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Hiphop Kemp Spezial: Interview mit K.I.Z.

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Es gibt wohl nur wenige deutschsprachige Rapkünstler, deren Live-Shows besser besucht sind als die von K.I.Z. und auch beim diesjährigen Splash! lieferten die vier Jungs aus Berlin einen der spektakulärsten Auftritte. Beim HipHop Kemp in Tschechien war der Platz vor der Bühne dagegen bedeutend leerer und die Crowd erheblich weniger textsicher. Kein Wunder, lag der Anteil an deutschsprachigen Festivalbesuchern rein gefühlt doch vergleichsweise niedrig. Trotzdem waren K.I.Z. rundum zufrieden und standen uns im Anschluss an ihre Show spontan Rede und Antwort. Wir sprachen mit Nico und Tarek über unheimliche Begegnungen auf tschechischen Raststättentoiletten, internationale Übernahmepläne mit Monstabloka-Produktionen und warum man unbedingt das HipHop Kemp besuchen sollte, wenn man bis dato noch nichts mit der Musik von Laas Unltd. anfangen konnte.

Text und Interview: Lisa

rap.de: Ihr seid gerade aufgetreten. Wie war’s?

Tarek: Es ist ein bisschen schwer, die Ansagen auf Englisch zu machen, aber ansonsten war es cool. Besser, als wir erwartet hatten.

rap.de: Was hattet ihr denn erwartet?

Tarek: Hass. Hass auf Menschen. Wegen unserer Vergangenheit! Nee, also wir waren auf dem Sziget und da war auf jeden Fall weniger Publikum. Hier waren es zehnmal mehr.

rap.de: Passt man die Songs dementsprechend an, wenn man vor einem Publikum spielt, das einen zum GroĂźteil vielleicht gar nicht versteht?

Tarek: Ja, so ein bisschen. Wir wollten Abgeh-Songs machen. Ich habe zwar eine Angina und deshalb fällt es mir schwer, abzugehen, aber ich glaube, es hat den Leuten gefallen.

rap.de: Was ist denn der Unterschied vom HipHop Kemp zum Splash?

Tarek: Beim Splash sind alle Hände oben und beim HipHop Kemp sind fünfzig Prozent aller Hände oben. Außerdem ist es hier so unfassbar HipHop. Den ganzen frustrierten Oldschoolern hätten die Tränen in den Augen gestanden, wenn sie noch relevant wären und hierher gebucht worden wären. Was ja nicht der Fall ist. Aber genau das wünschen sie sich die ganze Zeit. Sie sollten alle nach Tschechien auswandern und hier jedes Jahr hinkommen.

Nico (taucht wie aus dem Nichts auf): Wollt ihr mich verarschen? Ich bin zur anderen Seite gerannt!

rap.de: Guckt ihr euch jetzt eigentlich noch andere Auftritte an oder fahrt ihr direkt wieder?

Tarek: Wir gucken uns vielleicht zum 666. Mal Method Man und Redman an. Ja, ich denke doch.

Nico: Ich will Random Axe sehen!

rap.de: Die mĂĽssten doch eigentlich gerade auftreten?

Nico: Wir hätten laut Plan auch zehn Minuten, bevor wir auftreten mussten, auftreten müssen. Deshalb ist es wahrscheinlich in zehn Minuten sowe

Nate 57 knackt Top 10

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Hat irgendwer nicht vor ein paar Jahren voreilig behauptet, HipHop sei tot? Tja. Zur Zeit jedenfalls vergeht keine Woche, in der es nicht so überraschende wie erfreuliche Neuigkeiten aus den deutschen Charts gibt. Sofern Verkaufszahlen also als Indiz für Lebendigkeit gelten können, geht es HipHop nicht wirklich schlecht.

Diese Woche konnte der Hamburger Nate 57 seinen ersten Top Ten-Einstieg verbuchen. Die Trendcharts von letzter Woche hatten es bereits angedeutet, nun ist es Fakt – und das auch noch mit einem Mixtape. "Auf der Jagd" stieg genau auf Platz 10 ein. Im Interview mit rap.de hatte Nate sich bereits vorsichtig optimistisch gezeigt, was einen möglichen Charteinstieg anging. "Die Vorverkäufe sagen schon etwas Gutes voraus (…), aber ich will da gar nicht herumspekulieren."

Auch sonst ist Rap auf den vorderen zwanzig Rängen der deutschen Albumcharts gut vertreten. Samy Deluxe erreicht, nach Platz 1 und 3 in den ersten beiden Wochen, mit "SchwarzWeiss" einen sehr anständigen Rang 4 und tummelt sich somit weiter in der Top 5. Casper wiederum schafft es bereits in der sechsten Woche in Folge unter die erste Zwanzig und rangiert mit "XOXO" auf Platz 15.

Und auch unsere amerikanischen Verbündeten müssen sich nicht mit den billigen Plätzen zufriedengeben. Kanye West und Jay-Z entern die deutsche Top Ten direkt auf der 2 und müssen lediglich der Spitzenreiterin Adele aus England den Vortritt lassen – wie sich das für echte Gentlemen gehört. Ob Janye nun ob des Charterfolgs von "Watch The Throne" in Germanien eine ausgiebige Rotkäppchendusche geplant haben, ist indes nicht bekannt.

Mac Miller: Nicht der neue Eminem

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Mac Miller ist einer der Senkrechtstarter aus den Staaten – und die Kids lieben den frechen, freshen Kerl einfach, wie unsere Kollegen von der Juice es kürzlich formulierten.

Doch nicht nur Kinder, sondern auch bekannte Pleitiers und Großschuldner haben ein Herz für den hellhäutigen Rapper aus Pittsburgh. Kürzlich hatte Mac Miller Props von Donald "Geburtsurkunde" Trump bekommen, der ihn, wenig originell, als den neuen Eminem bezeichnete. Als Anlass für diesen hinkenden Vergleich diente dem Republikaner und Verschwörungstherotiker das nach ihm benannte Video von Miller.

Mac Miller ist indes kein Idiot. Er weiß das Kompliment aus unberufenem Munde durchaus realistisch einzuordnen, wie ein Interview, das er Hard Knock TV gab, nahelegt. Er habe es lächerlich gefunden, wie die Leute so dermaßen auf Trumps Vergleich abgegangen seien. aber was solle man von Trump denn schon erwarten. "“I thought it was so ridiculous how people got so worked up over him being like, ‘You’re the new Eminem.’ What do you expect him to say? It’s Donald Trump."
Natürlich könne man von dem berühmten Baulöwen nicht erwarten, dass er seine (Millers) A Tribe Called Quest– und Big L-Einflüsse heraushören werde. Alles, was Trump gemeint habe, sei, dass er ein weißer Rapper und im Kommen sei. "He’s not going to be like, ‘I was listening to this Mac Miller kid and he seems influenced by A Tribe Called Quest and he seems like he listened to a lot of Big L growing up and he’s really the going there in Hip Hop.’ All he meant was that I’m a white rapper and I’m blowing up.

Im übrigen sei es ihm ganz egal, wie Trump ihn nenne, Hauptsache, er werde überhaupt von Leuten dieses Bekanntheitsgrades erwähnt. "Don’t worry about what Donald Trump calls me. I was just excited that I’ve reached a level where someone like that, I’m on their radar."

rap.de ist zwar nicht so hoch verschuldet wie olle Donald, aber wir haben Mac Miller definitiv auch auf dem Radar. Anfang September gibt er übrigens drei Konzerte in Deutschland, die man nicht verpassen sollte.

11.September: München, Feierwerk / Hansa 39
12.September: Berlin, Festsaal Kreuzberg
13.September: Hamburg, Uebel & Gefährlich

Snoop will Rekord brechen

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Snoop Dogg war schon immer ein eifriger Nutzer verschiedenster Social Media Kanäle. Sei es, um sich selbst und seine Musik zu vermarkten oder einfach aus Spaß an der Freude. So ist weder Myspace noch Facebook vor ihm sicher.

Twitter scheint jedoch seine neue Domäne zu sein. Nicht umsonst wählte ihn die New York Times im März zu einer der 10 einflussreichsten Personen auf Twitter – noch vor Barack Obama. Nun will er ins Guinness Buch der Rekorde. Der Doggfather will den Weltrekord für Retweets aufstellen. Der bisherige inoffizielle Rekord stammt von Reverend Run (Run DMC) aus dem Jahr 2010 und liegt bei ungefähr 4 Millionen.

Um den Rekord zu knacken haben Snoops Follower von heute 12 Uhr Mittags Ortszeit an 24 Stunden Zeit, einen seiner Tweets zu retweeten. Mit der Aktion wolle er zeigen, wie mächtig Social Media Plattformen und vor allem seine Fans sind, erklärte Snoop.
"Hitting four million Twizzles is a big moment for me and I want to thank all my fans for their continued support I want to show the world how powerful and influential social media and my fans are, which is why I am attempting to set the world record for the most ‘retweets’ on Twitter.”(allhiphop.com)
 

Die umgekehrte, sprich einfachere Variante pflegt hierzulande bekanntlich MC Basstard, indem er eine rekordverdächtige Anzahl Tweets retweetet (rap.de berichtete). Ob auch er ins Guinness Buch will, ist allerdings nicht bekannt.

Karriereaus gleich zweier Haudegen?

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Nur Wenige schaffen es, ihre Kariere auf dem Höhepunkt zu beenden. Umso beeindruckender bleiben die Abgänge von Peter Fox, Michael Jordan (beim ersten Mal) oder Aggro Berlin in Erinnerung – man sollte eben immer dann gehen, wenn es am schönsten ist.

Frei nach dieser Devise kündigten Game und Fler am Wochenende via Twitter ihren Rücktritt an.

Der deutsche Bad Boy, der sich kürzlich mit dem Kreuzfahrtschiff Queen Mary 2 auf den Weg nach New York machte, zwitscherte am Freitag:

#ImBusGanzHinten wird mein letztes Album ! Dann bin ich weg!less than a minute ago via Twitter for iPhone Favorite Retweet Reply


Ebenfalls per Twitter steigerte er am Samstag allerdings auch die Erwartungen an sein kommendes Album.

#ImBusGanzHinten ist mein "Der beste Tag meines Lebens" bzw. " Bordstein bis zu Skyline" . 🙂 Das beste kommt zum Schluss!less than a minute ago via Twitter for iPhone Favorite Retweet Reply


Ob es sich um reine Promo handelt, oder Fler es tatsächlich ernst meint, bleibt abzuwarten.

Auch Game kündigte am Wochenende sein baldiges Kariereende an. Allerdings erst nach seinem nächstem Album. An dem arbeitet er dem Vernehmen nach bereits, obwohl "The R.E.D. Album" erst seit Freitag in den Regalen steht.

Eko Fresh – Exklusive 12 Takte fĂĽr rap.de

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Ekos neues Album "Ekrem" steht in den Startlöchern (ihr könnt es hier vorbestellen) und wir haben ein ausführliches Interview mit ihm geführt, das ihr bald hier lesen können werdet. Um die Spannung noch ein bisschen anzuheizen, kommen hier erstmal exklusive 12 Takte vom Grembranx-Don persönlich. Und Eko wäre nicht Eko, wenn er nicht eine kleine Überraschung am Schluss parat hätte…

Weezy schon wieder verklagt

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Beatklau ist nichts neues, das kommt bei den größten Rappern vor. Zumindest, wenn man dem eher unbekannten Rapper Rich Rick Glauben schenkt, der behauptet, Lil Wayne habe den Beat zu "How To Love", die dritte Single aus seinem kommenden Album "Tha Carter IV", von ihm gestohlen habe.

In der Anklageschrift behauptet Rick, er habe den Beat von den Produzenten The Drummer Boyz zwischen 2006 und 2009 gekauft (so ganz genau erinnert er sich offenbar nicht). Erst 2010 sei der fragliche Beat dann an Lil Wayne für 35 % Umsatzbeteiligung weiterverkauft worden, quasi als Zweitnutzung. Rick möchte nun an den Tantiemen, die der Song eingespielt hat, beteiligt werden, plus 10 % "Bearbeitungsgebühr". Ob und wie er diese Behauptungen belegen kann, ist nicht bekannt.

Weezy und sein Ziehvater Baby müssen sich in letzter Zeit desöfteren mit rechtlichen Problemen herumschlagen. Während der Birdman wegen einer versemmelten Show in Las Vegas angezeigt wurde, muss Wayne sich immer noch mit der 15 Mio.-Klage wegen der "BedRock"-Single herumschlagen.

Aber nicht nur Lil Wayne geht es (möglicherweise) an den Kragen, sondern auch dem Ex- HipHop-Mogul Suge Knight. Der Death Row Records-Mitbegründer und ehemalige CEO Marion "Suge" Knight wurde auf drei Jahre Bewährung verurteil, weil der in Kalifornien geborene Knight in Februar beim Fahren ohne gültigen Führerschein erwischt wurde.

Ahzumjots Album „Monty“ kommt

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Einen Freitagabend kann man auf sehr unterschiedliche Art und Weise verbringen. Unser Chefredakteur zum Beispiel hat den vergangenen damit zugebracht, sich das kommende Album "Monty" von Ahzumjot anzuhören – und war tatsächlich ein bisschen beeindruckt.

Gegen 18 Uhr ist normalerweise der Zeitpunkt, zu dem das rap.de-Büro abgeschlossen und dem Wochenende überlassen wird. An besagtem Freitag aber betritt ungefähr um diese Zeit ein schlacksiger junger Hamburger die Redaktionshallen, der tatsächlich, wie von mehreren Seiten kolportiert, eine gewisse optische Ähnlichkeit mit Kid Cudi aufweist. Angetan ist der junge Mann in einem klassischen V-Neck-Shirt und einem Paar Skinny Jeans. Viel interessanter aber ist das, was er im Gepäck hatte: Sein neues, noch unveröffentlichtes Album "Monty".

Flugs wird das iPhone an die kleinen Computerboxen angeschlossen – und es beginnt eine musikalische Reise. Die Musik auf dem Album ist sehr vielschichtig und melodiös, dabei von einer leichten, bittersüßen Melancholie durchzogen, die so gut zum draußen vor dem Fenster leuchtenden Berliner Spätsommerabend passt. Es ist Musik für die Stadtkids, die was am liebsten machen? "Nichts!" ("STDTKDS"). Die nach dem Motto leben "Am 1. gibt's Geld, am 2. ist es weg" ("Du wolltest nur Bonny & Clyde"). Die bei allen berechtigten oder unberechtigten Selbstzweifeln an ein selbstbestimmtes Leben glauben, daran glauben, ihren Traum zu verwirklichen.

Was dieser Traum in Ahzumjots Fall ist, dürfte klar sein: Musik machen und davon leben können. Bisher schlägt er sich noch mit Gelegenheitsjobs bei italienischen Fastfoodketten oder gelegentlichen Model-Aufträgen durch. Nach der Listening Session erzählte er in einem zweistündigen Gespräch allerlei interessantes aus seinem Leben, das ihr bald in unserem großen Ahzumjot-Interview lesen könnt.

Gegen 1 Uhr nachts schließt unser Chefredakteur schließlich die Redaktionspforten hinter sich ab, schwingt sich aufs Rad und hat das deutliche Gefühl, das Wochenende sehr gut und sinnvoll eingeläutet zu haben. "Monty" wird, wenn uns nicht alles täuscht, ein wichtiger Baustein der Zukunft des deutschen Rap.

Bislang gibt es zwei Hörproben aus dem Album, das diesen Herbst erscheinen soll:

Du wolltest nur Bonnie & Clyde (Preview) by Ahzumjot

STDTKDS (Preview) by Ahzumjot

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