Das Leben eines rap.de-Redakteurs: Da kommt man morgens auf die Arbeit und was erwartet einen schon? Natürlich ein neues Video von Money Boy. Doch bei ihm und Young Kira (und dem zwischen den Parts etwas rumlabernden Young Mokuba) läuft „Work“ etwas anders ab als bei mir. Hauptsächlich mit mehr Bitches am Twerken. Denn wie immer gilt: „Got alot of money und ich ficke bad bitches“. Feinstes denglish, ein Haufen cash und offen zelebrierter Sexismus – alles wie gewohnt bei der Glo Up Dinero Gang. Nehmen die eigentlich noch Mitglieder auf? Pressestelle vielleicht? Nein? Damn.
Linez – BCBD Intro (Prod. O.Z) [Video]
Linez hat das „Intro“ seines aktuellen Mixtapes „Big City Big Dreams“ mit dem passenden Bildmaterial versehen. In einem Streetvideo sieht man den Berliner mit seiner Crew durch die Nacht ziehen. Auf ein basslastiges Instrumental von O.Z, das mit arabischen Klängen verfeinert wurde dropped er mal deutsche, mal englische Lines.
„Big City Big Dreams“ ist das erste offizielle Mixtape von Linez. Das 14 Tracks umfassende „BCBD“ ist am 02. September erschienen und steht im Netz zum freien Download bereit. Neben „BCBD Intro“ wurde „Dreams„, bei dem es Unterstützung von Onur K. gibt, bereits ausgekoppelt. Im Rahmen unserer Kategorie „Newcomer“ hat sich Linez mithilfe eines Fragebogens bereits vorgestellt.
eMJay – Seid ihr mit mir down (Prod. Broca Smith) [Video]
eMJay will eigentlich nur eins wissen: „Seid ihr mit mir down oder seid ihr mit mir high?„. Der Mannheimer präsentiert das Street-Video zu „Seid ihr mit mir down„. Den warmen Sound liefert Broca Smith.
Zuletzt veröffentlichte eMJay Anfang des Jahres das Mixtape „Fade Away“. Das 19 Tracks umfassende Mixtape steht im Netz zum freien Download zur Verfügung. Von „Fade Away“ stammt auch das frisch ausgekoppelte „Seid ihr mit mir down„.
Gewinne ein Chabos IIVII-Outfitt
Erst im Frühjahr veröffentlichte Haftbefehl zusammen mit seinem Manager Erfan Bolourchi in Kooperation mit dem Münchner Designer Team Duki & Fu die erste offizielle Chabos IIVII-Kollektion. Nachdem die erste Kollektion komplett ausverkauft ist, wird es ab dem 13. November eine neue geben.
rap.de verlost aus der zweiten Chabos IIVII-Kollektion eine „Brudi“ Cap und eine „Chabos Ansage La Haine“-Jacke, beides limited.
Um die limitierten Kleidungsstücke aus der zweiten Chabos IIVII-Kollektion zu gewinnen müsst ihr einfach eine Mail an win@rap.de mit dem Betreff „Chabos IIVII“ schicken und uns kurz beantworten, woher der Begriff „Chabos“ stammt. Und nicht vergessen: Kleidungsgröße angeben!
Kobito – The Walking Deutsch (feat. Spezial-K) [Video]
Das Pegida-Pack hat zwar schon gestern seinen einjährigen Geburtstag gefeiert, eigentlich aber ist der erst heute. Am 20. Oktober 2014 versammelten sich zum ersten Mal besorgte Bürger, um sich gemeinsam Sündenböcke zu suche. Diese fanden sie, in der Presse, in Andersdenkenden, in der Bundesregierung, Muslimen, Zionisten und vor allem in den Flüchtlingen. Kobito und Spezial-K finden das nicht gut und bringen ihren Unmut über die marschierenden Massen musikalisch zum Ausdruck. „The Walking Deutsch“ – hinsehen, Freunde.
Halbnormal – Entfremdet (prod. Asadjohn) [Audio]
Halbnormal sind die Rapper Charisma und Ronson sowie Produzent Asadjohn. Die Moabiter präsentieren ihren neuen Track „Entfremdet“. Schon das schwere Orgelsample am Anfang macht einem klar, dass das hier keine fröhliche Nummer wird. Und so passiert es dann, es geht „Heb ein drei vier sieben acht zehn kann nicht mehr zählen“ in einer Bar und eine Hook später gibt es dann einen Abgesang oder -rap auf die Träume, die man einmal hatte. Am Ende ist nicht ganz klar, wer jetzt eigentlich entfremdet ist – Rapper von den Menschen, Menschen vom Rapper oder alle voneinander?
Fünf Rapper, die auch ohne Gimmicks überzeugen
Charterfolge, Image, Selbstdarstellung, limitierte Boxen und Verkaufszahlen – Faktoren, die für viele Hörer heutzutage eine extrem wichtige Rolle spielen. Dass die genannten Punkte wenig mit der Qualität der Musik an sich zu tun haben, sollte trotzdem jedem bewusst sein. Aber dennoch spielen sie heute eine wichtige Rolle beim Entdecken neuer Künstler. Außerhalb von diversen Battlerap-Formaten oder ohne die richtigen Connections hat es so ein Künstler nicht leicht, allein durch seine Musik an Aufmerksamkeit dazu zu gewinnen. Aus diesem Grund habe ich fünf Künstler zusammengestellt, die auch ohne Gimmicks überzeugen – und die vielleicht noch nicht jeder auf dem Schirm hat.
Nummer 1: Caz
Mit seinen drei kostenlosen EPs hat der Bietigheimer gezeigt, wie facettenreich und talentiert er ist. Von Selbstreflexion und Gesellschaftskritik bis hin zum perfekten Sound für einen Abend mit den Jungs und genannten Kräutern ist alles dabei. Wiedererkennungswert schafft Caz vor allem mit seiner etwas rauchigen, kratzigen Stimme und der entspannten Atmosphäre in seinen Tracks. Caz steckt zurzeit mitten in der Arbeit an einem neuen Mixtape.
Nummer 2: Rotten Monkey
Rotten Monkeys rougher Style, ein enormes Talent für Beobachtungen und lebendiges Storytelling in einer schlichtweg beeindruckenden Akribie erzeugen stets eine dichte und harte Atmosphäre, die auch Interesse an der intelligenten, eloquenten und belesenen Person hinter dem Künstler weckt. Vor einem Jahr wurde Rotten Monkey bei Emopunkrap gesignt, über ein Release ist aber noch nichts konkretes bekannt.
Nummer 3: Lucky Looks
Bei Lucky Looks stehen Persönlichkeit und die melancholische Atmosphäre an oberster Stelle. Verlorene Freundschaften, älter werden und vergangene Liebe spielen in seiner Musik eine große Rolle. Die Person hinter dem Künstler überdenkt viel was um ihn passiert und das spiegeln auch seine Songs wieder. „Hallo, ich bin… (Vol.1)“ ist letztens erschienen und ist der erste Teil seiner kostenlosen Mixtape-Reihe „Hallo, ich bin …“ .
Nummer 4: Gozpel
Gozpel ist wohl der bekannteste der Runde. Durch diverse Live-Battles bei Rap am Mittwoch hat der Berliner bewiesen dass er mit einem musikalischen Talent gesegnet wurde und bestätigt das nochmal in seinem Debütalbum. Humorvolle und lustige Punchlines, Gesangstalent und eine Menge Sympathie bringt Gozpel mit sich. Ein Allround Talent mit einer noch viel zu kleinen Hörerschaft. Vor fast genau einem Jahr ist sein erstes Album „Sympathoz“ erschienen.
Nummer 5: Dissythekid
Was den bösen Zwilling des Raps Dissythekid als Künstler und somit auch seine Musik unter anderem Interessant macht, ist das Mysterium, das sich um ihn spinnt. Die Rede ist nicht von einer Maskerade oder einem ausgedachten Image, sondern von der Tatsache, dass die Texte durchaus einiges über die Persönlichkeit des Menschen hinter dem MC aussagen – über den aber wenig bis nichts bekannt ist. Sein Soundbild lässt sich im Allgemeinen mit einem gewissen Unbehagen beschreiben, welches in seiner tristen, serifenlosen Präsentation auch als auditive Untermalung eines Bukowski-Romans dienen könnte. Letztes Jahr legte Dissythekid für Newcomer-Verhältnisse einen bemerkenswerten Start mit seiner EP „Pestizip“ hin. Auf der EP „Minus“ von Ahzumjot ist er ebenfalls vertreten.
Koree – Frei (prod. Alexis Troy) [Video]
„Frei“ heißt das neue Werk von Koree, produziert von United Hustlers-Kollege Alexis Troy. Aber irgendwie passt der Titel nicht ganz. Sicher, der Düsseldorfer flowt solide auf den jazzlastigen Beat. Aber das ganze ist dann doch etwas zu phrasengespickt, um wirklich frei zu sein. Aussage? Familie und Freunde sind wichtig, genieß das Leben und Koree geht’s gut. Auch das Video hilft nicht wirklich weiter. Da fährt Koree halt aus einer Bar in die Nähe eines Hafens, um ein paar melanchonische Blicke über das Wasser zu werfen. Und die Moral von der Geschicht‘? So einen schönen Beat lieber nur nutzen, wenn man auch was zu sagen hat.





