

Mit solidem, technisch stabilem Straßenrap gewinnt man 2015 zwar keine Originalitätspreise mehr. Trotzdem ragt Ganova aus Berlin aus der grauen Masse an Rappern heraus, die den Lebensstil zwischen Päckchen und dicken Autos schildern. Das liegt zum einen an der guten Produktion, zum anderen aber auch vor allem an der stimmigen Attitüde.
Money Boy beweist mit seinem neuem Track „Yesterday“ dass er auch in der komplizierten Philosophie der Zeit bewandert ist. „Gestern ist schon lange nicht mehr hier, was mal war das ist history, die Zukunft ist ein mystery und heute hier und jetzt ist exactly was dazwischen liegt“ . Wer jemals den überlegenen Intellekt des Glo Up Dinero Gang-Kopfes angezweifelt haben sollte, für den ist ab heute Zeit für immer zu schweigen.
„Lieber mach ich den David Bruce Banner, bevor ich anfang‘ mich für Fame zu verändern.“ Blood Spencore präsentiert mit „Dope und Broke“ eine weitere Videoauskopplung aus seinem aktuellen Album. Unterstützung gibt’s auf dem Track von Mortis und Jason.
„Party is‘ vorbei“ ist das zweite Album von Blood Spencore und ist Anfang des Monats erschienen. „Messer im Park“ wurde neben „Dope und Broke“ bereits mit dem passenden Bildmaterial versehen.
Rap ist Bildersprache: Falk Schacht und Buzz-T haben die Originalschauplätze von fünf Hamburger Rap-Plattencovern aufgesucht, fotografiert und die Bilder in einem Blog zusammengestellt. Darunter sind die „Sport“ – EP von Eins Zwo, „Deluxe Soundsystem“ von Dynamite Deluxe oder Jan Delays „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ .
Die Idee geht auf eine Aktion des amerikanischen Massappeal-Mags zurück, das die Cover einiger Rap-Klassiker via Google Maps Street View genau dort platzierte, wo sie seinerzeit fotografiert worden waren.
Hier ein Beispiel für die Bilder, die Falk und Buzz-T erstellt haben, alle weiteren findest du auf Bloggbuzzter.de.
Der Hustensaft Jüngling muss kein talentierter Maler sein, um „Farben“ zu mögen. In seinem Fall handelt es sich um Scheine in verschiedenen Colorationen jedenfalls. Die sind auch der Grund, aus dem „die Bitches blasen“ wollen. Der neue Song des Glo Up Dinero Gang Members ist auf keinem seiner Releases zu finden – im eigentlichen Sinne also ein Freetrack – aber dass die Gang mit willkürlichem Output nicht geizt, ist ja allgemein bekannt.
Lakmann hat bereits den ersten großen Deutschrap-Hype miterlebt – und dessen Zerfall. Nun schwimmt Lakmann zwar nicht unbedingt auf der momentanen, ungleich größeren, Welle mit, prophezeit aber deren baldiges Ende. In der neuen Ausgabe des Juice Magazins prognostiziert der Wittener: „Ich sehe jetzt schon, wie die Blase platzt. Die Leute meckern ja immer erst, wenn es schon zu spät ist. Aber wenn Veranstaltungen wie die Tapefabrik und Tanz in den Mai in Kassel abgesagt werden, und auch das HipHop Open dich macht, dann sind das erste Anzeichen dafür. Es wurde wieder zu schnell gemacht. Und das wird nun auf dem Rücken der Kultur ausgetragen.“
Eine Beobachtung, die durchaus mit Sorge wahrzunehmen ist. Weiter schildert er auch: „Keiner hat mehr Bock, sich Blogs und Videos […] anzuschauen.“ woraus resultiere: „In ein, zwei Jahren müssen Labels wieder durch eine Dürreperiode gehen, viele Leute werden abspringen und Rapper wieder gedroppt.“ – er selber sei aber vorbereitet. „Ich habe mit Eartouch meine kleine, gemütliche Indie-Heimat und hoffe, dass die paar tausend Leute mich weiter supporten – unabhängig von Tälern, Hypes und Blasen.“
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Cashisclay & Diverse releasen am 30. Oktober ihr Album „Zu faul für ein Album„, das vollständig von Monte produziert wurde. Als Vorgeschmack gibt es nun erstmal noch das Snippet – das beginnt direkt nach einer originellen Das-Album-ist-fast-ausverkauft-Rede von Labelboss Baba Saad.
Sodann gehts es los und eine qualitative Bombe nach der anderen wird gezündet. Diverse wird auf den Bauch gekackt, ein paar Sticheleien gegen Aytee und die Mason Family gemacht, etwas Deepness eingestreut, sich an Doubletime versucht, etwas Gesang in der einen und ein bisschen Autotune in der anderen Hook und schwupps – fertig ist das Meisterwerk. Bleibt nur die Frage, warum die beiden dann doch nicht faul genug waren. Wohl diese Ironie, von der alle reden.