Fünf Rapper, die auch ohne Gimmicks überzeugen

Charterfolge, Image, Selbstdarstellung, limitierte Boxen und Verkaufszahlen – Faktoren, die für viele Hörer heutzutage eine extrem wichtige Rolle spielen. Dass die genannten Punkte wenig mit der Qualität der Musik an sich zu tun haben, sollte trotzdem jedem bewusst sein. Aber dennoch spielen sie heute eine wichtige Rolle beim Entdecken neuer Künstler. Außerhalb von diversen Battlerap-Formaten oder ohne die richtigen Connections hat es so ein Künstler nicht leicht, allein durch seine Musik an Aufmerksamkeit dazu zu gewinnen. Aus diesem Grund habe ich fünf Künstler zusammengestellt, die auch ohne Gimmicks überzeugen – und die vielleicht noch nicht jeder auf dem Schirm hat.

Nummer 1: Caz

Mit seinen drei kostenlosen EPs hat der Bietigheimer gezeigt, wie facettenreich und talentiert er ist. Von Selbstreflexion und Gesellschaftskritik bis hin zum perfekten Sound für einen Abend mit den Jungs und genannten Kräutern ist alles dabei. Wiedererkennungswert schafft Caz vor allem mit seiner etwas rauchigen, kratzigen Stimme und der entspannten Atmosphäre in seinen Tracks. Caz steckt zurzeit mitten in der Arbeit an einem neuen Mixtape.

Nummer 2: Rotten Monkey

Rotten Monkeys rougher Style, ein enormes Talent für Beobachtungen und lebendiges Storytelling in einer schlichtweg beeindruckenden Akribie erzeugen stets eine dichte und harte Atmosphäre, die auch Interesse an der intelligenten, eloquenten und belesenen Person hinter dem Künstler weckt. Vor einem Jahr wurde Rotten Monkey bei Emopunkrap gesignt, über ein Release ist aber noch nichts konkretes bekannt.

Nummer 3: Lucky Looks

Bei Lucky Looks stehen Persönlichkeit und die melancholische Atmosphäre an oberster Stelle. Verlorene Freundschaften, älter werden und vergangene Liebe spielen in seiner Musik eine große Rolle. Die Person hinter dem Künstler überdenkt viel was um ihn passiert und das spiegeln auch seine Songs wieder. „Hallo, ich bin… (Vol.1)“ ist letztens erschienen und ist der erste Teil seiner kostenlosen Mixtape-Reihe „Hallo, ich bin …“ .

Nummer 4: Gozpel

Gozpel ist wohl der bekannteste der Runde. Durch diverse Live-Battles bei Rap am Mittwoch hat der Berliner bewiesen dass er mit einem musikalischen Talent gesegnet wurde und bestätigt das nochmal in seinem Debütalbum. Humorvolle und lustige Punchlines, Gesangstalent und eine Menge Sympathie bringt Gozpel mit sich. Ein Allround Talent mit einer noch viel zu kleinen Hörerschaft. Vor fast genau einem Jahr ist sein erstes Album „Sympathoz“ erschienen.

Nummer 5: Dissythekid

Was den bösen Zwilling des Raps Dissythekid als Künstler und somit auch seine Musik unter anderem Interessant macht, ist das Mysterium, das sich um ihn spinnt. Die Rede ist nicht von einer Maskerade oder einem ausgedachten Image, sondern von der Tatsache, dass die Texte durchaus einiges über die Persönlichkeit des Menschen hinter dem MC aussagen – über den aber wenig bis nichts bekannt ist. Sein Soundbild lässt sich im Allgemeinen mit einem gewissen Unbehagen beschreiben, welches in seiner tristen, serifenlosen Präsentation auch als auditive Untermalung eines Bukowski-Romans dienen könnte. Letztes Jahr legte Dissythekid  für Newcomer-Verhältnisse einen bemerkenswerten Start mit seiner EP „Pestizip“ hin. Auf der EP „Minus“ von Ahzumjot ist er ebenfalls vertreten.

 

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