will affect the way she sings. It will have dire consequences on her ability to maintain her profession and livelihood."

Merkwürdig ist nur, dass Foxy Brown am 5. Februar ihr neues Album "Brooklyn’s Don Diva" herausbringen möchte. Ihr Label Koch Records hatte den Termin eigentlich auf  den 11.Dezember letzten Jahres gelegt,  äußerte sich aber damals, das Album würde vielleicht auch erst im Februar 2008 herauskommen, gesetzt dem Fall die Rapperin würde frühzeitig entlassen werden. Na ja, ob es sich bei dem verzweifelten Hilferuf also auch nur wieder um eine Promotiontaktik handelt, wissen wohl nur Brown und ihr Managment.

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