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Sprachtot

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Sprachtot ist "der Junge mit der Bassstimme" und dem mehr als imposanten Auftreten. Nach diversen Kollabo Projekten, einer beeindruckenden Mixtape Reihe kommt nun noch ein Mixtape von Sprachtot. Der Deutsch Amerikaner hat sich hierfür mit den Phlatlinern DJ Ron und DJ Shusta zusammen getan und am 29. Februar wird "Gottes Blutiger Pfad" in den Läden stehen. Wir redeten mit Sprachtot über (zu?) starken Output, Politik in seinen Texten und "richtige" Alben. Dabei kamen wir nicht unbedingt auf einen Nenner aber es kam ein interessantes Gespräch zu stande.   

rap.de: Fangen wir direkt mit etwas an, was mir aufgefallen ist: Juice exclusive, eine Line über Kollegah ("Ich sag diesem Kollegah wenn er will kann er Supporter sein"). Und plötzlich wird in den gängigen Foren diskutiert wie bescheuert. Geht da ein Konzept auf? Heißt das als Fazit nicht einfach ein bisschen Namedropping machen und zack ist man in aller Munde?

Sprachtot: Die Leute denken immer es geht um Namedropping. Aber ich weiß nicht, ich hab Rap immer so interpretiert, dass ich sagen kann was mir durch den Kopf geht…und die Leute sollen sich mal nicht daran aufziehen wie so kleine Kasperle Puppen. Um meine Zeilen auf der Juice CD mal sinngemäß wiederzugeben: Ich habe Kollegah ja gefragt, ob er mir als Supporter helfen kann. Das war doch eine Bitte an ihn, kein Diss. Und er hat mir auch auf MySpace geschrieben, dass er das gerne machen würde. Also gar kein Stress. Die Spaßkanone wird mein Supporter. Sind doch gute Neuigkeiten!
rap.de: Ja. Du sagst in eben jener Juice, dass dir der finanzielle Rückhalt für ein Album fehlt? Heißt das im Klartext ein Majordeal? Ich persönlich finde du verkaufst dich unter Wert, weißt du was ich meine?

Sprachtot: Hab ich gesagt einen Majordeal? Kuck mal, was ich sage meine ich auch. Ich habe nicht mal Geld um die Miete zu zahlen. Ich brauche keinen beschissenen Major. Ich brauche ein Studio und einen Typen, der mich aufnimmt, ungefähr 2-3 Monate und ein paar Leute die sich um die Promo kümmern. Dann wären alle Probleme gelöst. Ich hab Geldsorgen, deswegen kann ich mich nicht um Musik kümmern. Ich muss erstmal krumme Dinger machen, damit ich überhaupt leben kann. Aber ich bin gerade dabei das auf die Reihe zu kriegen, und zum Glück habe ich krasse Fans, die mich überall unterstützen. Und auch in meinem Umfeld hat sich einiges positiv geändert. Und ich habe mich noch nie unter Wert verkauft, aber schau, ich probier soviel zu releasen wie möglich, meine Musik wird den Leuten schon noch die Augen öffnen. Ich habe Verlags Angebote und auch Labels sind interessiert. Es ist so, ich hätte schon längst unterschreiben können! Aber ich bin kein Schnäppchen, im Supermarkt zahlt man auch was draufsteht oder?
rap.de: Auf das Releasen kommen wir gleich noch zurück. Wenn du die Wahl hättest zwischen allen deutschen Labels, wo würdest du am liebsten signen/gesignt werden? Nur so aus dem Bauch raus, welchen Labelnamen würdest du gerne auf deinen Platten lesen?

Sprachtot: Meinen eigenen Labelnamen würde ich gerne lesen. Aber mir reicht im Moment auch, dass ich releasen kann. Der Punkt ist, ich hatte mit allen Labels Gespräche. Die einen waren mehr, die anderen weniger begeistert! Ich denke das Wappen/Logo ist mir egal, Hauptsache ich fühl mich dort wohl.

 

rap.de: Ich finde, der Output den du angekündigt hast (drei, vier Releases für 2008) bedenklich. Hast du nicht Angst damit den Markt mit Sprachtot zu übersättigen?

Sprachtot: Was übersättigen, ich hab kaum released! Irgendwelche Vögel bringen jeden Tag was raus und werden gefeiert, und sagen nix aus in ihren Texten. Und ganz ehrlich 3-4 Projekte sind nicht viel! Es gibt Künstler die haben weitaus mehr Output, und keiner sagt: „Bitte nicht soviel!“ Ich glaube wir kommen wieder in eine Zeit in der die Leute Musik anfangen wieder zu schätzen und froh sind über gute starke Zeilen und Songs! Und die Projekte die ich im Kopf habe sind sowieso anderes Level.
rap.de: Doch, ich bleibe dabei, mir zum Beispiel geht das auf die Nerven, wenn ein Künstler hintereinander weg released und ich kaum Zeit habe mich damit anzufreunden, weil gleich das Nächste kommt. Ich sage ab und zu: "Bitte nicht soviel!! Egal. Was für Projekte sind das, was meinst du mit "sowieso anderes Level“?
 
Sprachtot: Ja das ist dein Bild! Und vielleicht denken Andere anders. Das kann man nie wissen, ich weiß nur eins, ich glaube ich bin ein paar Leuten einfach gute, neue Musik schuldig, und da das meistens Projekte mit Anderen sind, hab ich keine Angst, dass ich sie übersättige, und ganz ehrlich von guter Musik kann man doch nicht genug kriegen, oder? Kuck mal ich werde mit den Beatgees ein komplettes Projekt machen, mit einigen Gastauftritten zu denen ich jetzt noch nix sagen will, nur soviel…damit hättet ihr nicht gerechnet! Und dann hab ich auch das Projekt mit Raf Camora. Zurück zur Frage. Mit anderem Level meine ich, das wird komplett anderer Sound, frischer Wind, nicht dieses GummiGangsterRap Gelaber, das hier schon seit 2-3 Jahren fabriziert wird! Einfach wieder Straßenmusik mit Anspruch. Ich schäme mich manchmal für Rap, ich hab gerade vor kurzem mit jemandem aus Hamburg telefoniert, der ist da der gleichen Sicht! Heutzutage muss man sich als vernünftiger Rapper schon schämen, weil alle denken dieses "Yo Yo Gangstershit!“ wäre unsere Sprache. Aber wir haben mehr auf dem Kasten als eine Waffe zu laden und abzufeuern.

rap.de: Ich finde du bist im Moment auf jeden Fall in den Medien präsent, Juice, Backspin, Bravo etc, wäre es da nicht eher Zeit das auszunutzen und endlich mal mit einem kompletten Album an den Start zu kommen?
 

Sprachtot: Finde ich nicht! Weißte ich meine die ganze Welt kann denken was sie möchte, ich bin kein Idiot dem man erzählen muss wie es läuft. Ich hab zu oft in den letzen 2-3 Jahren talentierte Künstler gesehen, die gute Alben gedroppt haben, und ihnen wurde das nicht gedankt, weil ihre Plattenfirmen, oder die Typen dahinter zu dumm waren. Oder weil es zu wenig Geld für Video und Promotion gab. Das wird mir mit meinem Album nicht passieren!

rap.de: Ich habe immer noch nicht verstanden was dein konkreter Plan ist um an den Punkt zu kommen, wo dir das nicht passiert…?

Sprachtot: Wenn ein Mensch alles verstehen würde, müsste er auch keine Fragen stellen, oder? Ums noch mal zu erläutern, ich habe eine Vorstellung wie ich es nach oben schaffe, und die verfolge ich. Darüber können wir uns dann noch mal in 1-2 Jahren unterhalten, dann werde ich es dir genau sagen können, was geklappt hat und was nicht!



rap.de: Ok, anderes Thema. Fühlst du dich eigentlich von der "Szene“ übergangen? Du bist ja nun schon lange dabei und Fakt ist, dass du ein guter Rapper bist, aber nicht die Anerkennung bekommst die du verdienst, oder siehst du das anders?

Sprachtot: Ach was. Ich konnte wegen privaten Konflikten nicht wirklich auf diese Kinderszene, die sich "Deutschrap“ nennt eingehen. Ich bin auch kein Teil irgendeiner Szene. Ich bin erstmal froh, dass ich noch nicht im Knast war, und dass ich vor älteren Menschen immer noch Respekt habe. Und in der Zeit, wo ich mich durch das Leben geschlagen hab, haben andere halt Musik gemacht. Ich nehme das keinem übel. Aber jetzt bin ich eben da! Also Vorsicht!

rap.de. Bei einer Querbeetrecherche ist mir aufgefallen, dass in der Diskografie auf deiner MySpace Seite kaum Feature Tracks gelistet sind, obwohl es da doch noch viel mehr gibt. Heißt das, du stehst nicht mehr zu den alten Sachen?

Sprachtot: Das heißt eher, dass ich manche Features nicht mehr zu erwähnen nötig finde. Ich meine, kennst du deinen Kindergartenfreund noch mit Namen? Dinge ändern sich, auf die meisten Leute komm ich eh nicht mehr klar. Und ich möchte auch nicht, dass die Leute auf die Gedanken kommen ich käme auf sie klar!

rap.de: Du hast es vorhin schon angesprochen, werden wir konkreter: Verdienst du eigentlich mit Rap/Musik dein Geld, oder hast du auch noch ein "anderes“ Leben?

Sprachtot: Sagen wir mal so, ich habe keine Ausbildung und keinen Nebenjob. Ich mache halt ab und zu so mein Geld. Ich komm so über die Runden. Aber das ist nicht trauer-mäßig gemeint, es gibt Menschen denen geht es weitaus schlechter als mir, denen weint auch keiner eine Träne nach. Also soll auch keiner bei mir damit anfangen. Ich kenne meine Situation, bin mit ihr nicht zufrieden, und werde versuchen sie zu ändern!

rap.de: Du stimmst in der aktuellen Juice der Frage, ob Rap wieder verstärkt politisch werden soll, zu. Was ist dein politisches Statement? Mir wird das aus "Gottes Blutiger Pfad“ nicht unbedingt ersichtlich.

Sprachtot: Muss ein Mixtapetitel politisch sein? Oder muss ein Albumname die Essenz aller Weltpolitik verkörpern? Wo steht das? Hörs dir mal richtig an, vielleicht kannst du dir dann was politisches daraus erschließen.

rap.de: Nö, muss es nicht, eh klar. Aber wenn du der Aussage zustimmst, gehe ich natürlich auch davon aus, dass das dein Anliegen ist und das du dieses dann entsprechend umsetzt. Ich habe das Interview gelesen, bevor ich überhaupt in "Gottes Blutiger Pfad“ reingehört habe. Deswegen war ich natürlich auf der Suche nach dem politischen, habe das dann aber vermisst und der härtere Battlekram überwiegt ja eindeutig, oder verstehe ich da grundsätzlich was nicht? Dann erkläre es mir doch einfach.

Sprachtot: Battlekram? Sorry, aber so was mache ich nicht! Es ist schade das in der heutigen Zeit ein Text in dem Schimpfwörter vorkommen, als Battlekram abgestempelt wird. Ich denke das Problem ist, dass du es nicht verstehst, oder nicht ganz peilst, dass du Politik anders interpretierst als ich. Für mich ist Politik, dass junge Mädchen zu Müttern werden, ohne Unterstützung leben, und ihre Kinder aus Frust schlagen. Für mich ist Politik, dass ich den Film Blood Diamand schaue, registriere dass es in Afrika wirklich so zu geht, und es mich 2 Minuten später nicht mehr juckt. Politik ist, dass Leute gezwungen werden kriminell zu sein, weil für sie kein Platz in der normalen Gesellschaft gemacht wird. Das ist meine Sicht der Politik. Wenn du den Bundestag, Angela Merkel, Minister, Staatsverschuldung, Verkehrswesen, Ölverschmutzung, Amerika, Krieg und so weiter als Politik siehst, ist es klar, dass wir nicht dasselbe darunter verstehen und du keine Politik in meinen Releases finden wirst.
rap.de: Ok, vielleicht war ich da kurzsichtig, vielleicht haben wir tatsächlich andere Vorstellungen, ich werde das noch mal überprüfen. Welche Sparte Rap bedienst du denn dann? Wo würdest du dich einordnen?

Sprachtot: Sollen mich die Pressespezialisten und andere Leute einordnen. Ich muss mich um andere Dinge kümmern.

rap.de: Wenn du endlich ein "richtiges“ Album in die Läden bringst, zu einem theoretisch richtigen Zeitpunkt, mit Deal, Promo, allem drum und dran und das dann unter Umständen trotzdem wenig erfolgreich wird, was wäre für dich die Konsequenz daraus?

Sprachtot: Dass ich mit dir nie wieder ein Interview führe! Spaß beiseite, damit befass ich mich wenn es passieren sollte. Ich bin ein Mensch der sich mit Dingen befasst die passieren, nicht mit Theorien!
rap.de: Auch hier noch mal: Wie kamst du mit DJ Ron und DJ Shusta zusammen, warum die beiden, warum nicht jemand anderes?

Sprachtot: Das hat mein Manager in die Wege geleitet. Und es ist gut, dass es passiert ist!
rap.de: Na komm, das geht auch ausführlicher.

Sprachtot: Schau, es ist so, durch meinen Manager hab ich eine Beat-CD von den Beiden bekommen, und ich finde gerade Shusta hat so seinen eigenen Sound. Dann kam mir gleich in den Kopf, dass er der DJ von Tefla ist/war, wie auch immer man das ausdrücken möchte. Das hat auch mein Interesse geweckt. Und eins kam zum anderen. Ich bin sowieso der Meinung solche DJs wie man sie sich vorstellt, gibt es kaum noch, da kann ich doch froh sein, wenn ich gleich 2 erwische! Aber die Zusammenarbeit ist wirklich spontan entstanden. Ich meine, als ich den Jungs so 4-6 Acapellas von vor 2 Jahren gegeben hab, und die einfach eine gute Beat Produktion darunter gelegt haben, war für mich klar, dass man da mehr machen kann! Weil ich viele Perlen auf dem Rechner habe und dachte schon, ich kann mit den Tracks nix mehr machen. Aber Shusta hat diesen Perlen den Schliff verpasst, und sie aufgerüstet. Das war auf jeden Fall eine gute Sache! Und so sind auf dem Mixtape auch 4-6 Songs die schon vor 2 Jahren aufgenommen wurden, aber die noch keiner gehört hat. Von daher immer noch aktuell, und das beweist auch nur, das ich meiner Zeit voraus bin!



rap.de: Schon besser. Jetzt ist es unausweichlich. Am 29. Februar kommt "Gottes Blutiger Pfad“. Letzte Worte bei rap.de bevor es passiert?

Sprachtot: Als allererstes mal vielen Dank für das Interview. Ich finde du bist seit langem eine gewesen, die mal ein bisschen Spiff ins Gespräch gebracht hat, und auch nachgehakt hat. Ich mag solche Art von kritischen, aber objektiven Gesprächen. Dafür danke ich dir. Und jetzt zu mir und meinem neuen Release. Jeder der von sich ein bisschen was hält sollte mal in "Gottes Blutiger Pfad“ reinhören. Der Rest sollte weiterhin bei der ersten Spax CD bleiben! Ich mach anderen Sound! Und schaut euch das Video an, egal wo…und besucht meine  MySpace-Seite. Gruß an die Leute aus dem Forum! In diesem Sinne: Auf Wiedersehen!

rap.de: Ich bin wiederum dankbar dafür, dass du dich im Gegensatz zu vielen Künstlern nicht angebiedert, sondern konsequent deine Meinung vertreten hast. Auf Wiedersehen.

Birte MC – Licht Im Dunkel

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Nun ist es schon eine Weile her, als Birte MC sein Album "Licht Im Dunkel" im Jahre 2007 veröffentlichte. Fast schon vergessen, überraschte es doch noch in einem Kuvert auf den Tischen der Redaktion. Traurig, wäre es andernfalls hinter einem Moloch voller Oberflächlichkeit und nichts als glänzenden Fassaden zurück geblieben. In Halle/Saale ist sein Name nicht unbekannt, in der Gegend taucht er wohl in einem Atemzug unter den Größen der Stadt mit auf. Mit einer deartig ergreifend rauhen und frappanten Stimme auch nicht verwunderlich. Daher wohl auch: "Das Biest". Doch BMC ist vorallem aber ein guter Texter, musikalisch unterstützt von Dj McCracken und LeDi.

Klassische Samples, Streicher, Pianos und Drumsets erzeugen ein dynamisches und monumentales Klangbild. Wobei die Drumsets meist etwas einseitig wirken: Hi-Hat auf jedem 2ten Takt; Drum, Kick, Drum-Drum, Kick o.ä. So manchen Loop kennt man bereits, desöfteren stolpert man über mehr oder weniger bekannte Interludes, Audiofetzen aus Filmen, darunter u.a.  intelligente Ausschnitte aus "Waking Life", die dem Album hörspielähnliche Charaktereigenschaften verleihen. "Es gibt nichts mehr zu bereden, es ist Zahltag" – Die Songs befassen sich mit Reflektionen aus BMCs Leben ("Mein Herz Das Nicht Mehr Schlägt"), zwischenmenschliche ("New World") aber auch repräsentative Themen  ("Es Macht Mich Aggressiv"/"La Revolution") finden sich wieder. Besonders eindringlich ist der Song "Segen&Fluch", der viele Aspekte des Writings aufgreift – "Bevor ich wusste ich burne auf Tracks, hatte ich in Straßenbahnen mit Steinen auf Scheiben BIRTE gescratcht."- , sowie "New World", der eine sehr schöne, leider unbekannte, Frauenstimme featured, eine ehrfürchtige Hommage an seine Schwester. Bei allem Lob hat man jedoch das Gefühl, dass BMC nicht 100% seiner Emotionen aus seinem Kehlkopf kitzelt, einmal doch, dann aber wieder nicht. Da geht noch viel mehr! "Nur wer die Fackel in sich trägt, kann auch durch das Dunkel gehen" (Torch). Und Birte trägt einen ganzen Fackelsturm in sich, ohne ihn anbiedern zu wollen, attestiere ich ihm ein enormes Talent.

Kollegah über Livestream

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Wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, wird Kollegah im März und April diesen Jahres Deutschland und Österreich mit seiner Livepräsenz verzücken. Von Tarek (K.I.Z.), Massimo, DJ Craft und Favorite begleitet, wird die ganze Geschichte noch von einem Highlight der Extraklasse gekürt. Zum ersten Mal müssen alle Fans die aus irgendwelchen Gründen keinem der Konzerte persönlich beiwohnen können trotzdem nicht auf den Livegenuss verzichten. Denn über den Selfmade Records TV Player könnt ihr zum Beispiel Backstageereignisse oder die Auftritte selbst LIVE vor eurem Rechner mitverfolgen.

Wer dann doch lieber live mitschwitzen möchte, kann auch gerne in unserer WIN Sektion sein Glück beim Kollegah Freikartengewinnspiel versuchen. Die genauen Tourdates gibt’s bei den rap.de Dates einzusehen!

Na wenn das mal nicht schöne Voraussichten sind!

Jay-Z & Nas Könige des HipHops?

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Jay-Z und Nas planen angeblich den Release eines gemeinschaftlichen Albums. Laut der New York Daily News, wird es den Titel "Kings Of Hip Hop" tragen und über Jay-Zs neues Label Carter Music Group, das Gerüchten zufolge in näherer Zukunft gegründet werden soll, Anfang nächsten Jahres veröffentlicht werden.

Nas arbeitet derweil an seinem neunten Soloalbum "Nigger“, das im April heraus kommen soll. Ob sich der Albumtitel wirklich durchsetzen kann, bleibt weiterhin abzuwarten. "We’ll have to see.", sagte Def Jam Vorsitzender Antonio "L.A." Reid zu dem Titel mit den N-Wort.

Prinz Pi an Stimmbändern operiert

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Gestern kam Prinz Pi unters Messer, operiert wurde in der Berliner Charité an seinen Stimmbändern. Die vergangenen Konzerte, Touren, Auftritte und Aufnahmen, vor allem im letzen Jahr, haben seine Stimmbänder zu sehr in Mitleidenschaft gezogen.
Jetzt, nach der Op, muss Pi seine Stimme weiterhin schonen, was bedeutet, dass er bis Mitte Mai weder auftreten noch aufnehmen kann. Dies bedeutet wiederum eine Änderung in der NO PEANUTS Planung. So wird das im Frühjahr 2008 angekündigte Album auf Herbst verschoben, welches übrigens nicht den bisherigen Titel "Der Thronfolger", sondern "NEOPUNK" tragen wird.

Gerade noch vor ein paar Wochen nahm er in Tansania, im Rahmen der "Virus Free Generation HipHop Tour“, an einem Aufklärungsprojekt gegen Aids teil. Dort wurden auch Lieder aufgenommen und Konzerte gegeben. Das Tourtagebuch findet ihr hier.

You Wanna Be A Rap Superstar?

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Castingshows gibt es inzwischen en Masse, welche die sich explizit mit Rap auseinander setzen (noch) nicht. Das soll sich ändern und so suchen per Internetaufruf sowohl Lady Bitch Ray, Joe Rilla, als auch DJ Tomekk unabhängig voneinander nach talentierten Newcomern.

Lady Bitch Ray braucht zwei Bitches für ihre Vagina Style Live Show, genau genommen eine DJane und eine Back Up Rapperin. Wer Interesse hat, sollte der guten Frau in Attitüde um nichts nach stehen und die "vaginale Selbstbestimmung" beherrschen. Selbsbewusste Frauen melden sich auf Lady Bitch Ray‘s MySpace Seite.

Auch DJ Tomekk’s Aufruf richtet sich an die Ladies, er sucht in Kooperation mit United Urban Soundz Entertainment und MySpace "Germany’s Female Rapstar". Welche davon überzeugt ist eben diese zu sein, kann Teil einer Rap Girlgroup werden. Vorausetzung ist neben Talent, dass ihr zwischen 15 und 24 Jahren alt und irgendwo in Deutschland wohnhaft seid. Mehr Infos gibt es hier.

Joe Rilla ruft auf seiner MySpace Seite für ein neues TV-Format zum Casting auf. Wer zwischen 13 und 18 Jahren alt ist und eine interessante Story mitbringt, ist bei Joe Rilla genau richtig und sollte sich bewerben.

Ob so Rapsuperstars gemacht werden, bleibt vorerst offen.

Don’t Do Drugs And Drive Careful

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Am Mittwoch dem 20. Februar, kam Snoop Dogg einmal mehr mit dem Gesetz in Konflikt. Nach Angaben der New York Post, wurde Snoop vor einem Nachtclub in Manhattan mit Gras erwischt aber nicht verhaftet. Stattdessen bekam er ein "Desk-Appearance Ticket", eine gerichtliche Vorladung vor Ort, für den Besitz von Marijuana ausgeschrieben. “We are contesting the ticket”, erzählte sein Anwalt Donald Etra.

Snoop Dogg’s neuntes Soloalbum “Egotrippin’”, wird am 11. März veröffentlicht.

Einen Tag später erwischte es sogleich den R&B Sänger J. Holiday. Als er nach einem Konzert nach Hause fuhr, und das wohl zu schnell, wurde er von einem Polizisten angehalten. Sergeant Russo fielen sofort einige Weed-Krümelchen auf J’s Shirt und der verdächtige Geruch auf. Das war alles, was zur Verhaftung führte. Nach einer späteren Durchsuchung fand man eine kleine Menge der Droge auf dem Armaturenbrett. Nun droht ihm, sowie einem zweiten Insassen, eine Klage.

Drogenfrei aber dafür auch zu schnell war R&B Sänger Ne-Yo am 19. Februar unterwegs. Mit  über 160 km/h hielt man ihn in seinem Range Rover an. Er wurde daraufhin verhaftet, wegen rücksichtslosem Fahrverhalten und noch dazu: einem nicht gültigen Führerschein. Die Freiheit erkaufte er sich mit 1300 Dollar Kaution. Am 25. März muss er wieder vor Gericht erscheinen.

Ubisoft – Die Legende von Beowulf

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Meistens wundert man sich, was an Spielen ab 18 Jahren eigentlich so schlimm ist. Die ach so bösen Ego-Shooter wurden ja durch Medien stark gebeutelt. Dabei gibt es Spiele, die diese Einstufung viel eher verdient haben. Ein gutes Beispiel ist die Legende von Beowulf für den PC – soviel Blut wie hier fließt (und das nicht nur sprichwörtlich), ist einfach unglaublich, aber wohl dem Film entsprechend. Und da kommt ein weiteres Bedenken ins Spiel: Kann Hersteller Ubisoft den Fluch der schlechte Filmlizenzspiele abwehren und eine packende Atmosphäre mit tollem Gameplay verbinden?

Doch worum geht es in Beowulf? Es geht um den gleichnamigen Krieger eines nordgermanischen Stammes, den Gauten, der mit seinen Recken dem König Hrothgar zu Hilfe eilt, um den Dämon Grendel zu besiegen. Dabei besitzt er die Stärke von 30 Männern, wenn er erst in Rage verfällt. Im Gegensatz zu den normalen Helden ist Beowulf allerdings ein zwiespältiger Geselle. Wenn er anfängt zu wüten, ähnelt er mehr einer Bestie als einem Helden.

Der Anfang ist allerdings noch halbwegs gemäßigt. Ein Wettrennen erläutert die grundlegenden Funktionen der Steuerung. Dabei fällt bereits auf, dass die Kamera zwar beherrschbar, aber sich doch unvorteilhaft verhält. Man kann dem Spiel irgendwie ansehen, dass es wohl ursprünglich für Konsolen entwickelt worden ist und die PC-Version nur ein Nebenprodukt zu sein scheint, ähnelt die Steuerung und vor allem das Speichersystem (kein freies Speichern, nur an teilweise richtig schlecht gesetzten Punkten) doch vielen Konsolenumsetzungen. Bald gelangt man zum ersten Kampf, denn darum dreht es sich schließlich. Aber keine Angst, erstmal duelliert man sich nur mit Felsenkrebsen. Hier lernt man, dass man leichte Angriffe (linke Maustaste) und schwere Angriffe (rechts Maustaste) verbinden kann und so Kombos entstehen. Man kann auch einen Gegner (oder Gegenstände) packen und per kontextsensitivem Menü aufheben, werfen, der Waffe bestehlen oder einfach möglichst brutal zusammenschlagen. So heben wir einen Felsenkrebs auf und schlagen mit ihm auf andere ein.

Dann beginnt auch schon Beowulfs Reise. Um bei der Seefahrt nicht am Klippen zu zerschellen, muss der Spieler über ein Minispiel die Recken anfeuern, mit mehr Kraft zu rudern. Dieses Spiel ähnelt Tanzspielen wie Dance Dance Revolution oder Guitar Hero, ist aber sehr simpel. Aber auch das perfekteste Ergebnis verhindert nicht, dass Beowulf schiffbrüchig auf einem Felsen landet und gegen den ersten Boss, eine Seeschlange, zu kämpfen hat. Hier lernt man, wie man Beowulf wüten lässt: Durch Opfern der Moral (sie dient auch als Lebensenergie), besonders brutale Manöver, erlittene Treffer oder spezielle Wutsporen lädt sich Wut auf, die dann freigelassen werden kann. Der Bildschirm verfärbt sich daraufhin blutrot, Beowulf brüllt wie ein Verrückter und kann nun auch Verbündete treffen. Ein zweischneidiges Schwert also. Aber viele Bosse benötigen den Wutmodus, um bezwungen werden zu können. Bei besagter Seeschlange muss man im Wutmodus auf sie einprügeln, um sie kurzzeitig benommen zu machen. Dann hüpft man auf ihren Kopf, reißt ihr Horn aus, sticht es ihr ins Auge und reißt ihr den kompletten Bauch der Länge nach auf – alles über die Eingabe der richtigen Richtungen. Der Kampf wird (wie viele Bosskämpfe) imposant in Szene gesetzt, ist aber (wie alle Bosskämpfe) sehr blutig. Die letzte Besonderheit äußert sich nur im Kampf mit Verbündeten: Wenn die Moral (=Lebensenergie) das Maximum erreicht hat, leuchten Beowulf und seine Recken blau und über das Reckenmenü (das primär dafür da ist, den Recken bestimmte Objekte zuzuweisen) kann der Heldenschub aktiviert werden. Die Gruppe erhält einen heiliges Licht über sie, kämpft dann stärker & souveräner und ist quasi das Gegenteil zum Wüten im Alleingang. Da man später oft eine Gruppe um sich hat, kämpft man effizienter im Heldenmodus anstatt im Wutmodus. Die Stärke im Wutmodus wird oft gar nicht benötigt, größeren Gegnern kann man per Befehl eindrucksvoll in Slow Motion ausweichen und ihnen so in die Seite fallen, während die Deckung unten ist. Eindrucksvoll in Szene gesetzt sind beide Kampfweisen, hier entscheidet wohl die persönliche Vorliebe. Ich bevorzuge allerdings den Weg des Helden. Leider schwächelt die Kamera, vor allem wenn man an der Wand steht. Die KI der Gegner wirkt eigentlich auch gar nicht existent, die Gegner wirken eher geskripted als intelligent.

Später im Spiel steht dann in der Heimat ein Upgrade-System für Heldenschub und Wüten zur Verfügung. Durch aufgesammelte Runen und dem Kampfstil sammelt man Helden- oder Wutabzeichen, mit denen man grundlegende Parameter verbessern kann wie Länge und Aufladezeit. Außerdem kann man einige wenige Waffen im Spiel finden, welche besonders strahlen und im Gegensatz zu normalen Waffen nicht so schnell kaputt gehen. Einmal aufgesammelt, kann man sich vor jedes Mal, wenn man in der Heimat ist, mit ihr neu ausrüsten. Da man allerdings nicht allzu oft dort vorbeischaut, nehmen beide Funktionen nur einen verschwindend geringen Spielanteil ein. Dies ist eigentlich auch nicht weiter verwunderlich, ist das ganze Spiel doch sehr kurz: Einzelne Abschnitte dauern selten mehr als 10 Minuten, das ganze Spiel hat eine Lebensspanne von etwa 6 Stunden. Hätte man dem Spieler die eigentliche Geschichte des Kinofilms erzählt, hätten es auch mehr werden können. Denn Kinofilmverweigerer werden Zusammenhänge nur schwer bis gar nicht verstehen – allerdings ist ein Kinofilmverweigerer auch gar nicht die Zielgruppe für dieses Spiel.

Dennoch: Grafik und Sound können auch die, die den Film nicht kennen, packen. Von der Qualität eines Crysis ist es natürlich meilenweit entfernt, aber man kann auch nicht sagen, dass sie schlecht wäre. Die Musik untermalt diverse Kampfsituationen erstaunlich gut.

Trotzdem, im Endeffekt mangelt es dem Spiel doch arg an Abwechslung, Umfang und einer vollständigen PC-Adaption wie freies Speichern und besserer Kameraführung. Das Spiel ist zwar für zwischendurch durchaus tauglich, kann aber nicht mit dem aufwarten, was man von einem Vollpreisspiel verlangt. Ein Mehrspielermodus fehlt nämlich auch völlig. So ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass Beowulf ab 18 ist – so kann ein junger Mensch sein beschränktes Taschengeld nicht für ein weiteres gescheitertes Filmlizenzspiel ausgeben.

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